Frage von myke1988, 151

Lohnkürzung durch neuen Tarifvertrag

Hallo, ich habe folgendes Problem. Ich wurde im Sommer ( August ) letzten Jahres fest in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen. Einen Monat später jedoch wurde in unserer Firma ein neuer Manteltarifvertrag eingeführt. Nach dem neuen Verhältnis bekomme ich satte 1,10€ weniger also fest an dem Mindesttarif. Dummerweise habe ich diesen Neuen Vertrag dann blindlinks unterschrieben ohne großartig darüber nachzudenken. Kann der Arbeitgeber einen Überhaupt soweit zurück stufen bzw ist es rechtens trotz meiner Unterschrift ? Ist mir erst kürzlich auf der Lohnabrechnung wieder in den Sinn gekommen ob das überhaupt gäng weil mir ja sonst noch jede menge Geld zustehen würde. Ist jetzt auch schon über win ahr her. Ich weis nicht was ich da jetzt noch machen kann. Laut Betriebsrat darf der Arbeitgeber das nicht einfach. Bitte um Hilfe !

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Antwort
von gammoncrack, 151
Laut Betriebsrat darf der Arbeitgeber das nicht einfach.

Die werden es doch wohl (manchmal auch nur vielleicht) wissen. Also müssen sie doch Deine Interessen gegenüber dem AG auch vertreten.

Antwort
von qtbasket, 129
  • Bitte um Hilfe !

Hier wird dir de facto niemand helfen können - wie auch ???

Die Geschichte ist schon sehr obskur, eigentlich nicht vorstellbar....

Du kannst entweder kündigen und dir eine neue Stelle suchen...

..oder du nimmst dir einen Anwalt und ziehst gegen deinen Arbeitgeber vor das Arbeitsgericht, nur dabei bleibst du zunächst auf deinen Kosten sitzen.


...also, ich würde mir unter diesen Voraussetzungen einen neuen Job suchen....

Antwort
von SBerater, 131
bekomme ich satte 1,10€ weniger

in welchem Zeitraum? Im Monat? Im Jahr? Am Tag?

Laut Betriebsrat darf der Arbeitgeber das nicht einfach

dann soll der BR auch erklären, was zu tun ist.

Kommentar von williamsson ,

Ich denke hier geht es um einen reduzierten Stundenlohn. Bei 160 Monatsstunden fällt das schon ins Gewicht

Kommentar von SBerater ,

klar wird das ins Gewicht fallen.

Laut Betriebsrat darf der Arbeitgeber das nicht einfach

hier scheint ein Betriebsrat mit im Spiel zu sein. Der kennt den Fall und sollte auch beratend eintreten.

Arbeitsrecht ist komplex. Wenn man den Fall und die Verträge nicht kennt, kann man nur ungenaue Antworten geben.

Im Normalfall ist es doch so: soll jemand einen schlechteren Vertrag unterschreiben, dann muss er das nicht. Unterschreibt er, dann hat er den neuen Vertrag. Unterschreibt er nicht und nicht nur die Bezahlung ist schlechter, so kann in vielen Fällen der AG eine Änderungskündigung aussprechen. Nur danach sieht es bei dem Fall nicht aus. Und nun?

Antwort
von Privatier59, 102
satte 1,10€

Empörend. Soll ich Dir zwei Briefmarken schicken oder willst Du bis zum BAG klagen?

Kommentar von gammoncrack ,

Ich glaube nicht, dass er das jährlich meinte. Ich schätze eher monatlich. Ansonsten wäre es wirklich schon übertrieben, sich über so etwas aufzuregen.

Antwort
von demosthenes, 107

Einmal kann das wohl kaum ein Manteltarifvertrag gewesen sein, denn in dem stehen keine Gehälter.

Und falls dort ein neuer Gehaltstarifvertrag verabschiedet wurde, dann steht nirgends, dass Gehälter im Rahmen von Tarifverhandlungen immer nur erhöht werden dürfen, auch wenn das die Regel ist.

Oder war Dein AG bisher nicht tarifgebunden, konnte also - in Grenzen - zahlen, was er wollte und ist jetzt dem Arbeitgeberverband beigetreten oder hat einen Haustarif abgeschlossen?

So ist die Frage nicht wirklich zu beantworten.

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