Frage von HansSchramm, 166

Kosten Hausverwaltung Verkauf Wohnung

Die Hausverwaltung hat mir Kosten in Höhe von € 121,-- für die Zustimmung zum Verkauf der eigentumswohung gestellt. Sind diese in dieser Höhe berechtigt.

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Antwort
von Thomylee, 166

@ Franzl0503 Hallo, ich kann mir nicht vorstellen, das die WEG Einfluss darauf nehmen darf, an wem die Wohnung veräussert wird.

"Diese Veräusserungsbeschränkung dient bekanntlich dem Schutz vor Eindringen oder Ausdehnen persönlich oder wirtschaftlich unzuverlässiger Gemeinschaftsmitglieder."

Wie bitte kann man einen persönlich oder wirtschaftlich unzuverlässigen (Neu-) Eigegentümer erkennen und wie entscheidet man darüber als persönlich oder wirtschaftlich Unzuverlässig eingestuft zu werden? Zumindest bei einer wirtschaftlichen Unzuverlässlichkeit dürfte es bei der Finanzierung des Kaufpreises des Eigentums Probleme geben. Selbst nach einer positiven Prüfung der wirtschaftlichkeit kann es -ob unverschuldet oder nicht- zu wirtschaftlichen Unzuverlässlichkeiten kommen. Selbiges gilt für die persönliche Zuverlässlichkeit. In beiden Fällen obliegt es den abgewiesenen "Interessenten" bei einer solchen Argumentation eine Prüfung auf Diskreminierung vorzunehmen, was im Erfolgsfall für die WEG teuer werden würde.

Im Übrigen sehe ich ein Mitsprache- und Entscheidungsrecht der Hausverwaltung / WEG bei einem Wohungsverkauf als ein Verfügen über fremdes Eigentum, welches rechtens nicht zulässig ist. Die Hausverwaltung ist wie der Name schon sagt, Verwalter, kein bestimmender Eigentümer.

Kommentar von gammonwarmal ,

Das hat sich vor 14 Monaten erledigt!

Antwort
von imager761, 149

Verkäufer und Erwerber schließen einen Kaufvertrag, an dem die Gemeinschaft bzw. der Verwalter nicht gestaltend mitwirken. Erst nach der erfolgten Beurkundung bekommt der Verwalter den Kaufvertrag mit der Bitte zugestellt, die erforderliche Verwalterzustimmung in notarieller Form zu erteilen.

N. § 21 Abs. 7 WEG war hierfür eine entsprechende Kostentragungspflicht des Veräußerers durch Mehrheitsbeschluss herbeizuführen.

Fehlt es an einer Regelung, ist der Sonderaufwand stets von der Gemeinschaft und nicht vom Veräußerer – geschweige denn vom Erwerber – zu begleichen!

G imager761

Antwort
von Franzl0503, 134

Für Hans von Franz::

Gemäß § 12 WEG kann als Inhalt des Sondereigentums vereinbart werden, dass ein Wohnungseigentümer zur Veräußerung seines Wohnungseigentums der Zustimmung anderer Wohnungseigentümer oder eines Dritten (Anm.: z.B. Verwalter) bedarf.

Diese Veräusserungsbeschränkung dient bekanntlich dem Schutz vor Eindringen oder Ausdehnen persönlich oder wirtschaftlich unzuverlässiger Gemeinschaftsmitglieder.

Der Verwalter hat üblicherweise Anspruch auf Erstattung der Kosten für die Prüfung der Zuverlässigkeit des Erwerbers. Ein Betrag von 121 € scheint mir nicht überzogen zu sein. Vielleicht gibt er dir eine eine Aufschlüsselung.

Dem beurkundenden Notar steht für die Einholung der Genehmigung ebenfalls eine Gebühr zu.

Antwort
von Niklaus, 122

Was wurde im Verwaltervertrag zwischen WEG und HV vereinbart?

Kommentar von Privatier59 ,

Du hast doch hoffentlich nicht bei mir abgeschrieben?!

Kommentar von Niklaus ,

Na ja mein Satz ist schon ein etwas andere aber vom Sdinn her gleich. Da gebe ich dir Recht. Aber als Verwaltungsbeiratsvorsitzender schon seit langer Zeit, sah ich mich bemüßigt eine Antwort abzugeben.

Antwort
von Privatier59, 108

Was hat die WEG denn mit der Hausverwaltung diesbezüglich vereinbart?

Kommentar von Zitterbacke ,

Du weißt, wie Fragen gestellt werden müssen.

Antwort
von robinek, 103

Kosten für Zustimmung für Wohnungsverkauf??? Kannst Du Dich etwas genauer ausdrücken? Bei uns wurde mehrheitlich beschlossen eine Ein- und Auszugspauschale bei Wohnungswechsel vom Verwalter einziehen zu lassen. Ist es sowas?

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