Frage von Ratsucher53,

Kündigung durch Insolvenzverwalter

Meine Frage vom 2.5.13

Ich befinde mich seit einigen Monaten im Krankenstand (Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit noch nicht absehbar) und wurde Ende Februar von einem Insolvenzverwalter angeschrieben,( da ich ja offiziell noch zum Mitarbeiterstamm zähle), dass meine Firma ein Insolvenzantragsverfahren angemeldet hat, aber versucht werden soll, die Firma zu sanieren, ansonsten wird Anfang Mai die Insolvenz eröffnet. Jetzt habe ich durch Zufall von einem Mitarbeiter erfahren, dass durchgesickdert ist, dass ca. ¼ der Belegschaft durch einen neuen Besitzer übernommen werden sollen, allen Anderen soll gekündigt werden. Es soll auch einen Sozialplan geben, zu dem es Hinweise auf gewisse Unregelmäßigkeiten gibt , von denen ich Kenntnis habe. Jetzt wurden die Mitarbeiter zu einer Betriebsversammlung eingeladen, in welcher die Personen benannt werden sollen, die von der Kündigung betroffen sind. Nun meine Frage: hätte mich der Insolvenzverwalter nicht auch zu dieser Betriebsversammlung einladen müssen? (Gehöre mit ziemlicher Sicherheit auch zu den Gekündigten). Wie kann/soll ich mich jetzt verhalten? Habe auch noch 20 Tage Resturlaubsanspruch. Soll ich schriftliche Kündigung abwarten und dann meine Rechtsschutzversicherung einschalten, oder Kontakt zum Insolvenzverwalter suchen? Wer hat einen Rat für mich?

Hallo liebes Forum, nach aufregenden Wochen möchte ich heute erneut berichten. Es war tatsächlich so, dass der Insolvenzverwalter alle Mitarbeiter, denen gekündigt werden sollte, (betroffen sind 28 Personen), eingeladen hat. Vor Ort haben die Leute dann ihre Kündigung ausgehändigt bekommen. Das Arbeitsamt war sogar anwesend und hat sich gleich um die schriftlichen Anträge gekümmert, um den persönlichen Gang zum Arbeitsamt zu sparen. Ich wurde nicht eingeladen, befinde mich immer noch im Krankenstand und habe drei Tage nach dieser Veranstaltung vom Ins.Verwalter eine schriftliche „Freistellung von der Arbeit“ erhalten, mit dem Hinweis, dass man beim Integrationsamt ( ich gelte als „Gleichgestellte“ und habe Grad d.B. von 30 %), einen Antrag auf Kündigungszustimmung gestellt hat. Eine Woche später sind dann die Unterlagen (19 Seiten) vom Intgr.Amt gekommen und ich sollte mich laut beigefügtem 3-seitigen Fragebogen zu der Kündigung erklären und ob ich der Kündigung zustimme oder Einwände hätte. Abgabetermin war der 24.05.2013. Bei der Durchsicht, der vorliegenden Unterlagen bin ich aber auf viele Ungereimtheiten gestoßen und habe dann schnellstens einen Rechtsanwalt eingeschaltet. Nach Prüfung der Unterlagen ist auch er auf Unstimmigkeiten gestoßen bzw. hat Formfehler entdeckt, und hat nun meine rechtliche Vertretung übernommen. Zurzeit steht er mit dem Intgr.Amt im Kontakt. Eine Antwort haben wir noch nicht erhalten. Meine Nerven liegen blank, mal sehen, wie es weitergeht?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Ratsucher53,

Schau mal bitte hier:
Kündigung arbeitsrecht

Antwort
von williamsson,

Viel Glück und gute Gesundheit für die Zukunft. Nach meiner Erfahrung (langjähriger Gesamtschwerbehindertenvertreter eines großes Konzerns) wird das IG-Amt wohl der Kündigung zustimmen. Eine anständige Abfindung sollte aber drin sein.

Antwort
von Privatier59,

Prima, dank Dir. Und wie gehts den Kindern?

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