Frage von Fussballking, 48

Kriegen Leiharbeiter auch dann Geld, wenn kein Einsatz oder ist das dann Urlaubszeit?

Wie ist daß, wenn man Leiharbeiter ist, und keinen Einsatz hat. Wird das dann mit Überstunden o. Urlaub ausgeglichen oder gibts dann einfach kein Geld oder wird das gar bezahlt?

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von Zitterbacke, 46

Das muß dann schon in deinem Arbeitsvertrag stehen . Denn im Gesetz zur Regelung der Arbeitnehmerüberlassung steht dieses :

§ 10 und 11

§ 10 "(5) Der Verleiher ist verpflichtet, dem Leiharbeitnehmer mindestens das in einer Rechtsverordnung nach § 3a Absatz 2 für die Zeit der Überlassung und für Zeiten ohne Überlassung festgesetzte Mindeststundenentgelt zu zahlen."

§11 "(1) Der Nachweis der wesentlichen Vertragsbedingungen des Leiharbeitsverhältnisses richtet sich nach den Bestimmungen des Nachweisgesetzes. Zusätzlich zu den in § 2 Abs. 1 des Nachweisgesetzes genannten Angaben sind in die Niederschrift aufzunehmen:

... 2. Art und Höhe der Leistungen für Zeiten, in denen der Leiharbeitnehmer nicht verliehen ist."

http://www.gesetze-im-internet.de/a_g/index.html#BJNR113930972BJNE001612140

Gruß Z... .

Antwort
von Gaenseliesel, 43

Hallo, also ich kenne es so : das Risiko, einen Mitarbeiter nicht vermitteln zu können, trägt das Zeitarbeitsunternehmen. D.h. hat die Agentur einmal keine Anfrage von einem Kundenunternehmen, erhält der Mitarbeiter dennoch die vereinbarte Vergütung. Bei vorübergehende Flaute musst Du dir also erst einmal keine Gedanken um Job und Entlohnung machen.

Bei längeren Durststrecken sieht s schon anders aus, dann sind sogar Entlassungen nicht ausgeschlossen. Aber das war ja nicht die Frage. Gruß ! K.

Antwort
von Werniman, 38

Sie kriegen auch dann Geld, wenn kein Einsatz ist. Zu diesem Zweck "dürfen" Zeitarbeiter ein Stundenkonto füllen, von dem dann diese einsatzfreien Zeiten bezahlt werden. D.h. in den Einsatzzeiten arbeiten sie dann z.B. 40h/Woche,kriegen aber nur 35h bezahlt,der Rest geht aufs Stundenkonto. Eine Alternative ist, in dieser Zeit Urlaub zu nehmen,jedoch gibt es keine Pflicht für den Arbeitnehmer, dem zuzustimmen. Die Praxis sieht m.W. meist so aus,daß die auf dem Stundenkonto angesammelten Stunden "verbraucht" werden und man dann rausgeschmissen wird,wenn noch kein neuer Einsatz in Sicht ist..

Kommentar von Mikkey ,

Die Praxis perfekt erklärt, DH

Antwort
von SBerater, 36

das kann dir nur der Arbeitgeber oder dein Vertrag sagen. Dort ist geregelt, wann bezahlt wird und wie das mit fehlenden Einsätzen ist.

Es mag sein, dass aus Stundenbasis bezahlt wird, auf Monatsbasis, auf tats. gearbeitete Stunden, auf .....


Gängige Praxis sind Zeitkonten, auf die abgerechnet wird. Dort gibt es Über- und Unterstunden. Und entsprechend erfolgt die Bezahlung bzw. eine Endabrechnung bei Ende des Vertrages.

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