Frage von Fusselbuerste,

Kündigung Elternzeit Krankenversicherung

Ich (m) habe eine private Krankenversicherung. Mein Sohn (1,5 Jahre) ist bei meiner Frau in der GKV mitversichert. Meine Frau ist in Elternzeit. Sie war vorher voll erwerbstätig. Was passiert, wenn wir wegen eines Umzugs den Job meiner Frau kündigen und sie zur Kinderbetreuung zu Hause bleibt. Kann sie weiter in der gesetzlichen bleiben? Muß ich die beiden privat versichern? Was für Möglichkeiten gibt es noch?

Vielen Dank!

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Antwort
von Rentenfrau,

Hallo Fusselbuerste, Deine Frau kann eigentlich 3 Jahre nach der Geburt des Kindes Erziehungsurlaub nehmen, da sie wohl vor der Geburt gesetzlichen krankenversichert war, kann sie das auch im Erziehungsurlaub sein, aber wenn sie kündigt, endet auch der Urlaub, daher würde ich mir die Kündigung gut überlegen. Denke, sie könnte auch erst kündigen, wenn sie wieder anfangen müßte, ab da müßte sie sich dann: durch einen neuen Job über 450 Euro krankenversichern, oder freiwillig in der gesetzlichen Kasse versichern oder aber mit Dir in der privaten Krankenkasse versichern. Das Kind kann nur mit dem Mutter in der kostenlosen Familienmitversicherung versichert werden, wenn Dein Einkommen unter der Beitragsbemessungsgrenze der KV liegt.

Antwort
von barmer,

Hallo, sie kann weiter in der gesetzlichen bleiben, allerdings gegen eigenen Beitrag. Der wird sich nach Deinem Einkommen richten.

Ob das Kind bei ihr mitversichert bleiben kann, hängt auch von Deinem Einkommen ab (unter JAEG = 52.000 EUR/Jahr). Wenns bisher klappt, wirds wahrscheinlich (!) so bleiben.

Wenn sich das Einkommen anders entwickelt, kann das Kind privat oder gesetzlich gegen eigenen Beitrag versichert werden.

Gruss

Barmer

Kommentar von Fusselbuerste ,

Hallo, jetzt bin ich komplett verwirrt. Die KV meiner Frau wollte nie etwas von mir wissen. Weder Einkommen, noch KV Art. Mein Einkommen ist natürlich über der Bemessungsgrenze. Sonst könnte ich mich als Angestellter ja nicht privat versichern. An wen soll ich mich denn jetzt wenden? An die GKV meiner Frau? An meine PKV?

Kommentar von barmer ,

Hallo, dass Du angestellt bist, hatte ich bisher vermisst.

Dann besteht seit Heirat kein Recht auf Familienversicherung mehr und die GKV könnte 155 EUR pro Monat nachfordern.

Wenn das Kind jetzt privat versichert wird, könnte man vielleicht an der Nachzahlung vorbeikommen, wenn die GKV weiter pennt. Allerdings klappt das jetzt nur noch mit Antrag, d.h. das Kind muss gesund sein. Ansonsten freiwillig in der GKV für die besagten 155 EUR.

Viel Glück

Barmer

Kommentar von Rentenfrau ,

Hi barmer, die Mutter müßte doch im Erziehungsurlaub sein und hier kann man, soweit ich weiß die ganze Zeit kostenfrei gesetzlich krankenversichert sein.

Kommentar von barmer ,

klar, im Erziehungsurlaub.

Aber wenn sie kündigt (und das macht ja nur anschließend Sinn), muss sie zahlen.

Gruss

Barmer

Antwort
von Tina34,

also momentan ist das schon ein bisschen merkwürdig bei lesen haben sie mir folgende Fragen gestellt:

  1. seit ihr verheiratet?
  2. ist deine Frau freiwillig gesetzlich versichert? Wenn nein, wie ist es möglich das euer Kind bei ihr mit gesetzlich versichert ist?
  3. Lag während der Schwangerschaft eine versicherungspflichtige Beschäftigung vor, steht einem für die drei Jahre eine beitragsfreie Versicherung zu. Aber in diesem Fall hätte eigentlich das Kind bei dir privat versichert werden müssen, bzw. freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert werden (zusätzlicher Beitrag!)

Aber vielleicht klärst du uns auf?

Kommentar von Fusselbuerste ,

Hallo Tina,

1) wir sind verheiratet

2) sie ist gesetzlich versichert - das Kind bei ihr mit.

Bei der Geburt waren wir noch nicht verheiratet. Vielleicht liegt dort das "Problem". Allerdings hat sich die Versicherung auch nicht daran gestört, daß mein Sohn bei der Geburt meinen Nachnamen bekommen hat und die Meldung der Hochzeit hat auch niemanden interessiert.

Kommentar von Tina34 ,

ihr solltet euch dringend mit einem Fachmann zusammen setzten, wenn die Krankenkasse das mit bekommt (eigentlich bekommt ihr jedes Jahr einen Fragebogen!!!) wird normalerweise eine Nachzahlung für das Kind fällig (so rund ca. 150,- € pro Monat für das Kind!!!!)

Der Name ist nicht das Problem!

Kommentar von barmer ,

Wie ich schon schrieb: es hängt an Deinem Einkommen. Wenn DU selbstständig bist oder Student oder Beamter , kannst Du auch unter 52000 EUR privat versichert sein und alles ist o.k..

Wenn Du aber Angestellter bist mit Einkommen über JAEG, wie tina vermutet, wirds Ärger geben !

Antwort
von alfalfa,

Hier die offizielle Broschüre des Bundesministeriums für Soziales und Familie; ab Seite 33 wirst Du fündig.

http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/Elterngeld-un...

Ansonsten in der Kurzform: siehe Antwort von barmer.

Kommentar von alfalfa ,

Nun mit der letzten Zusatzinformation ist es nun klar. Die Ehefrau muss keine Beiträge zur KV während der Elternzeit zahlen.

Das Kind muss ab dem Zeitpunkt der Heirat einen eigenen Beitrag in der GKV oder PKV zahlen. Bei der GKV ggfs sogar rückwirkend (155€/Monat).

Bei Antragsstellung in der PKV (guter Gesundheitszustand vorausgesetzt) könntest Du ggfs Glück haben, und um die Nachzahlung umherkommen, sofern es die GKV nicht merkt (und rückwirkend fordert).

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