Kontenabfrage durchs Finanzamt- kann ich irgendwo erfragen, ob ich Betroffener bin?
Ich habe gelesen, daß es zu immer mehr Kontenabfragen seitens der Finanzämter kommt- rund 43000 Abfragen wurden 2009 gemacht. Kann ich denn irgendwie bei der Bank erfragen, ob ich Betroffener der Kontrolle 2009 war?
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wenn du keinen mist gebaut hast bzw. kein begründeter verdacht der steuerhinterziehung besteht wird man auch nicht auf deine kontn zugreifen WOLLEN. das ist ja zuviel arbeit wo nichts bei rumkommen würde.
nur dort wo es sich lohnt wegen eines verdachts wird die steuerbehörde einblick verlangen.
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Diese Auskunft von der Hausbank wird wohl wenn überhaupt nur auf Anfrage erteilt werden. Und in wiefern bringt es Dich weiter wenn Du weist ja oder nein? Ich kann mir nicht vorstellen das die Bank ein Protokoll darüber erstellt welche Informationen und Daten vom FA abgefragt wurden.
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Daten werden von den Finanzbehörden wie von einem Staubsauger angesaugt, beispielsweise der Freistellungsauftrag.
Kontenbewegungen kann das Finanzamt aber nur dann anfordern, bei Verdacht zum Besipiel auf Steuerhinterziehung. Wenn das Finanzamt sich also diesbezüglich meldet, ist schon alles passiert.
Die Datensammelwut des Staates ist schon bedenklich, die Datenschützer wissen das. Leider werden nur die größten Fehlleistungen von den Gerichten kassiert.
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Antwort von Paral 08.02.2010
Das weiß die Bank nicht. Sie übermittelt die Stammdaten jedes Kontos an einen Zentralrechner. Dort kann dann abgefragt werden, welche Konten auf den Namen mit diesem Geburtsdatum existieren.
Die Abfrageberechtigten haben keinen Einblick in die Bewegungsdaten.
Für die Finanzbeamten kann sich bei größeren Anschaffungen eine Irritation ergeben. Bei Hauskauf, fragen sie zum Beispiel, wo das Geld her ist. Aus Deinen Steuerunterlagen wissen sie, dass Du in Deinem Leben bisher 130.000 netto verdient hast, und jetzt hast Du ein Haus für 500.000 gekauft. Du hast angegeben, dass Du einen Kredit von 400.000 EUR aufgenommen hast. Da stimmt was nicht. Die kontenabfrage ergibt, dass Du 3 Depotkonten hast. Damit haben sie einen Anfangsverdacht und werden je nachdem noch mal nachfragen. Wenn dann immer noch keine Plausibilität hineinkommmt, fangen sie an zu ermitteln. Und da gehen sie dann direkt an die Bank, um zu sehen, welche Bewegungen darauf stattfanden. Erst jetzt weiß die Bank, dass das Finanzamt ihre Daten will. Die Kontenabfrage wird im Steuerbescheid mitgeteilt. http://www.heise.de/newsticker/meldung/Zahl-der-behoerdlichen-Kontenabfragen-erneut-deutlich-gestiegen-905681.html
Das ist übrigens die Problematik mit den Daten CDs. Sie kaufen Bewegungsdaten, die sie erst bei Ermittlung einsehen dürfen. Sie müssen also schon fast wissen, dass Steuerbetrug warscheinlich ist. Und das ist bei den DatenCDs nicht der Fall. Es ist auch keine bestimmten Anzeigen, bei der jemand seinen Scheff anschwärzt.
Es gibt übrigens auch Kontenabfragen von Wohngeldstelle, Alg2, Erbstellen und Grundsicherungsleistungen. Dann auch von den Kindern, ob sie wirklich keine versteckten Konten haben. Konten muss man ja alle angeben.
Die Kontenabfrage ist also nur eine Glaubwürdigkeitsabfrage, ob die gemachten Kontenangaben stimmen. Außerdem erleichtert es die Ermittlung, wenn man schon nachschauen kann, welche Konten existieren.
Dein Nachbar beim Finanzamt hat nichts von der Kontenabfrage. Die Steuerunterlagen geben da einiges mehr her.