willyb am 29.06.2009 um 19:40 Uhr
Ist es eigentlich erst ab einer bestimmten Einkommensgrenze sinnvoll zu Riestern oder lohnt sich das auch schon bei einem eher geringen Einkommen?

Riestern lohnt sich gerade mit einem eher kleinen Einkommen. Je weniger eingezahlt wird, desto größer ist nämlich der staatliche Zuschuss.
Da es ja grundsätzlich Riesterbefürworter gibt und Riestergegner ist die Antwort natürlich davon abhängig von wem sie kommt. Ich bin Riesterbefürworter. Gerade für Menschen mit geringem Einkommen lohnt sich das, da der Eigenaufwand im Verhältnis zur Förderleistung in einem günstigeren Verhältnis steht. Um mehr zu sagen, müsste man mehr über Ihre spezielle Situation wissen.
Riestern lohnt sich gar nicht, ob kleines oder grosses Einkommen, zur Vertiefung Deiner Kenntnisse ein kleines Video....
Breitenberg am 30. Juni 2009 01:10 Lieber Spezi, ich kenne diese Monitorsendung natürlich, aber ich möchte Dir ein paar Sachen zu bedenken geben: - Wer weiß mit 20, 30 oder 40 Jahren ob er nicht nach den Kindern mal besser verdient und die Riester-Rente doch zusätzlich bekäme? - Wer weiß, ob er nicht bis zum Rentenalter heiratet und dann - da der Ehepartner evtl. eine vernünftige Rente und anderes Einkommen hat - doch keine Grundsicherung vom Staat bekommt? - Wer weiß denn sicher, ob er bis zur Rente nicht mal erbt, einen bessern Job bekommt oder finanziell Glück hat? - Wer möchte einem Geringverdiener mit Kindern, die teilweise bis zu 80 % der Riesterrente als Förderung bekommen und daher nur einen ganz kleinen Eigenbetrag zahlen ganz sicher davon abraten, diese Zulagen sausen zu lassen, im Vertrauen darauf, daß die anderen Steuerzahler (die sehr wohl für ihre eigene Altersvorsorge Vorsorge treffen) für ihn später mal die Grundsicherung zahlen werden? - Wer weiß denn, ob man spätere Sozialhilfe im Alter nicht mehr daran festmacht, ob derjenige der die Hilfen haben will, auch ALLES getan hat, um seine Hilfebedürftigkeit im Alter zu vermeiden bzw. zu verringern? - Wer weiß denn, ob die anderen Steuerzahler noch so sozial sind, und denen Steuergelder geben, die zeitlebens darauf schielen ja "steuergefördert" durchs Leben zu kommen? - Wer weiß denn, ob die demographische Entwicklung es überhaupt noch zulassen wird, für eine große Anzahl Geringverdiener Steuergelder in Milliardenhöhe auszugeben. DAS ALLES sollte man sich sehr sehr gut überlegen, ehe man Geringverdienern von der Riesterrente abrät.
Danke für den sachlichen Kommentar. Wenn wir aber 20-40 Jahre voraus denken sollten wir auch berücksichtigen, dass a) die Kaufkraft bis dahin =NULL sein wird ( Kein staatlicher Zuschuss zu erwarten, anders als bei der ges. Rente) und b) nicht annähernd sicher ist ob dann noch eines der Riesterunternehmen die alten Garantien ausbezahlen kann. DAS ALLES ist mehr als zweifelhaft. Also Hände weg von Geldsparprodukten!
Ähem, der staatliche Zuschuss ändert sich nicht, er ist pro Berechtigten-Kopf festgelegt...
... gemeint war die Förderquote, also die Förderhöhe im Vergleich zu dem, was man selbst zahlen muss.