Frage von Harleinom, 34

Kontakt zu ausländischen Sozialbehörden durch Finanzamt?

Im Zusammenhang mit der steuerlichen Absetzung bei der ESt von unregelmäßiger Unterstützung/Unterhalt eines erwachsenen Kindes im Ausland (CH, in D nicht gemeldet, ohne ID), das dort Sozialhilfe erhält, ergeben sich Fragen (Risiko durch digitale Vernetzung?):

  1. Ist die deutsche Finanzbehörde (örtliches Finanzamt) berechtigt/verpflichtet, bei ausländischer Sozialbehörde Auskünfte über Sozialleistungen anzufordern?

  2. Ist die deutsche Finanzbehörde berechtigt/verpflichtet, einer ausländischen Sozialbehörde auf Anforderung Auskünfte über Unterhaltsleistungen, die im Rahmen der Est abgesetzt wurden, zu erteilen?

Da ein Steuerberater Bedenken hat, bin ich für Ihre Hinweise und ggf. Erfahrungen dankbar.

Antwort
von billy, 22

Das „Risiko“ wenn es für Sie ein Risiko darstellt, Unterhaltsleistungen die Sie in Ihrer Steuerklärung für das im Ausland lebende Kind geltend machen möchten zu belegen, liegt bei Ihnen. 

Sie werden nicht umhin kommen die Minderung des zu versteuernden Einkommens durch Unterhaltszahlungen an Ihr Kind als aussergewöhnliche Belastungen zu belegen. (EStG § 33a)

Von daher stellen sich die in der Fragestellung genannten Vermutungen zu 1. und 2. nicht. Beides könnte auch verneint werden, so weit geht Big Brother nun doch (noch) nicht. 

Es gibt schon Probleme beim Abgleich / der Zusammenarbeit innerhalb D von Bundesland zu Bundesland. Beispiele gibt es zu genug. 

Unter EU Staaten funktioniert ein Datenaustausch aus Gründen der staatlichen Souveränität der Betroffenen Länder schon gleich garnicht. Und die Schweiz ist noch nicht einmal ein EU Mitgliedsstaat. 

Hier noch ein wenig Lektüre zum Thema.  https://www.steuertipps.de/lexikon/u/unterhaltsaufwendungen     

Kommentar von Harleinom ,

Das Risiko liegt bei beiden! Die sogen. Grundversorgung im Ausland wird bei Ansatz der außergewöhnlichen Belastung belegt und ist also dem FA in D bekannt. Diese könnte jedoch im Ausland wegen der Unterhaltszahlungen aus D gekürzt oder verweigert werden. Es dürfte aber auch dort Freigrenzen für Zusatzeinkünfte geben?

Harleinom 

Antwort
von Privatier59, 24

Die Frage ist doch schon mal gestellt worden. Was soll die Wiederholung?

Und im übrigen solltest Du auch mal einen Blick auf analoge Risiken werfen. Mir ist der Fall eines Schweizers bekannt der einen Verwandten in Deutschland unterstützt hat, was dort auch steuerabzugsfähig ist. Es kam zu Differenzen in der Familie die dann ein weiteres Familienmitglied dazu motivierte mit einer Anzeige beim schweizer Steueramt zu drohen. Das Ende vom.Lied war eine Selbstanzeige in der Schweiz mit viel Ärger und Kosten

Antwort
von EnnoWarMal, 8

Wiederholungen machen deine Intentionen nicht besser.

Kommentar von Harleinom ,

Sorry, Fragen und Antworten waren im Spam-Ordner verschwunden!

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community