Frage von Pauschsteuer, 102

Ich habe eine kurzfristige Beschäftigung mit Pauschalversteuerung ausgeübt, wie funktioniert das mit der Pauschalsteuer als Arbeitnehmer?

Hallo Forenten,

im Jahr 2014 habe ich eine kurzfristige Beschäftigung (3 Monate) ausgeführt. Bei zwei Abrechnungen der Brutto-Netto-Bezüge ist genau angegeben, welcher Betrag an Steuern abgeht (nicht-pauschal), die letzte Abrechnung wurde pauschal besteuert.

Ich verstehe nicht so recht, wie die pauschale Besteuerung funktioniert? - In meiner Steuererklärung (habe ich machen lassen) taucht dieser Betrag nicht mehr auf; bekomme ich diesen nicht zurück?

Dieses Jahr führe ich die Tätigkeit wieder aus, die Abrechnungen werden alle pauschal besteuert, wie hole ich mir denn dann 2016 das Geld zurück?

Vielen Dank schonmal!

Antwort
von wfwbinder, 102

Wie der Name schon sagt, mit Pauschalsteuer ist die Steuer pauschal, also ohne Prüfung der persönlichen Steuerpflicht abgegolten.

Für die Minijobber, für die der Minijob eben nur ein  Zuverdienst ist, ist die Pauschlasteuer die bessere Lösung, weil der Lohn, wenn über Steuerklasse abgerechnet würde, es zu den anderen Einkünften dazu käme. 

Da Du eine Steuererklärung machen lässt, werden schon andere Einkünfte vorliegen, die namhaft sind. Stelle Dir vor, wenn 1.350,- (3 Monate a 450,-) zu Deinem Einkommen dazu kämen udn mit dem Grenzsteuersatz besteuert würden. Sind da die 2 % Pauschalsteuer nicht besser?

Oder hast Du aus anderen Einkunftsarten Verluste?

Kommentar von Pauschsteuer ,

Vielen Dank für Deine Antwort!

Den Sinn der Pauschalsteuer habe ich nun verstanden.         

Andere Einkünfte habe ich nicht, da ich Student bin.

Ist die Pauschalsteuer für mich dann negativ? - schließlich bleibe ich sogar unter dem Freibetrag von 8472€ und bekäme alle entrichteten Steuern zurück; habe ich es richtig verstanden, dass das eben bei Pauschalbeträgen nicht der Fall ist?

Danke nochmals und ein schönes Wochenende!

Kommentar von wfwbinder ,

Richtig, Pauschalsteuern können nicht erstattet werden.

Wenn Du sicher bist, dass Du im nächsten Jahr wieder unter unter dem Grundfreibetrag bleibst, dann gebe dem Arbeigeber Deine Steuer-ID. Der lädt sich die Elstamdaten udn Du hast keinen Steuerabzug, oder, wenn es zum Steuerabzug kommen sollte, bekommst Du es mit der Einkommensteuererklärung zurück, wenn Dein Gesamtbrutto unter 11.400,- pro Jahr bleibt.

Kommentar von Pauschsteuer ,

Ich bedanke mich für Deine hilfreiche Antwort!

Aufgrund meiner kurzfristigen Beschäftigung beträgt der    Pauschal-Steuersatz sogar 25%. Das ist für mich ja dann sogar äußerst negativ, muss ich mal mit meinem Arbeitgeber sprechen.

Im letzten Jahr wurden 2 Monate per L'karte und einer pauschal besteuert, leider habe ich mich damals noch nicht darüber informiert; blöde Frage: gibt es irgendeine Möglichkeit noch an das Geld des dritten Monats (aus pauschal) zu kommen?

Wahrscheinlich ja nicht :(

Mir ist das erst aufgefallen, als ich meine Rückzahlung vom Finanzamt bekam.

Danke nochmal!

Kommentar von wfwbinder ,

Stimmt, das ist leider verloren.

Es reicht nicht, bei Finanzfrage.net zu fragen, man muss es auch rechtzeitig tun.

Antwort
von Pauschsteuer, 64

Auf faz.de habe ich folgendes gefunden:

"Wer nur für kurze Zeit arbeitet, zum Beispiel in den Herbstferien, für den wird es ebenfalls günstig: Der Arbeitgeber kann nämlich den Lohn auch dann pauschal mit 25 Prozent versteuern, wenn die Arbeit nicht länger als 18 Arbeitstage am Stück dauert, der Lohn pro Arbeitstag höchstens 62 Euro und der durchschnittliche Stundenlohn höchstens 12 Euro beträgt."

Sehe ich es richtig, dass es nur 'günstiger' wird, wenn der Arbeitnehmer über der Steuerfreigrenze liegt? und ansonsten eher teurer, da er sich das Geld ja zurück holen könnte? 

Danke schonmal

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