PrinzPoldi am 06.02.2010 um 22:16 Uhr
Würdet ihr solche Sparpläne gegenüber festverzinsten Sparplänen bei der derzeitigen Zinslage bevorzugen?

Ich muß Dich leider korrigieren. "Zinstreppen" sind keine variable Zinsen, sondern feste Zinsen für die jeweilige Periode(n). Variable Zinsen sind solche, die sich während der Wertpapierlaufzeit ändern in Abhängigkeit von den sich ändernden Marktzinsen (insb. dem Euribor).
Ein typisches Beispiel für solche Zinstreppen findest Du beim Bundesschatzbrief. Allerdings im Gegensatz dazu, kannst Du bei Deiner Bank ihrem Zinstreppen-Sparbrief nicht nach dem ersten Jahr oder später den Sparbrief kündigen und zurückgeben, sondern mußt bis zur Endfälligkeit durchhalten. Umgekehrt hat die Bank oftmals ein vorzeitiges Kündigungsrecht für sich ausbedungen, so dass sie den Sparbrief genau dann zurückzahlen wird, wenn für sie die Zinsen uninteressant hoch und für Dich gerade interessant hoch werden. Daher sind diese Sparbriefe ein Spiel mit gezinkten Karten; gezinkt von der Bank.
Hier bieten Sparbriefe mit echt variablen Zinssätzen genau einen guten Ansatzpunkt. Steigen die Marktzinsen, folgt der Sparbuchzins wenige Monate später nach (nach oben).
Derzeit würde ich keine langfristigen Sparpläne abschließen. Zwei bis drei Jahre wäre noch OK. Ob fester Zins oder fest vorgegebener ansteigender Zins, ist egal. Es sei denn, er ist an die Inflationrate gekoppelt.
Es ist derzeit nicht absehbar, wie die Zentralbanken das Geld wieder abbziehen können, das aufgrund der Krise in den Markt gepumpt wurde. Wenn sie Rücksicht auf die größten Schuldner nehmen, steigen die Zinsen nicht an. Dafür die Inflation.

Das ist pure Augenauwischerei. Letztendlich zählt nur was am ende tatsächlich rauskommt.