Frage von goldie1, 6

Krankenversicherung des Kindes bei welchem Elternteil?

Nachwuchs steht an. Ich bin mit der werdenden Mutter nicht verheiratet. Wie ist in so einem Falle das Thema Krankenversicherung gelöst?

Ich bin in der PKV, sie in der GKV. Haben wir freie Wahl oder wird zwingend bei der Mutter versichert?

Antwort
von Hanseat, 2

Hallo, Sie haben die Wahl. Entscheidend ist aber dass Sie nicht verheiratet sind, denn - letzter Satz ! Ist ein Elternteil privat und ein Elternteil gesetzlich versichert, kann das Kind privat oder gesetzlich versichert werden. Die beitragsfreie Familienversicherung ist für das Kind allerdings nicht möglich, wenn der privatversicherte Elternteil mehr als der andere verdient und ein Einkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze hat (2014: 53.550 Euro). In diesem Fall muss für das Kind ein monatlicher Beitrag gezahlt werden. Sind die Eltern nicht verheiratet, gilt diese Einschränkung nicht.

Wenn Sie Ihr Kind orivat versichern wollen, so beachten Sie bitte die Regelungen für die Kindernachversicherung gem. § 198 (1) VVG: (1) Besteht am Tag der Geburt für mindestens einen Elternteil eine Krankenversicherung, ist der Versicherer verpflichtet, dessen neugeborenes Kind ab Vollendung der Geburt ohne Risikozuschläge und Wartezeiten zu versichern, wenn die Anmeldung zur Versicherung spätestens zwei Monate nach dem Tag der Geburt rückwirkend erfolgt. Diese Verpflichtung besteht nur insoweit, als der beantragte Versicherungsschutz des Neugeborenen nicht höher und nicht umfassender als der des versicherten Elternteils ist.

VG,

Antwort
von Bernd23, 1

Eigentlich müsste ich noch wissen, ob sie auch beihilfeberechtigt sind. Wenn sie im öffentlichen Dienst sind, haben sie für Kinder nur einen 20%-Anteil an den Beiträgen für ein Kind zu zahlen. Die anderen 80 % übernimmt die Beihilfe. Diese relativ geringe Anteil an den KV-Kosten legt es sicherlich nahe, die Variante PKV zu wählen, einfach auch weil die Leistungen im Regelfall wesentlich besser sind.

Die Frist, bei der die PKV ein Kind übernehmen muss, liegt meines Erachtens nicht bei zwei Monaten, sondern bei zwei Wochen. Ich sage das deswegen, nicht um ihnen und ihrer Lebensgefährtin die Freude auf dieses Kind zu nehmen, sondern weil auch der unglückliche Fall eintreten könnte, dass ihr Kind behindert sein könnte. Und das sieht man nicht unbedingt am ersten Tag. Dass kann möglicherweise dauern. Eine Chromosomenanalyse braucht ihre Zeit. Dann ist diese Frist überschritten und eine PKV braucht das Kind nicht mehr zu nehmen. Also praktisch am ersten oder zweiten Tag die Krankenversicherung abschließen, um auf Nummer sicher zu gehen.

Kommentar von Hanseat ,

Bitte äußern Sie sich zukünftig nicht mehr zu Themen von denen Sie offensichtlich Nichts verstehen. Mit solchem Blödsinn (s.o.) verunsichern Sie die Fragesteller und es ist auch noch tendenziell gefährlich (insbesondere Ihr zweiter Absatz ist völlig daneben) ! 1. Von Beihilfe ist überhaupt nicht die Rede und Ihre pauschalen Aussagen (80 % Beihilfeanspruch für Kinder, Leistungen wesentlich besser) sind falsch. Das hängt u.a. vom Beihilfeträger und von dem privaten Restkostentarif ab. 2. VVG § 198 (1) !!! Wer lesen kann, ist im Vorteil. Es geht hier um die Kindernachversicherung, da meldet man das Kind einfach nur an. Ich gehe hier jetzt nicht auf den Passus "... ab Vollendung der Geburt..." ein, da gibt es Kollegen die das für u.U. problematisch halten, ich habe da eine andere Meinung. Trotzdem findet man in den Bedingungen bei vielen Versicheren sogar noch den Zusatz dass angeborene Schäden usw. mitversichert sind.

Antwort
von barmer, 1

Hallo,

freie Wahl, solange man nicht verheiratet ist. Genauer: die beitragsfreie Familienversicherung besteht per Gesetz, eine PKV wäre eine Doppelversicherung.

Viel Glück

Barmer

Antwort
von Underfrange, 1

Sie haben freie Wahl.

Was ist in Zukunft geplant? Eheschließung oder weiterer Nachwusch? Was hat die Mutter vor, bleibt sie zu Hause, wie lange oder geht sie schnell wieder arbeiten?

Allerdings ist das Kind bei der Mutter kostenlos versicherbar während eine PKV Geld kostet. Ihnen steht frei eine PKV abzuschließen und dem Kind so vielleicht eine bessere und teurere Versorgung sicherstellen zu können.

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