Frage von heikrue 29.03.2012

Krankenversicherung bei 400,-€-Job

  • Hilfreichste Antwort von alfalfa 29.03.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Also: Du bist mit einem Beamten verheiratet. Damit bist Du beihilfeberechtigt. Und somit kannst Du auch in die PKV. Je nach Beihilfesatz (hängt vom Bundesland ab) musst Du nur in der PKV den Betrag absichern, der erforderlich ist, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen. Das bedeutet, dass Du nur 20-30% des Betrages einer PKV bezahlen musst, wie bei einer PKV Vollabsicherung.

    Doch Achtung: Nur innerhalb der ersten 6 Monate muss Dich die PKV aufnehmen ohne Gesundheitsprüfung. Hast Du diese Frist versäumt, musst Du Gesundheitsfragen beantworten. Und auf der Basis entscheidet die PKV ob sie deinen Antrag annimmt oder nicht. Einen Tipp gebe ich Dir. Wenn Du diesen Weg gehst, dann rede mit dem Versicherungsvermittler auch über eine Anwartschaft.

    Warum? Wenn Du keine Anwartschaft hast - und das Leben kann manchmal dumm laufen - und Du lässt Dich mit Mitte 50 scheiden, dann wirst du zu dem Zeitpunkt so behandelt, als wenn Du mit Mitte 50 neu eintrittst in die PKV. Und das ist schlichtweg unbezahlbar. Eine Anwartschaft kostet als kleine Anwartschaft einen einstelligen Euro Betrag im Monat (kleine Anwartschaft) und mit Bildung von Rückstellungen - je nach Gesellschaft und Leistungsumfang des Tarifes ca 30 % der Kosten eines Vollvertrages.

    Wenn Du den Weg gehst, lass Dich bitte von einem Makler beraten und folge nicht dem Debeka oder HUK Herdentrieb. Denn die PKV Verträge haben zum Teil ganz böse Lücken.

    Wenn Dir das alles zu kompliziert ist und Du in der GKV bleiben willst, dann wird die GKV den monatlichen Beitrag so berechnen, dass Sie 50% des Einkommens Deines Mannes Dir anrechnen wird. Das bedeutet, Deine 400 € plus 50 % Einkommen Deines Mannes ist die Berechnungsgrundlage für die 15,5 % GKV Beitrag. Und so kommt die GKV auf die 325 €, weil Sie nämlich annimmt, dass Dein Mann im Jahr 50850 € verdient. Klingt komisch, ist aber die Gesetzeslage.

    Fazit: Wenn Du Dich PKV absicherst bist Du deutlich unter den 325 € aber mit einem deutlich besseren Leistungsniveau. Doch bitte: Anwartschaft nicht vergessen und nicht dem Herdentrieb (Debeka/HUK) folgen, sondern sich ganz umfangreich über die Leistungen des PKV Vertrages beraten lassen.

    Ich kenne keine Beamtengattin, die nicht den PKV Weg beschritten hat. Denn die Argumente preiswerter als GKV plus deutlich bessere Leistungen lassen sich nicht von der Hand weisen.

  • Antwort von Rentenfrau 31.03.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Liebe heikrue, der 400-Euro-Job hat mit der Erhöhung Deines Krankenversicherungsbeitrages nur bedingt zu tun. Bei freilwilliger Versicherung wird das Einkommen Deines Ehemann zu 50 % angerechnet, und das erhöht den Beitrag sehr (siehe Antwort von alfalfa). Du hast 3 Möglichkeiten: zahle den Beitrag so, oder wechsle in die private Krankenkasse, wo Du durch Deinen Mann (Beamten) auch Beihilfeanspruch hättest (aber achtgeben, der Weg zurück in die gesetzliche Krankenkasse wäre dann ab 55 J für immer verbaut), rede mit Deinem Arbeitgeber, ob er Dir die Arbeiststunden nicht etwas aufstocken kannst, dann ab Gehalt von 400,01 Euro wärst Du sozialversicherungspflichtig beschäftigt und würdest nur sehr wenig Beitrag in der gesetzlichen Krankenkasse zahlen, darüber hinaus wärst Du dann auch in der Renten- und Arbeitslosenversicherung pflichtversichert.

  • Antwort von Tina34 29.03.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Lehrer bekommen "Beihilfe" wenn mich nicht alles täuscht. Du solltest dich von der privaten KV deines Mannes beraten lassen wegen der Versicherung.

    Ansonsten rede mit deinem AG er soll dich auf 400,01 € anmelden, du bekommst dann weniger aber bist Renten/Kranken und Arbeitslosen versichert.

  • Antwort von pibie 29.03.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    du solltest ein wenig mehr verdienen! ein euro reicht schon aus, dann kannst du in der gkv versichert werden.

  • Antwort von Snooopy155 29.03.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Hier ist irgendetwas bei der Beitragsberechnung nicht richtig gelaufen, denn Dein Einkommen liegt unter dem fiktifen Mindesteinkommen (derzeit liegt das bei bei 875 €).

    *"Im Jahr 2012 gelten folgende Werte:

    Das Mindesteinkommen für sonstige freiwillig Versicherte in der GKV beträgt im Jahr 2012 875 Euro. Wer so eingestuft ist, zahlt im Jahr 2012 monatlich 130,38 Euro. 2011 kostete die Krankenkasse mindestens 126,90 Euro. Das sind meist Personen ohne Einnahmen, zum Beispiel Studierende, die eine studentische Krankenversicherung nicht mehr wählen dürfen."*
    

    Sprich bei Deiner Krankenkasse einfach mal vor.

  • Antwort von robinek 29.03.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Solltest Du 400,01€ verdienen wäre der Beitrag geringer! Wäre Dein Mann in einer gesetzlichen Krankenkasse könntes Du dort mit aufgenommen werden. Fragt doch bei der privaten Kasse nach ob es eine für Dich günstige Möglichkeit gibt

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