Frage von jowaku, 670

Wie verhält es sich bei der gesetzlichen Krankenkasse mit der Einkommensgrenze bei der Familienmitversicherung?

Hallo zusammen,

bei der Krankenkasse gilt für die Familienversicherung eine Grenze von 415 €/Monat (2016). Zu den EInkünften zählen außer dem Gewinn einer selbstständigen Tätigkeit auch Zinsen. Stimmt es, dass man davon erst mal den Sparerfreibetrag (801 € abziehen kann?

Schönes Neues Jahr Euch allen!

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Antwort
von RHWWW, 531

Hallo,

in § 10 SGB V sind die Voraussetzungen für die kostenlose Familienversicherung genannt. Das Gesamteinkommen ist nach § 16 SGB IV als die Summe der Einkünfte im Sinne des Einkommensteuerrechts definiert.

Hier sind die genauen Einzelheiten beschrieben:

http://www.vdek.com/vertragspartner/mitgliedschaftsrecht\_beitragsrecht/familien...

Im Rahmen der Einkünfte aus Kapitalvermögen werden ab dem 1. Januar 2009 der bisherige Werbungskosten-Pauschbetrag nach § 9a EStG a. F. und der bisherige Sparer-Freibetrag nach § 20 Abs. 4 EStG a. F. zu einem einheitlichen Sparer-Pauschbetrag nach § 20 Abs. 9 EStG zusammengefasst. Alleinstehende können einen Sparer-Pauschbetrag in Höhe von 801,00 EUR, Verheiratete in Höhe von 1.602,00 EUR einkommensmindernd in Abzug bringen. Der Abzug der tatsächlichen Werbungskosten ist ausgeschlossen.

801 bzw. 1602 Euro können pro Kalenderjahr von den Zinsen abgezogen werden.

-> Punkt 2.1.2 des o.g. Links

Gruß

RHW

 

 

Kommentar von jowaku ,

Oh, das ist jetzt aber das Gegenteil von dem, was die anderen geschrieben haben.^^ Was stimmt denn nun?

Was ist aktuell Sache? Dein Link ist Text von 2008.

Kommentar von RHWWW ,

Ja, das Rundschreiben ist vom 24.10.2008. Es wird aber aktuell von den Krankenkassen weiter angewandt. Es gibt kein neueres Rundschreiben zumThema Gesamteinkommen. Die Seite des vdek wird regelmäßig gepflegt und veraltete Links werden durch neue Rundschreiben ersetzt. Im Steuerrecht gab es seit dem 1.1.2009 keine gravierenden Änderungen mehr zum Einkommensteuerrecht bei Kapitaleinkünften (die Änderungen zum 1.1.2009 sind in das Rundschreiben aus 2008 bereits eingearbeitet). 

Meine Aussage ist korrekt und gültig.

Kommentar von jowaku ,

> Meine Aussage ist korrekt und gültig.
Das hoffe ich ja auch.  :-)

Die Telefonauskunft der AOK behauptet aber, dass die 80,00 € nicht abgezogen werden.

Kommentar von RHWWW ,

Ich würde einen Fragebogen zur Familienversicherung ausfüllen (falls noch nicht passiert) und bnei Einkommen auf eine beigefügte Anlage verweisen. Dort dann die Rechnung wie oben angegeben machen und auf das Rundschreiben verweisen. Auf jeden Fall eine schriftliche Entscheidung der Krankenkasse (positiv oder negativ) anfordern. Falls die Krankenkasse die Familienversicherung ablehnen sollte, ist die Kasse "begründungspflichtig" und muss auf die vom Versicherten genannten Argumente eingehen.

Antwort
von Rentenfrau, 466

Hallo jowaku, bei der Einkommensgrenze der gesetzlichen Krankenkasse für die kostenlose Familienmitversicherung gilt der Betrag pur, Du darfst hier (leider) den steuerrechtlichen Freibetrag nicht abziehen. Wenn der Partner dann über der Grenze liegt, müßte er sich freiwillig absichern.

Kommentar von jowaku ,

@ Rentenfrau: RHWWW schreit dazu das Gegenteil. Was nun?

Antwort
von Rat2010, 388

Nein, das stimmt leider nicht.

Der Sparerfreibetrag hat nur steuerrechtlich, nicht aber sozialversicherungsrechtlich Relevanz, auch wenn das früher mal strittig war.

Antwort
von jowaku, 415

Danke für die Antworten!

Im Internet steht es aber häufig (noch) anders. Wann wurde das denn geändert, bzw. auf den heutigen Stand festgelegt?

Kommentar von jowaku ,

... und wo kann man das dann mal exakt (Gesetz, ...) nachlesen?

Kommentar von gammonwarmal ,

Dann füge doch einfach einmal den Internetlink hier ein. Das wissen wir, wovon Du redest!

Kommentar von jowaku ,

Beim Googeln mit
   familienversicherung einkunftsgrenze sparerfreibetrag
kommt z. B. http://www.frag-einen-anwalt.de/Krankenkasse,-Kapitaleinkuenfte,-Familienversich... (dort siehe unten) und viele andere Fundsachen lt. denen der Sparerfreibetrag abgezogen werden kann - ist aber alles älter als 2010.

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