Frage von Eduardus, 19

Lohnsteuerhilfeverein

Hallo zusammen, meine Freundin hat vor, nebenberuflich einen Lohnsteuerverein zu eröffnen (fachliche Qualifikationen sind erfüllt), mit der Option, später hauptberuflich auszuüben. Ich bin skeptisch, weil es wie Sand am Meer überall diese Schilder gibt. Außerdem finde ich das Geschäft nicht zukuntfsträchtig, weil seitens Finanzamt immer mehr Erleichterungen wie Elster, vereinfachte Steuererklärung eingeführt werden. Hat jemand Erfahrungen im Geschäft? Wer könnte dazu was sagen? Danke und Grüße, Eduard

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Antwort
von Primus, 11
braucht sie mindestens 50 Mitglieder jährlich! Das finde ich persönlich nicht wenig!

Ich hab mal nachgerechnet und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass - wenn man von den 52 Wochen pro Jahr 4 Urlaubswochen abzieht, noch 48 Wochen übrigbleiben.

Verteilt man diese auf 50 Mitglieder, sind es gerade mal 1,5 Mitglieder pro Woche, die abgearbeitet werden müssten.

Das finde ich persönlich nicht viel ;-))

Kommentar von Eduardus ,

So hätte ich gar nicht gerechnet, aber klingt plausibel :-) Ich war bei den Gesprächen mit dabei. Wenn es sich nur um Steuererklärungen ginge, dann stimmt die Berechnung. Die Mitglieder haben aber noch Fragen wie Kindergeld, Lohnstuerklassen, Lohnsteueranträge etc., die das Ganze als Nebenberufler erschweren, da sie ohnehin mit ihrer Vollzeitbeschäftigung ausgelastet ist!? Der Vorteil an der Sache ist, wenn es sich rausstellt, dass man hier gute Gewinne erzeieln kann, könnte man die Arbeit hauptberuflich machen, was ihr eigentliches Ziel wäre! Ich halte es aber für wenig realistisch!

Kommentar von Primus ,

Tja... alles wenn und aber bringt Euch nicht weiter, denn nur Versuch mach klug ;-))

Also eine Zeitlang ausprobieren und sehen wie es sich entwickelt. Erst dann können Entscheidungen getroffen werden.

Antwort
von Senkt, 14

Und das Geschäft ist sehr wohl zukunftsträchtig! Schau mal, wieivle Leute noch immer ihre Steuererklärung nicht machen!

Kommentar von Eduardus ,

Das sehe ich irgendwie nicht so: Elster Formulare, vereinfachte Steuererklärung seitens Finanzamt, selbsterklärende Softwareprogramme... oder sehe ich da irgendwas falsch?

Antwort
von billy, 9

Lass es sie doch ausprobieren, wenn sie erst einmal nebenberuflich beginnt, wird sie ja feststellen wie der Service angenommen wird und ob es zukünftig hauptberuflich möglich sein könnte.

Kommentar von Eduardus ,

Im Prinzip hat sie finanziell fast nichts zu verlieren, da braucht man keine hohen Investitionen. Nur einen kleinen Mietraum, PC, Drucker etc. Meine Befürchtung ist, dass sie viel Zeit investieren muss! Nach vorläufiger Berechnung, damit es sich überhaupt lohnt, braucht sie mindestens 50 Mitglieder jährlich! Das finde ich persönlich nicht wenig!

Antwort
von Privatier59, 10

Ist Deiner Freundin nicht bekannt, dass ein Verein mindestens 7 Mitglieder haben muß? Ohne weitere Personen ist das Vorhaben ohnehin gestorben.

Desweiteren glaube ich nicht, dass sich mit "nebenberuflichem" Betrieb ausreichend beratungswillige Mitglieder finden lassen. Die Leute wollen doch Ansprechpartner für ihr Anliegen nicht nur abends und am Wochenende haben. Außerdem wird Wert auf zeitnahe Erledigung der Steuererklärung gelegt.

Kommentar von Eduardus ,

Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt, sie will keinen neuen Verein gründen, sondern nur eine Beratungsstelle nebenberuflich betreiben. Ich bin auch voll der Meinung, dass man diese Arbeit nebenberuflich schlecht ausüben kann wegen Termine, Beratungsgespräche, Rückfragen etc., abgesehen von der Erledigung der Steuererklärungen.

Antwort
von Senkt, 8

Die Frage ist doch: Was kann schiefgehen, wenn sie es versucht?

Kommentar von Eduardus ,

Nur die verschwendete Zeit, die man als Freizeit gut gebrauchen könnte :-(

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