Frage von Heathen, 295

Krankenkassenbeiträge zur gesetzlichen Versicherung bei Auszahlung einer Direktversicherung, die als Privatversicherter angespart wurde?

Ich besitze eine Direktversicherung und bin privat krankenversichert. In Kürze werde ich arbeitslos, sodass ich wieder gesetzlich versichert bin bzw. sein kann. Fallen trotz der Ansparphase als Privatversicherter, Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung an, wenn die Auszahlung als gesetzlich Versicherter erfolgt? Ich möchte wissen, ob es sich lohnt diese Direktversicherung aufzulösen oder ggf. in Eigenregie weiter zu führen.

Vielen Dank. Heathen

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Antwort
von RHWWW, 250

Hallo,

gibt es eine einmalige Auszahlung oder eine monatliche Auszahlung?

Gesetzlich versichert als Arbeitnehmer oder als Arbeitslosengeldbezieher?

Gruß

RHW

Kommentar von LittleArrow ,

gibt es eine einmalige Auszahlung oder eine monatliche Auszahlung?

Das ist je nach Deiner Antwort noch festzulegen.

Gesetzlich versichert als Arbeitnehmer oder als Arbeitslosengeldbezieher?

Hierzu las ich:
"In Kürze werde ich arbeitslos, so dass ich wieder gesetzlich versichert bin bzw. sein kann. Fallen trotz der Ansparphase als Privatversicherter, Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung an, wenn die Auszahlung als (arbeitsloser!) gesetzlich Versicherter erfolgt?"

Kommentar von Heathen ,

Es geht grundsätzlich darum, ob bei Auszahlung überhaupt Beiträge in die gesetzliche Krankenversicherung anfallen, da ich ja als privat Versicherter eingezahlt habe. Bei der Auszahlung wäre ich dann gesetzlich versichert aber nicht zwangsläufig arbeitslos. Ich würde, wenn überhaupt, die Direktversicherung nur selbst weiter besparen oder beitragsfrei stellen.

Die Auszahlung der Rente wäre dann monatlich zum Beispiel. 

Gegenwärtig tendiere ich dazu, die Versicherung als privat Versicherter zu kündigen und den Rückkaufswert zu bekommen.

Kommentar von RHWWW ,

Hallo Heathen,

die Direktversicherung ist grundsätzlich beitragspflichtig:

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__229.html

Die Art der Krankenversicherung zu den Zeiten der früheren Beitragszahlung ist ohne Bedeutung. 

Ggf. ist die Direktversicherung nur teilweise oder gar nicht beitragspflichtig. Das hängt von der Höhe der vorrangig beitragspflichtigen Einnahmen ab. Einnahmen sind nur beitragspflichtig bis zur Beitragsbemessungsgrenze (2016: 4687,50 Euro monatlich).

Gruß

RHW

Antwort
von LittleArrow, 187

Bei der Direktversicherung wurden viele Beschäftigte durch rückwirkende Regeländerungen im Jahr 2004 vom Parlament (auf Initiative der gesetzlichen Krankenkassen und Arbeitgeberverbände) geleimt. Die damaligen zustimmenden Parlamentarier waren offenbar zu doof, um den Schaden für die damaligen Direktversicherten zu erkennen und abzuwenden.

Eine Kündigung ist nicht möglich und die Weiterführung in Eigenregie hilft Dir nicht für die bereits vergangenen Beitragsjahre, wie ich in diesem Artikel gelesen habe:

http://www.welt.de/finanzen/verbraucher/article153721036/Die-boese-Ueberraschung...

Dein Handlungsziel sollte die Aufrechterhaltung der privaten Krankenversicherung sein und während der Zeit, die Direktversicherung auszahlen zu lassen.

Kommentar von LittleArrow ,

Hier noch mehr zum fehlenden Kündigungsrecht:

http://www.finanztip.de/direktversicherung-ruekkaufswert/

Antwort
von barmer, 171

Hallo, auf die Beitragspflicht hat es keinen Einfluss, wie man früher mal versichert war.  Ob sich die Fortführung lohnt, hängt von vielen Details ab (z.B, Jahr des Abschlusses wg. Zinssatz und Steuerfreiheit). Der Teil der DV, der auf die Zeit mit eigener Versicherungsnehmereigenschaft entfällt, ist später beitragsfrei.

Viel Glück

Barmer

Kommentar von Hanseat ,

"Der Teil der DV, der auf die Zeit mit eigener Versicherungsnehmereigenschaft entfällt, ist später beitragsfrei."

Aber doch nur wenn er / sie es in die KVdR schaft, will sagen als Rentner pflichtversichert ist.

Kommentar von barmer ,

ja, korrekt. Und das ist ja hier eher unwahrscheinlich.

Antwort
von Angelsiep, 134

Ich nehme stark an, daß du die Beiträge zahlen mußt.

Bei mir war es so, daß ich in der Beitragsphase in der GKV versichert war,

aber über der Beitragsbemessungsgrenze verdient habe, also in dieser Zeit auch keine Beiträge hätte zahlen müssen.

Nach der Auszahlung als Rentner war mein Einkommen unter

der Beitragsbemessungsgrenze und ich mußte zahlen.

Auf meinen Einspruch wurde mir mitgeteilt, daß es entsprechende Urteile gebe, die das absegnen.

Antwort
von Hanseat, 120

Ja, der KV-Status bei Auszahlung ist entscheidend.

Bist Du GKv-versichert, werden min. auf die Auszahlungen die sich aus der Zeit der DV generieren, GKV-Beiträge fällig.

Wenn Du nicht pflichtversicherter (KVdR) sondern freiwillig versicherter Rentner bist, werden aber auch auf die Leistungen die sich aus den privat eingezahlten Beiträgen ergeben, KV-Beiträge fällig.

Guck Dir mal die Voraussetzungen für die KVdR an.

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