Frage von inTrennung, 12

Kosten für Scheidung bei der Steuer angeben?

kann man die Kosten für eine Scheidung, hier die Anwalts- und Gerichtskosten bei der Steuer angeben und damit seine Steuerlast mindern? Oder ist das Privatvergnügen?

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Antwort
von JoachimWalter, 12

Ja im Rahmen von § 33 EStG - Außergewöhnliche Belastungen - , aber nur wenn die Beträge über der zumutbaren Belastung des Steuerpflichtigen liegen (§ 33 Absatz (3) enthält die verschiedenen % Sätze, die angewendet werden.

Antwort
von Primus, 8

Ja, kann man.

Guckst Du hier:

http://www.steuertipps.de/kinder-familie-ehe/hochzeit-partnerschaft/scheidungsko...

Kommentar von inTrennung ,

Danke!

gut, dass es so ist, aber eigentlich seltsam (finde ich), denn eine Scheidung ist doch sehr "Privatvergnügen" :)

Kommentar von Primus ,

Psssst. ....keine schlafenden Hunde wecken ;-)))

Kommentar von blackleather ,
denn eine Scheidung ist doch sehr "Privatvergnügen"

Das sieht das Gesetz auch so: "Aufwendungen für die Führung eines Rechtsstreits (Prozesskosten) sind vom Abzug ausgeschlossen, es sei denn, es handelt sich um Aufwendungen ohne die der Steuerpflichtige Gefahr liefe, seine Existenzgrundlage zu verlieren und seine lebensnotwendigen Bedürfnisse in dem üblichen Rahmen nicht mehr befriedigen zu können." (§ 33 Abs. 1 Satz 4 EStG)

Die Finanzgerichte nicht. Die sind überwiegend der Auffassung, Scheidungskosten seien außergewöhnliche Belastungen (z.B. FG Rheinland-Pfalz v. 16.10.2014 - 4 K 1976/14; FG München v. 21.08.2012 - 10 K 800/10).

Das letzte Wort wird der Bundesfinanzhof sprechen; dort hängt die Frage jetzt (VI R 16/13; VI R 69/12).

Wenn's dich im Detail interessiert, lies Nieuwenhuis, "Sind Scheidungskosten ab VZ 2013 nicht mehr als außergewöhnliche ­Belastungen zu berücksichtigen?" (DStR 2014, 1701).

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