Frage von mikodjan, 17

Lieber finanzieren oder leasen aus dem Blickwinkel der Bonität?

Liebes Forum,

als Firma möchten wir in Zukunft einige Investitionen durchführen und sind zwecks deren Finanzierung auf eine gute Bonität angewiesen. Nun möchten wir einen Pkw entweder leasen oder finanzieren. Aktuell läuft über unsere Firma bereits ein Pkw über Leasing.

Allgemein stellt sich daher für uns die Frage, ob wir mit dem Primärziel der Wahrung einer guten Bonität eher leasen oder finanzieren sollten? Gibt es überhaupt einen Unterschied aus Bankensicht, ob wir nun Finanz- oder Leasingverträge laufen haben? Andere Betrachtungspunkte, wie die steuerliche Vorteilhaftigkeit, sind hinten anzustellen.

Unsere Firma ist eine Personengesellschaft (Einzelunternehmen) und wird in Zukunft zu einer GmbH & Co. KG.

Über Antworten wäre ich sehr dankbar. Beste Grüße

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von wfwbinder, 17

Man kann die Frage nicht generell beantworten.

Bei Kreditanträgen muss man "die Hose runter lassen." es werden alle Belastungen geprüft. Dabei ist es egal, ob es Leasing-, oder Kreditraten sind.

Kommt auch etwas darauf an, bei welcher Bank die weiteren Investitionen finanziert werden sollen. Ob mit KfW anteil oder ohne.

Vor der Umwandlung in die GmbH & Co. KG, oder erst wenn das geschehen ist.

Entscheidend ist für Bank die Gesamtbelastung.

Kommentar von mikodjan ,

Danke für die Antworten. Das habe ich mir schon gedacht, dass es für Banken keinen Unterschied macht, ob die Belastung nun aus Finanzierungen oder aus Leasingverträgen erfolgt. Bei erfolgreichen Finanzierungen hat man vermutlich sogar Bonitätsvorteile, im Gegensatz zu Leasingverträgen.

Wir sind ein Autohaus, das von meinem Vater geführt wird. Demnächst werde ich als zweiter Geschäftsführer mit einsteigen, dann folgt auch die Umwandlung in eine GmbH & Co. KG. Für größere Kreditlinien oder später auch zur Finanzierung von Bauprojekten benötigen wir eine gute Bonität.

Kommentar von wfwbinder ,

Ein interessantes Vorhaben.

ich empfehle folgendes Vorgehen:

Eine Berufkollegen von mir (Unternehmensberater, spezialisiert auf Bonitäts- und Finanzierungsfragen) suchen.

Die Beratungen werden über die Bafa bezuschusst, also keine hohen Kosten befürchten.

Gerade der Einstieg in das Unternehmen (gilt als Existenzgründung) bietet viele Möglichkeiten der Förderung. Hier kann man verschiedene Förderungen kombinieren, die persönlichen für den, der einsteigt und die für das Unternehmen

Ebenso könnte man die Betriebserweiterung über geförderte Programme (KfW, Investitionsbank des Landes, Bürgschaftsbank des Landes) finanzieren/teilfinanzieren.

Ist der Betrieb/der Vater zufällig Mitglied im BVMW? Da findet man die richtigen Leute.

Antwort
von Delle, 12

Hallo,

Diese Überlegungen sind rein hypothetisch: auch als GmbH & Co KG wird eine Bank die Bönität daran messen, ob der Unternehmer bereit ist auuch persönlich für seine Verpflichtungen gerade zu stehen!! Egal ob konservative Finanzierung oder Leasing==> alles hat seine bilanziellen Auswirkungen und nur die Gesamtbetrachtung zählt letztendlich! Also sollte die steuerliche Betrachtung a u c h mit einbezogen werden, denn dies rundet die Bönitätsbetrag ab.

Antwort
von INSTWAB, 12

Was ist es denn, Einzelunternehmen (1 Person), oder Personengesellschaft (2 Personen, oder mehr)?

Für einen späteren Kreditantrag müsst Ihr/musst Du, sowieso alles angeben, auch die Leasingraten. Wegen der möglichen etwas höheren Belastung, kann Leasing u. U. sogar nachteilig sein.

Insbesondere auch wegen des Rechtsformwechsels lasst Euch gut bei der Erweiterung beraten.

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