Frage von muni1, 21

Kann ich etwas gegen die nicht erhaltene Kündigung der Krankenhauszusatzversicherung tun?

Guten Tag! Ich hatte jahrenlang eine Krankenhauszusatzversicherung. Da ich nicht bemerkt hatte, dass der Dauerauftrag beendet war, sind mehrere Beiträge nicht überwiesen worden. Ich habe keine Mahnung bekommen. Irgendwann kam ein Schreiben vom Rechtsanwalt mit der Aufforderung zu zahlen. Ich zahlte alle rückständigen Beiträge und rief bei der Versicherung an. Von der Versicherung hatte ich kein Schreiben bekommen. Ich fragte, ob jetzt der Schutz weiterhin bestünde und man sagte mir, wenn ich jetzt weiterhin zahle, ist alles in Ordnung. Jetzt habe ich eine Gutschrift auf mein Konto von der Versicherung. Ich habe dort angerufen und man sagte mir, dass ich seit 2 Jahren nicht mehr versichert wäre. Ich habe kein Schreiben bekommen. Sie sagen aber, sie hätten mir vor 2 Jahren ein Kündigungsschreiben zugesendet und in diesem Jahr noch eins. Ich habe keins der beiden bekommen. Ich kann nur ein Neuantrag stellen, wurde mir gesagt. Kann ich irgendwas gegen die Kündigung tun?

Antwort
von Kevin1905, 15

Die Zustellung einer Mahnung und dementsprechend den Eintritt des Verzugs muss der Absender der Mahnung im Zweifel darlegen können, ebenso eine ggf. ausgesprochene außerordentliche Kündigung.

Kann ich irgendwas gegen die Kündigung tun?

Klage anstreben. Wenn die Versicherung die Zusendung der Kündigung nicht beweisen kann, stehen deine Chancen gut. Wenn doch, hast du Pech.

Alternativ den Ombudsmann anrufen.

Antwort
von FinanzberaterTF, 11

Ich weiche jetzt mal von deiner Fragestellung ab und bitte dich, dir mal zu überlegen, für was du eine Krankenhauszusatzversicherung brauchst.

In meiner Tätigkeit als freier Finanzberater stelle ich immer wieder fest, dass viele "Kollegen" den Leuten diesen Mist schmackhaft machen und mit verkaufen, wodurch sie selbst wiederum natürlich etwas mehr Geld an dem Kunden verdienen können. Ob das den Bedarf des Kunden deckt wage ich mal zu bezweifeln.

Das beliebteste Argument dafür: Telefon- und TV-Kosten, die im Krankenhaus anfallen. Ich gebe also Monat für Monat ein paar Euro dafür aus, dass ich für den Fall, dass ich mal ins Krankenhaus komme, im besten Fall ein paar Hundert Euro zusätzlich bekomme.

Das ist "nice to have", aber bringt mich das wirklich - finanziell - um, wenn ich dieses Geld nicht bekomme? Eine Versicherung ist immer mit Kosten verbunden und ist daher zur Absicherung existenzieller Risiken wie Haftpflichtschäden, Berufsunähigkeit, Krankheit etc. unverzichtbar.

Eine Krankenhauszusatzversicherung dagegen ist auf einer Ebene mit Brillenversicherung und Handyversicherung zu betrachten. Schön wenn ich im Schadenfall einige Hundert Euro bekomme, aber dafür jeden Monat Geld ausgeben? Nein Danke.

Beste Grüße

TF

Kommentar von barmer ,

Offenbar kennt der Finanzberater TF den Inhalt einer Krankenhauszusatzversicherung nicht. Der wesentliche Inhalt sind nicht die Telefonkosten und auch nicht das Zweibettzimmer, sondern die privatärztliche Behandlung. Und die kann schon sehr wesentlich sein, denn dass wir hier eine Zweiklassenmedizin haben, ist nicht zu bestreiten. Hier kommt hinzu, dass dem Fragesteller erhebliche Alterungsrückstellungen velorengegangen sein dürften, ein Neuvertrag ist vielleicht kaum zu bekommen.

Kommentar von Hanseat ,

Toller Finanzberater, woher wissen Sie denn dass es sich um eine Krankenhaustagegeldversicherugn handelt ? Denn nur dann würden Ihre Kommentare, so subjektiv sie auch sein mögen, zutreffen.

Es kann sich genauso um eine stationäre Zusatzversicherung handeln, dann - siehe barmer.

Also nicht einfach mal über andere Kollegen herziehen sondern vorher vielleicht mal nachfragen.

Kommentar von Apolon ,

Als freier Finanzplaner und Versicherungsmakler bin ich Teil einer kleinen 7-köpfigen Bürogemeinschaft in Frankfurt/Main.

Mit einem ganzheitlichen Beratungsansatz bin ich daran interessiert, meine Kunden lebenslang und über die verschiedenen finanziellen Entscheidungen hinweg zu begleiten.

Um diesen Bedarf abzudecken, ist eine ganzheitliche Beratung unerlässlich. Diese umfasst:

Personenrisiken (Berufsunfähigkeit, Krankheit, Todesfallschutz, etc.)

So etwas steht auf der Vika unseres angeblich fachkundigen FinanzberaterTV.

Ich frage mich nur was er unter einer ganzheitlichen Beratung in Punkto Krankheit versteht.

Scheinbar ist er noch in der Ausbildung und hat im Zusammenhang zu Absicherungen im Krankheitsfall keinen Schimmer.

Wie mag es nur bei den anderen Versicherungs-Produkten sein.

Aber vielleicht können wir dies bald, auf Grund seiner weiteren Antworten hier im Forum herausfinden.

Kommentar von FinanzberaterTF ,

Wow, man liest ja immer von Shitstorms und wird gewarnt, wie schnell es so etwas einem selbst passieren kann. Jetzt habe ich mal im ganz kleinen am eigenen Leib erfahren, was das bedeutet.  

Ich muss mich für meinen Beitrag entschuldigen.

In der Tat, wie Hanseat richtigerweise vermutet, bezog ich mich natürlich auf das Krankenhaustagegeld. Was den Inhalt meines Beitrags angeht, stehe ich im Zusammenhang mit diesem auch zu der geäußerten Meinung, selbstsverständlich ist diese subjektiv wie jede Meinung dies nunmal ist, aber dieses Forum dient ja auch der Diskussion.

Aber meine Vor- bzw. Nachredner haben natürlich recht, dass dies dem Fragensteller in keiner Weise weiterhilft, da sein Problem ein anderes ist. Ich habe gestern Abend vermutlich durch einen Mix aus Erschöpfung und Verärgerung über das Thema Krankenhaustagegeld etwas voreilig auf Kommentieren geklickt und den Beitrag losgelassen. Während ich normalerweise auch die übrigen Kommentare sorgfältig lese und versuche, in meinen Beiträgen einen Nutzen zu bieten, habe ich hier ohne weitere Kommentare zu lesen meine Meinung kundgetan.

Leider war ich hier gestern etwas unachtsam. Ich entschuldige mich dafür wie gesag recht herzlich und bitte um Nachsicht.

Es ist zwar erschreckend, wie schnell man durch so einen Fehler in Verruf gebracht und einem jegliche Fachkenntnis abgesprochen wird, aber damit muss man wohl leben, wenn man sich auf einer solchen Plattform mitteilt.

Ich hoffe, diesen Antworten mit diesem Beitrag ein Ende zu bereiten, werde meine Senf zukünftig wieder umsichtiger abgeben und wenn die Zeit es zulässt evtl. auch zu diesem Thema noch etwas beitragen, sofern dies nicht schon vollständig von anderen kompetenten Personen erledigt wurde.

Antwort
von barmer, 9

Hallo, leider fehlen hier alle Zeitangaben, denn die sind wichtig. Wenn Du wirklich kein Kü-Schreiben bekommen hast und dann auf eine Aufforderung hin sofort gezahlt hast, wende Dich unter Beifügung der Belege an den Ombudsmann der PKV. Im Gegensatz zu einem Anwalt ist der umsonst und hat Ahnung von den Dingen.

Wenn alles so stimmt, sollte die PKV den Vertrag wieder in Kraft setzen, natürlich unter Nachzahlung der Beiträge.

Viel Glück

Barmer

Kommentar von Mikkey ,

Im Gegensatz zu einem Anwalt ist der umsonst und hat Ahnung von den Dingen

Ich möchte einmal darauf hinweisen, dass es mit absoluter Sicherheit Anwälte gibt, die "Ahnung von den Dingen" haben.

Wenn Du möchtest. dass Deine sicher kompetenten Beiträge ernst genommen werden sollen, solltest Du solche Wendungen nicht anbringen.

Kommentar von barmer ,

Sorry, natürlich gibt es auch Anwälte mit Kenntnissen in Versicherungsrecht (wenn auch nicht die Mehrzahl). Der Gegensatz bezog sich auf Umsonst.

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