Frage von NicolasK, 595

Kosten für Grundstückskauf steuerlich absetzen - Sonderfall

Hallo Miteinander,

Mir ist bewusst, dass es ähnliche Fragen bereits gibt, die beantwortet sind. Leider ist mein Spezialfall nicht darunter ;-)

Folgende Situation: - Handeln als Privatperson - Grundstück 2013 gekauft - Hausbau ca. 2016 geplant - geplante Hausnutzung: Vermietung oder Ferienwohnungen

Nun die Frage: Lassen sich die Grundstückskosten, oder Kaufneben- bzw. Finanzierungskosten vorab als Werbungskosten absetzen. Wenn ja, was davon... Notar, Makler, Grundbuch, Grunderwerbsteuer, Zinsen...?

Vielen Dank im voraus... Nicolas

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo NicolasK,

Schau mal bitte hier:
Steuern Vermietung.

Antwort
von LittleArrow, 592

Leider ist mein Spezialfall nicht darunter ;-)

Eine typische Frischlingsfrage und -situation. Man ist ja so allein auf der Welt und bei Suchfunktionen offenbar unbedarft;-) Nur drei Worte (Grundstückskauf Nebenkosten Steuer) führen Dich in der Suchfunktion z. B. zu dieser Frage:

http://www.finanzfrage.net/frage/hauskauf-kann-ich-bei-der-steuer-die-kauf-neben...

Wenn Du keinen Kredit zum Grundstückkauf aufgenommen hast, dann kannst Du auch keine Zinsen dafür als Werbungskosten geltend machen. Also auch keine Finanzierungsnebenkosten (Notar- und Gerichtskosten für die Grundschuldeintragung). Wenn Du erst mit Deinem Bargeld das Grundstück kaufst und dann einige Zeit später einen Kredit aufnimmst, dann kannst Du die Zinsen leider auch nicht mehr absetzen, da das Darlehn nicht kaufbedingt ist.

Wenn da noch kein abschreibungsfähiges Wirtschaftsgut steht, dann kannst Du (noch) keine AfA ansetzen.

Vorab Werbungskosten (oder Betriebsausgaben) absetzen geht, wenn die Absicht zur Erzielung von Einkünften aus Vermietung und Verpachtung dem Finanzamt plausibel gemacht werden kann. Also dann überlege mal eine schlüssige Story. Und nicht vergessen: das FA fragt sich oder Dich auch, woher das Geld zum Kaufen und Bauen kommt.

Antwort
von wfwbinder, 479

Notar, Grundbuch, Makler, Grunderwerbsteuer gehört alles zu den Anschaffungskosten.

Zinsen, Grundsteuer und andere Laufende Kosten sind Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung, § 21 EStG.

Kommentar von NicolasK ,

Vielen Dank für die rasche Antwort! Also nur um sicher zu gehen... verstehe ich das richtig? Anschaffungskosten: nicht absetzbar! Zinsen, Grundsteuer und andere laufende Kosten absetzbar auch im voraus (wenn noch keine Einkünfte generiert werden), was den Steuerbescheid vorläufig werden lassen dürfte.

Kommentar von wfwbinder ,

Anschaffungskosten beim Grundstück. Anschaffungskosten/Herstellungskosten beim Gebäude bringen über die Abschreibung (AfA) schon eine Minderung der Einkünfte bei vermieteten Objekten.

Die laufenden Kosten sind eben abzugsfähig, weil eine Einnahme ja in der Zukunft erzielt werden sollen und erwartet werden.

Aber was ist denn in der Zwischenzeit? ist das nur für die Planung?

Kommentar von NicolasK ,

Ja das bei Immobilien auch die Anschaffungskosten abschreibungsfähig sind ist mir bewusst.

In der Zwischenzeit (bis zum Bau der Wohnung/en oder Ferienwohnungen) soll das Grundstück brach liegen, da ich bis dahin mein Geld in das selbst bewohnte Haus stecken will.

LG

Kommentar von LittleArrow ,

gehört alles

Möglicherweise nicht alles: z. B. Notar- und Gerichtskosten für die Eintragung der Grundschuld zur Fremdfinanzierung.

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