Frage von Binchen1980a,

Krankenversicherungsbeitrag während Elternzeit (freiwillig GKV)

Hallo zusammen, mein Mann und ich befinden uns in folgender Situation:

Ich bin Angestellte und seit 2012 "freiwillig" in der GKV versichert da mein Jahreseinkommen über der Pflichtversicherungsgrenze von 50.850,00€ liegt. Auch 2013 wird mein Einkommen die dann entsprechende Grenze übersteigen und ich bleibe somit "freiwillig" in der GKV versichert. Mein Ehemann ist selbständig und privat krankenversichert. Zusätzlich zu meinem Vollzeitjob arbeite ich seit einigen Jahren noch als Aushilfe auf 400€ Basis in der Firma meines Mannes. Wir bekommen in 2013 unser 1. Kind, ich werde 1 Jahr Elternzeit in Anspruch nehmen.

Laut der Auskunft meiner Krankenversicherung bin ich während der Elternzeit leider beitragspflichtig in der GKV. Die Höhe des Beitrages bemisst sich an der Einkommenshöhe meines Mannes. Da dieser mit ca. 100.000 € recht gut verdient, wäre der Maximalbeitrag fällig, also ca. 600€ monatlich!

Nun meine Frage: Welche Möglichkeiten gibt es, für mich wieder eine pflichtversicherung in der GKV auszulösen, so dass eine beitragsfreiheit entsteht und ich während der Elternzeit nicht die 600€ Beitrag aufbringen muss?

Können wir das Problem dadurch lösen, dass mich mein Mann während der Elternzeit in seiner Firma nicht auf 400€ Basis sondern als geringfügig Beschäftigte mit monatlich z.B. 500€ einstellt? Wird dadurch eine Versicherungspflicht ausgelöst? Wenn ja, zu welchem Zeitpunkt müssen wir auf die geringfügige Beschäftigung umstellen? Vor der Elternzeit, vor dem Mutterschutz oder bei Beginn der Elternzeit?

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Antwort
von barmer,

Hallo,

ich stimme alphabet zwar zu, was ihre Ansicht über das Sozialverhalten von Gutverdienern betrifft.

Aber beantworten kann ich die Frage trotzdem. Eine Beschäftigung vor dem Mutterschutz würde keine Versicherungspflicht auslösen, da aufgrund der Hauptbeschäftigung schon die JAEG überschritten wird. Nach dem Mutterschutz könnte eine Teilzeittätigkeit aufgenommen werden, die dann ab 401 EUR Versicherungspflicht auslöst. Allerdings werden solche Konstruktionen von Krankenkasse und Finanzamt durchaus liebevoll auf Ernsthaftigkeit geprüft.

Und nicht vergessen, das Kind privat zu versichern (oder mit eigenem Beitrag gesetzlich).

Antwort
von alphabet,

Hallo, wer soviel Familieneinkommen hat will soch auch noch vor den Beiträgen zur Krankenversicherung drücken? Alleine durch Dein Einkommen solltest Du mehr als genug Elterngeld bekommen, wovon Du die Beiträge ebenso zahlen kannst.

Es gibt viele Familien, die mit einem Bruchteil dessen, was Ihr verdient auch brav Ihre Abgaben zahlen - was auch richtig so ist.

Gruß alphabet

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