Frage von schokooo,

länger als 2J. krank geschrieben und keinerlei Finanzhilfen???

Um dieses Thema noch einmal aufzuwerfen. Also 52jährige Frau seit über 15 Jahren als Krankenpflegehelferin im KH angestellt., wird aufgrund mehrere Bandscheibenvorfälle mit OP's krank geschrieben. Mehrere Gutachten bescheinigen Arbeiten von 6 Stunden und lediglich 10 kg heben sind erlaubt. Arbeitgeber gibt Anwalt gegenüber an, es würde nichts an Arbeit für diese Frau geben. Anwalt rät nicht zu kündigen. Problem: Frau ist ausgesteuert und auch AG1 ist seit Dezember 2012 ausgelaufen. AG2 gibts nicht, weil die Frau verheiratet ist und der Mann mit 1500 Euro Verdienst, zu viel verdient! Antrag auf Erwerbsminderungsrente wurde im November abgelehnt und Einspruch läuft. Ich habe schon angeraten den Anwalt zu wechseln oder ist dieser Werdegang wirklich so korrekt? Darf die Frau wirklich keinen Nebenjob annehmen? Oder wird es sich negativ auf irgendwelche Bescheide ausüben? Also die Frau ist arbeitswillig, kann jedoch schwere Tätigkeiten nicht mehr ausüben. Danke euch jetzt schon mal

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von Anna61,

Leider spielt in diesem Fall das Geburtsdatum wohl nicht die ausschlaggebende Rolle, weil die ursprüngliche Ausbildung eben reltaiv "niedrig" qualifiziert war. Es wird wohl so argumentiert werden dass es viele Berufe gibt welche sozial genauso angesehen sind, aber körperlich nicht so anstrengend sind.

Ob der Arbeitsmarkt diesen Beruf hergibt interessiert hierbei -leider-niemand.

Der AG muss auch nicht nachweisen dass er keinen leidensgerechten Arbeitsplatz hat. Hat die Frau einen SBA und arbeitet im ÖD? Dort ist es nämlich oft einfacher über die RV einen leidensgerechten Arbeitsplatz zu erreichen.

Solange das Verfahren wegen der Erwerbsminderungsrente noch nicht entschieden ist würde ich mir keinen Nebenjob suchen. Vielleicht bringt aber ein Gespräch mit dem AG über eine Teilzeitstelle etwas, mit erleichterten Bedingungen.

Eine Teilerwerbsminderungsrente kann man dann immer noch erhalten (war bei mir jedenfalls so)

Anna

Kommentar von schokooo ,

Vielen lieben Dank Anna, leider sind die Fronten bereits so verhärtet das AG und AN lediglich über Anwälte kommunizieren. Ergo muss das Paar nun mit einem Gehalt so lange auskommen bis irgendwer mal irgendwas entscheidet oder aber die Frau kündigt? Dafür hat man Jahrelang für die Arbeitsstelle gebuckelt?

Antwort
von Anna61,

Ich nehme mal an die Frau ist nach dem 1.1. 1961 geboren. D.h. es besteht kein Anspruch auf Berufunfähigkeitsrente mehr. Sie kann also tatsächlich auf den allgemeinen Arbeitsmarkt verwiesen werden, mit den genannten Einschränkungen.

Da der AG angibt keine leidensgerechte Arbeit für die AN zu haben kann er sie auch nicht beschäftigen und nachdem das ALG 1 ausgelaufen ist steht sie dann selbst wohl ohne eigenes Einkommen da.

Der Werdegang so ist wohl korrekt und auch durchaus üblich. Sollte der Widerspruch wieder abgelehnt werden bleibt ihr noch die Klage vor dem Sozialgericht.

Einen Neben- oder Hauptjob kann sie natürlich durchaus annehmen wenn sie einen findet den sie mit ihren Einschränkungen machen kann. Dann muss sie aber kündigen. Da sie ja aber arbeitswillig ist dürfte das dann ja auch kein Problem sein.

Freundliche Grüße

Anna

Kommentar von schokooo ,

sie ist vom 13.7.1960 macht es einen Unterschied?

und mit 52 noch einen sicheren Job zu finden, ist fast unmöglich, also warum einen sicheren Job kündigen, wenn man einen hat? Muss der AG nicht irgendwie nachweisen müssen, dass er keine Beschäftigung für sie hat?

Kommentar von schokooo ,

wie würde es mit einem Nebenjob aussehen, so lange das alles noch so ein schwebendes Verfahren ist, um noch ein bisschen Lebensqualität zu erhalten?

Kommentar von schokooo ,

achja teil-erwerbsminderungsrente wurde aufgrund des ungelernten Berufes (heutzutage ist 2jährige Krankenpflegehelferin angeblich kein Lehrberuf mehr) abgelehnt....

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