Frage von dorislook,

Krankenkasse Bemessungsgrenze f. freiw. Versicherte Rentnerin

Ich bin Rentnerin freiwilliges Mitglied der BEK. Muss ich meine Kapitalerträge und die meines Mannes (er ist Mitglied. einer priv. Krankenkasse) der Kasse mitteilen?

Antwort
von RHWWW,

Hallo,

bei den jährlichen Anfragen der Krankenkasse sind bei freiwilligen Mitgliedern alle Einnahmen anzugeben.

Die meisten sind als Rentner aber pflichtversichert, da sie in der 2. Hälfte des Beruflebens in der GKV versichert waren (also keine längeren Zeiten in der PKV bzw. im Ausland waren).

Bei freiwillig Versicherten sind auch alle Einnahmen des Ehegatten zu berücksichtigen, wenn dieser in der PKV versichert ist. Dann werden ggf. die Einnahmen beider Ehegatten addiert und dann halbiert.

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__240.html -> Absatz 5

Gruß

RHW

Antwort
von gammoncrack,

Auszug aus der Beschreibung bei Wiki:

Die gesetzliche Krankenversicherung bietet auch die Möglichkeit, sich freiwillig zu versichern (§ 9 SGB V bzw. § 6 KVLG 1989). Das gilt insbesondere für Personen, die aus einer Pflichtversicherung oder Familienversicherung ausgeschieden sind, z. B. ein ehemaliger Angestellter, der sich selbständig gemacht hat. Die Beitragsberechnung unterscheidet sich von der bei Pflichtversicherten. Bei Letzteren wird zur Ermittlung des Versicherungsbeitrages nur das Arbeitsentgelt herangezogen, bei freiwillig Versicherten zusätzlich zum Gewinn auch Einnahmen aus Kapitalvermögen (z. B. Zinsen, Dividenden), Vermietung und Verpachtung und in gewissem Umfang auch Renten. Wurde eine selbstständige Tätigkeit aufgenommen, die durch einen Gründungszuschuss gefördert wird, wird auch der Gründungszuschuss abzüglich einer Pauschale zur sozialen Sicherung zur Beitragsberechnung herangezogen.

Die Einnahmen Deines Mannes wohl nicht.

Kommentar von barmer ,

wenn er privat versichert ist, schon !

Kommentar von gammoncrack ,

Hmm, ich habe die Frage so verstanden, ob sie das ihrer Krankenversicherung melden muss. Wenn der Ehemann Kapitalerträge hat, warum muss sie das melden? Das erschließt sich mir nicht ganz. Ich lasse mich aber gerne klüger machen.

Antwort
von barmer,

Ja !

Bei freiwilligen Mitgliedern sind alle Einkünfte zu berücksichtigen. Und dazu gehören auch Kapitaleinkünfte.

Auch das Einkommen des Ehegatten wird berücksichtigt, wenn er privat versichert ist. Massgeblich für die Beitragsberechnung ist in diesem Falle vermutlich die Hälfte des Gesamteinkommens von beiden.

Viel Glück

Barmer

Antwort
von MadRampage,

das kommt drauf an, wie Du in der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) versichert bist:

  • nur als pflichtversichertes Mitglied werden für die KV-Beiträge allein die gesetzl. Rente plus betriebl. Rente genommen

  • als freiwilliges Mitglied sind alle Deine Einkünfte, auch Private Renten (Riester), Kapitaleinkünfte usw. relevant und der Krankenkasse mitzuteilen.

siehe dazu http://www.vz-nrw.de/Krankenversicherung-der-Rentner

Fazit: Es zählen also alle Deine Einkünfte, die Einkünfte Deines Manns spielen keine Rolle

Kommentar von barmer ,

wenn er privat versichert ist, schon !

Kommentar von MadRampage ,

danke für den Hinweis

Antwort
von LittleArrow,

Hier findest Du die für Dich gültigen Bestimmungen des GKV-Spitzenverbandes:

http://www.gkv-spitzenverband.de/media/dokumente/krankenversicherung_1/grundprin...

Das Dokument ist leider etwas umfangreicher geraten, aber dafür hast Du den vollen Durchblick!

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