Frage von rwzipp,

Kosten für Laboruntersuchung

So eine Laboruntersuchung habe ich bei mir machen lassen. Komplettes Blutbild, Kostenpunkt: 75,00 Euro. Wobei ich gesetzlich versichert bin. Ich habe unterschrieben, dass ich dieses will und werde bezahlen. Doch es gibt da zwei Sachen: Ich wurde zum Urulogen überwiesen, der brauchte noch einen Wert: Noch einmal 20.00 Euro. Mit dem Befund über das Blutbild ging ich zum Werksarzt, damit er mein Blut nicht doppelt untersuchen muss. Doch der sagte mir, dass bei Ihm in der Praxis, die gleichen Werte 17,50 Euro kosten; ich habe also aus Unkenntnis 50,00 Euro in den Wind geschrieben. Dies will ich hiermit veröffentlichen und fragen, ob der Preis von 75,00 Euro nicht Wucher ist, wenn es Selbes für 17,50 gibt?

Antwort von gandalf94305,
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Was genau wurde bei dem "kompletten" Blutbild denn gemacht? Die Auflistung der Kosten muss die Positionen nach GOÄ enthalten. Dort sollte etwas stehen wie

  • Beratung, auch telefonisch

  • Blutentnahme venös

  • Diverse Laboruntersuchungen

Die Laboruntersuchungen wären z.B.

  • Großes Blutbild (Ery, Thrombo, Leuko) - 3550+3551: EUR 5,37

  • Quick - 3607: EUR 3,35

  • Elektrolyte (Na, Ca, Ka) - 3558, 3557, 3555: EUR 6,70

  • Krea etc - 3583, 3584, 3585: EUR 8,04

  • Leberwerte - 3593, 3594, 3595: EUR 8,71

  • Galle - 3587, 3592: EUR 5,36

  • Bilirubin - 3582: EUR 4,69

  • Eiweßelektrophorese - 3574 + 3573.H1: EUR 15,42

  • Nüchternblutzucker - 3560: EUR 2,68

  • Gesamtcholesterin, LDL, HDL - 3562, 3563, 3564: EUR 8,04

Es fallen mir noch ein paar andere Möglichkeiten ein... das zählst Du zusammen und kommst auf ca. EUR 75, aber dann mit einem Faktor von 2,3 locker auf einen Betrag deutlich über EUR 75,00.

Es ist also Nonsense, sich hier über irgendeine Abrechnung zu beschweren, ohne konkret die Abrechnungspunkte zu nennen. Ebenso unqualifiziert ist die Aussage, daß man das auch für EUR 17,50 machen kann.

Antwort von qtbasket,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

So jetzt habe ich einen dicken Hals - Leute, warum lasst ihr euch von den Dokters so über den Tisch ziehen ???

Erstes Kriterium: 75 € sind ein normaler Preis für ein großes Blutbild, das ist eine Laborleistung, die der Arzt selber bezahlen muss.

Zweites Kriterium: die Aussage von dem Werksarzt ist gelinde gesagt, beratungsbedürftig.

( Werksärzte sind diejenigen unter den Ärzten, die mit Sicherheit das Arbeiten nicht erfunden haben - aber das ist meine Meinung!)

Drittes Kriterium: Natürlich braucht ein Urologe auch andere Parameter zur Befundung, die beim sog. großen Blutbild nicht Standard sind.

Viertes Kriterium : Privatpatienten könne über diese Preise nur lächeln, ihnen werden für eine entsprechende Untersuchung bis zu 500 € abgenommen, erklärlich durch die Steigerungssätze.

Fünftes Kriterium: die GKV zahlt nur das Notwendige - ich kenne hier die Diagnose nicht, vermute aber das es genau um eine sog. Igelleistung sich handelt. Und beim igeln muss der Kassenpatient eben seinem Arzt nicht zustimmen - denn wenn er das ablehnt geht es ihm gesundheitlich weder besser noch schlechter. IGEL Leistungen füllen nur die Taschen der Dokters!!!

Fazit: vermutlich bis du von deinem Hausarzt über den Tisch gezogen worden, indem er Leistungen dir aufgeschwätzt hat, die die GKV nicht bezahlt

PS. Wenn ich das große Blutbild sehen würde, so glaube ich, könnte ich dir mit 99% er Sicherheit sagen, das alles im Normbereich ist, und die ganze Prozedur nur dein Geld gekostet hat

Antwort von Lissa,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Warum werden die Werte, die Ärzte brauchen, nicht von ihnen bezahlt?

Ich kenne es nur so, dass nur die Werte, die man selbst haben möchte, auch bezahlt werden müssen.

Hier findest du die Kosten eines Labors: http://www.labor-duesseldorf.de/?p=16

Antwort von rwzipp,

Danke für die Antwort.

Es könnte natürlich alles ein Missverständnis sein.

Beim Autokauf kann ich mir je nach Budget ein zweitüriges oder viertüriges Fahrzeug anschaffen.

Aber in Sachen Gesundheit bin ich etwas überfordert.

Mir wurde schon zum großen Blutbild geraten.

Doch mein Problem ist: In dem Wartezimmer meines Hausarztes sitzen über 70- bis schätzungsweise 90 Jährige, denen das Altersheim zu teuer wurde und nur noch betreutes Wohnen machen.

Sollen die jetzt alle mit dem Gehfrei alle möglichen Ärzte aufsuchen, um den günstigsten zu finden, denn 50,00 Euro Unterschied ist eine hübsche Summe!

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