Frage von hab2von,

Leihauto falsch betankt, kann man die Kosten für Behebung des Problems der Haftpflicht melden?

Meine Freundin ist beruflich viel auf dem Weg und nutzt öfters von Rentacar ein Mietfahrzeug. In der Eile hat sie es aber versehentlich falsch betankt (er wollte Diesel hat aber Benzin gefüllt). Die Reparaturkosten hierzu mußte er natürlich vor Ort zahlen, ist es möglich, diese der privaten Haftpflichtversicherung weiterzureichen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von mig112,

ER, SIE oder ES...!? Naja, egal.... :-))

Falschbetankung zählt zur Fehlbedienung und wird von verschiedenen deutschen Gerichten als grob fahrlässiges Verhalten eingestuft. Das führt gar zur Möglichkeit des Teil-Regresses eines Arbeitgebers bei seinem Mitarbeiter (Fahrer), wenn dieser seinen Dienstwagen/-Lkw falsch betankt hatte (Das Fuhrparkmanagement Ausgabe ca. 7/2011).

In deinem Fall gibt es mehrere Ausschlußtatbestände für die private Haftpflichtversicherung: Die "Kleine Benzinklausel" schließt so ziemlich alles aus, was mit motorgetriebenen Fahrzeugen zu tun hat. Des Weiteren sind "geliehene oder gemietete Gegenstände" meist nicht versichert.

Die Vollkasko des Vermieters greift erstens nicht, weil kein Unfall vorliegt und zweitens Fehlbedienung sowie grobe Fahrlässigkeit ausgeschlossen sind.

Ich sehe nirgendwo eine Möglichkeit, den entstandenen Schaden auf eine Versicherung abzuwälzen! Da kann man Vertragswerke lesen soviel man will, oder sich beim ADAC lächerlich machen... (Rat des @robinek)

Er, sie oder es zahlen den Schaden aus eigener Tasche und vergewissern sich in Zukunft vorher über Spritsorten! Und das ist auch gut so.

Antwort
von Heidi777,

ich denke nicht, in den Versicherungsbedingungen steht ja meist, daß Schäden durch die Benutzung von Fahrzeugen nicht versichert sind.

Antwort
von jona968,

Es ist leider nicht möglich, den Schaden über die Privathaftpflicht abzuwickeln.

Das Betanken des Fahrzeuges steht im unmittelbaren Zusammenhang mit der Nutzung des Fahrzeuges. Somit greift die sogenannte Benzinklausel, die solche Schäden ausschließt.

Antwort
von gammoncrack,

Umgekehrt wäre teurer, funktioniert aber Gott sei Dank nicht. Beziehe ich auf die Betankung, nicht auf das Geschlecht.

Die kleine Benzinklausel lässt für eine Übernahme des Schadens keinen Raum. Da ist man dann Selbstzahler, bzw. Selbstzahlerin, je nach dem.

Antwort
von Privatier59,

Google mal den Begriff "Benzinklausel" und es wird sich sofort Ernüchterung einstellen. Schäden die im Zusammenhang mit der Benutzung eines Kraftfahrzeugs stehen sind allgemein von der Privathaftpflicht ausgeschlossen.

Antwort
von SBerater,

das wird deine maskuline Freundin, dein femininer Freund selbst zahlen müssen.

Antwort
von robinek,

In den Vertragsbedingungen steht einiges darüber. Dann würde ich mich zunächst beim ADAC erkundigen was er rät!

Kommentar von obelix ,

in den Vertragsbedingungen wessen? Falschbetankung wird genannt?

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