Frage von mregine,

Krankheitskosten als außergewöhnliche Belastung, zumutbare Belastung

Kann denn jemand einschätzen, wie es momentan mit der Anerkennung von Krankheitskosten unterhalb der "zumutbaren Belastung" steht? Überhaupt angeben oder nicht, Einspruch einlegen oder nicht, wie stehen die Chancen?

Anscheinend läuft noch ein Verfahren vor dem Finanzgericht Sachsen und auch eins vor dem BFH: http://www.iww.de/wiso/alle-steuerzahler/aussergewoehnliche-belastung-zumutbare-.... Andererseits scheint es mir soviele Urteile zu geben, die die zumutbare Belastung aufrecht erhalten haben, dass es mir sinnlos vorkommt. Aber ich muss zugeben, dass ich als Nicht-Jurist nicht ganz durchsteige.

Es geht mir um "echte" Krankheitskosten wie Zuzahlungen, Medikamente auf Privatrezept,... Nicht um Zweibettzimmer oder Chefarztbehandlungen.

Antwort vom Steuerberater online erhalten
Anzeige

Schnelle und günstige Hilfe für Ihre Steuerfrage. Kompetent, von geprüften Steuerberatern.

Experten fragen

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von 100wolfe,

Selbstverständlich kann aufgrund des derzeitig anhängigen BFH-Verfahrens ein Einspruch gegen den ergangenen ESt.-Bescheid innerhalb eines Monats eingelegt werden und RDV (Verfahrensruhe) bis zur höchstrichterlichen Entscheidung beantragt werden. Bei den Finanzämtern häufen sich u.a. derzeit die Einsprüche wegen des Sachverhalts. M.E. sind allerdings die Erfolgsaussichten eher gering, da mir und anderen Kollegen die Verfahrensbegründung recht dürftig erscheint. Doch: wer sich nicht wehrt (Einspruch einlegt) geht auch im Fallle einer evtl. doch positiven Entscheidung leer aus u n d das Ganze kostet ja nix.

Antwort
von Gaenseliesel,

Hallo, also ich kenne es bisher nur so : um generell Krankheitskosten über die Steuer zurück zu bekommen, muss erst einmal die zumutbare Belastung erreicht sein. Alles was an Kosten darüber angefallen ist, wirkt sich steuermindernd aus.

Du kannst die angefallenen Kosten ja erst einmal angeben. Je nachdem wie der Bescheid ausfällt nutzt du diesen, deinen Link. Unter PRAXISHINWEIS stehen die Quellen für den Einspruch, falls in dem Festsetzungsbescheid nicht ohnehin eine diesbezügliche Vorläufigkeitserklärung vermerkt sein sollte und wartest auf die Entscheidung des BFH. Ich bin aber auch nicht vom Fach, sind lediglich meine Gedanken dazu. K.

Antwort
von FREDL2,

Kann denn jemand einschätzen, wie es momentan mit der Anerkennung von Krankheitskosten unterhalb der "zumutbaren Belastung" steht?

Genauso wie immer. Unter der zumutbaren Belastung ist die Belastung zumutbar und somit steuerlich nicht relevant - egal ob sie Deiner Definition von echt oder unecht entsprechen.

Kommentar von FREDL2 ,

entsprechen natürlich nicht. Entspricht heisst das.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community