Frage von sixchlumpfine, 2

Kündigung fondgebundene LV

Hallo, ich brauche mal Rat:

Im Jahr 1999 habe ich eine fondgebunden LV (R+V Avantgarde) abgeschlossen und . Ablauf der Beitragszahlungsdauer: 01.10.2027, der Vertrag endet spätestens am 01.10.2057. Nach einer eher katastrophalen Entwicklung steht der Vertrag seit dem 01.06.2009 beitragsfrei. Inzwischen entwickelt sich die Anlage besser, ich traue dem Braten aber nicht und würde mich heute eher anders absichern. Lohnt sich eine Kündigung? Oder lieber noch über Jahre beitragsfrei lassen?

Antwort
von Rat2010, 2

Der Vertrag kann Teil deiner Strategie sein und es kann ein sinnvoller Teil sein.

Wichtiger als alles andere ist aber folgendes: Du hast das Produkt nicht verstanden und deshalb in Juni 2009 - nach katastrophaler Entwicklung (ist logisch, damals waren die Aktienbörsen auf Tiefststand) - beitragsfrei gestellt.

Nun entwickelt sich die Anlage besser. Das ist natürlich kein Wunder. Viele Börsen und vermutlich auch die, in welche die Fonds deiner Fondspolice investiert, sind auf Allzeithoch.

Das Produkt, das du da abgeschlossen hast, lebt von der Schwankung und davon, dass Aktien langfristig (aus verschiedenen Gründen) steigen müssen. Dir sollte aber klar sein, welche Ursachen die Bewegungen haben (nämlich die Schwankung der Börsen). Werden Aktien billiger, fällt deine Performance (und damit Zufriedenheit), werden sie teurer, steigt sie.

Du hast also die Tendenz, das Teil zur Unzeit zu verkaufen und solltest dir überlegen, was mit dir passiert, wenn der Wert z. B. um 40 % sinkt. Wenn du dann verkaufen würdest, kündige sie jetzt.t

Wenn du sie auch dann behalten würdest, wird es vielleicht sinnvoller Teil deiner Altersvorsorge. Bei der Police stehen den Kosten der Versicherung die Steuerfreiheit gegenüber. Wenn die Fonds ok sind, ist es auch die Anlage.

Antwort
von Niklaus, 2

Es gibt ja schon viele Antworten hier aber so richtig sind sie fast alle nicht.

Der Vertrag hat ein eher katastrophale Entwicklung: Hier wird vergessen dass wir eine katastrophale Börsenentwicklung hatten. der Fehler von vielen Fondssparern ist, hier den Vertrag zu unterbrechen. denn wenn die Börsen unten sind, gehen auch die Fondskurse nach unten. D.h. man bekommt für den gleichen Betrag mehr Fondsanteile.** Also die Entscheidung den Vertrag beitragsfreizustellen aus diesem Grunde war falsch**.
Die Antworten über die Provision ist auch falsch. Zur Berechnung der Provision wird nur die Beitragszahlungsdauer eingesetzt. Hat also mit der Vertragsdauer überhaupt nichts zu tun. Die lange Vertragsdauer kann ein Segen sein. Man kann ganz sicherlich früher an sein Geld aber auch spätestens bis 2057. Das hat den Vorteil, auch dann noch steuerfrei.

Ich würde die Versicherung wieder weiter bezahlen. Mich nicht von sogenannten Besserwissern verunsichern lassen. Allerdings solltest du die Fonds die du in der Versicherung besparst mal von einbem Fachmann analysieren lassen und gegebenenfalls austauschen. Das kannst du für die bereits vorhanden aber auch für die zukünftigen machen.

Antwort
von Sobeyda, 1

Wie sich die Aktienkurse in den kommenden 40 Jahren entwickeln, kann leider niemand vorhersagen. Daher ist eine seriöse Aussage nicht möglich.

Vielleicht rückt die R+V ja aber die Fondsanteile raus anstatt des Geldes. Dann müsstest Du diese Anteile zwar in irgendeinem Depot verwahren, hättest aber den Vorteil, dass aus dem Fondsvermögen keine weiteren Kosten und Risikobeiträge mehr entnommen werden. Das ist gut für die Rendite. Ich weiss, das viele Versicherungen zum Ablauf das machen, vielleicht ja auch schon früher.

Kommentar von Niklaus ,

Wenn die Fonds in Ordnung sind, ist die Versicherung in Ordnung. Die Fonds kann man auch tauschen

Antwort
von Privatier59,

Lass Dir von Deinem Versicherer Auskunft über das Kündigungsguthaben erteilen und entscheide Dich dann. Im übrigen dürfte Verkauf der LV wohl keine Alternative zur eventuellen Kündigung sein. Bei allen mir bekannten Anbietern besteht kein Interesse am Ankauf fodsgebundener LV.

Kommentar von sixchlumpfine ,

Danke!

Antwort
von althaus, 2

Verstehe ich nicht. Wieso ist der Ablauf der Beitragszahlungdauer abweichend von der Fälligkeit? Einen so langen Vertrag braucht niemand. Entwerder Du läßt es wie es ist, oder lass es Dir auszahlen mit entsprechenden Verlusten. Die Entscheidung nimmt Dir hier keiner. Das musst Du selbst wissen. Eines muss Du sicher stellen. Wenn Du den Vertrag behälst, dann vergiss den investiereten Betrag bis zum Jahre 2057 und lass Dich dann überraschen.

Kommentar von LittleArrow ,

Einen so langen Vertrag braucht niemand.

Doch, wer nämlich mal an Altersversorgung gedacht hat.

Kommentar von Niklaus ,

ich bin mir ziemlich sicher, das der Vertrag nur einen möglich Laufzeit bis 2057 hat. Man kann bestimmt auch schon früher an sein Kapital. die Laufzeit wurde wegen der verlängerten Steuerfreiheit gewählt.

Antwort
von EnnoBecker, 1

endet spätestens am 01.10.2057

Frag mich kurz vor ablauf des termins nochmal, aber bitte nicht am 30.09.2057, da kommt mein Pfleger.

Im Ernst mal: Im Jahr 2057 darfst du selig an mich zurückdenken und an viele andere auch. Und alle, die hier einen weisen Rat geben UND da noch leben, verfügen aber heute auch nicht über diesen Weitblick - oder gar eine Kristallkugel.

Wie willst du dich denn bitte schön auf einen hier gegebenen Rat stützen, dessen Auswirkungen 1 Menschenalter in der Zukunft liegt?

Ich würde den Vertrag laufen lassen, wenn ich das Geld nicht benötige. Bei einer Kündigung jetzt kannst du sicher sein, draufgezahlt zu haben - schlimmer kann es 2057 auch nicht sein.

Ach, und den Berater würde ich gern sehen, der einen Vertrag macht, der in 58 Jahren erfüllt wird. Oder war das dein Geburtsgeschenk?

Kommentar von sixchlumpfine ,

endet spätestens 2057...wenn man denn weiterzahlen würde. Dass das keinen Sinn macht, sehe ich auch. Mit Häme ist mir leider auch nicht geholfen. Ich müsste bis zum 01.10.2027 Beiträge zahlen. Wie gesagt: derzeit beitragsfrei gestellt. Dass ich Verlust mache insgesamt ist klar, aber kommen weitere Kosten auf mich zu oder würde mir bei einer Kündigung der Policenwert erstattet?

Kommentar von Sobeyda ,

Enno, solche langen Vertragslaufzeiten werden gemacht, wenn der Kunde nur wenig Geld hat und das Endergebnis trotzdem nach etwas aussehen soll. Bei fondsgebundenen Versicherungen hatte man damals teilweise mit 9% jährlicher Verzinsung gerechnet. Und wenn der Vertrag nach Ende der Beitragszahlungsdauer noch 30 Jahre beotragsfrei weiter läuft, kommt richtig was zusammen.

Die Provision des Vermittlers richtet sich nach der Beitragsumme, es ist ihm egal, ob der Kunde 10 Jahre lang 150 EUR zahlt oder 30 Jahre lang 50 EUR. Wenn der Kunde sagt, die Rate ist mir aber zu hoch, dann wird die Rate verringert und die Beitragszahlungsdauer bzw. der Versicherungsdauer entsprechend verlängert. Hauptsache die Provision stimmt. Ob das für die Kunden stimmt, ist nebensächlich.

Kommentar von EnnoBecker ,

Die Provision des Vermittlers richtet sich nach der Beitragsumme, es ist ihm egal,

Ja, das ist, worauf die Fragestellerin kommen sollte. Leider wird mein Versuch als "Häme" ausgelegt - da klinke ich mich dann wohl besser aus.

Es hat sich eine Menge verändert in den letzten Jahren.

Kommentar von sixchlumpfine ,

Ich entschuldige mich, wenn ich da jetzt jemanden auf den Schlips getreten habe. Das war nicht meine Absicht. Dass ich bei Abschluss des Vertrages naiv war, ist mir auch klar. Allerdings wollte ich einfach Rat, wie ich da am besten weiter mit umgehe.

Kommentar von EnnoBecker ,

Ich hab nicht mal einen Schlips an.

Ach komm schon - ich kann austeilen, und ich kann einstecken.

Und du kannst lesen und folgern. Zusammen sind unsere Antworten doch ein Signal, oder?

Und? Was tust du nun?

Kommentar von sixchlumpfine ,

Ich benötige das Geld derzeit nicht und lasse die Finger von einer Kündigung. Schlimmer kann es ja nicht werden

Kommentar von Niklaus ,

@sobeyda: Ich bin etwas verwirrt aufgrund deiner Aussage. Die Provision ist nur abhängig von der Beitragszahlungsdauer. Die Vertragslänge wurde bestimmt nur gemacht um den Vertrag lange steuerfrei zu halten. wo ist das Problem.

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