Frage von derStudent,

Kleinunternehmerregelung überschritten was nun? Welche Unterlagen müssen eingereicht werden?

Hallo Leute,

ich habe folgendes Problem. 2011 im Dezember habe die Kleinunternehmerregelung in Anspruch genommen. 2012 habe ich die Unterlagen problemlos (mit Hilfe von einem Bekannten) eingereicht.

Mein Umsatz war also im Jahr 2011 150-200 €.

2012 liefen die Geschäfte gut und ich habe die 17500€ Gränze überschritten (gerechnet habe ich es nicht aber ich gehe stark davon aus :D)

Meine Frage nun ist welche Unterlagen muss ich jetzt beim Finanzamt einreichen? Kann ich diesen Papierkram selber zusammensetzen oder muss ich ein Steuerberater beauftragen. Der Bekannte verlangte diesmal von mir 400€ womit ich aber nicht einverstanden war.

Also nochmal die Fragen im Übersicht.

1) Welche Unterlagen muss ich einreichen? 2) 2013 bin ich kein Kleinunternehmer. Muss ich beim Finanzamt anrufen und bescheid geben dass ich die Grenze überschritten habe?

Ich würde mich über hilfreiche Antworten wirklichsehr freuen.

Wünsche Euch allen noch einen schönen Abend

Liebe Grüsse

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo derStudent,

Schau mal bitte hier:
Finanzamt Kleinunternehmer

Antwort
von SBerater,

Mit der Jahresgrenze musst du umschalten auf den Mehrwertsteuerausweis auf deinen Rechnungen. Du solltest über die Jahresgrenze laufende Dienstleistungen per Ende 2012 abrechnen (ohne MwSt auf der Rechnung), die Teile in 2013 mit der MwSt.

Was ist zu tun? Unterlagen einreichen? Indirekt! Du gibst ab 2013 die Umsatzsteuervoranmeldung (USt-VA) ab - über Elster. Das monatlich.

Auf den Rechnungen ab Leistunszeitpunkt 2013 weist du die USt aus. Hier musst du ggf. deine Rechnungstemplates an das UStG anpassen (Vorlagen im Netz).

Bei der USt-VA ziehst du die Vorsteuer ab aus den jobbezogenen Ausgaben und Eingangsrechnungen.

Antwort
von Privatier59,

Kann ich diesen Papierkram selber zusammensetzen oder muss ich ein Steuerberater beauftragen.

Wenn Du schon so fragst, würde ich das unbedingt empfehlen. Was den Bekannten betrifft, so sollte der sich allerdringenst sowohl mit berufsrechtlichen wie mit haftungsrechtlichen Fragen auseinandersetzen. Der betreibt Steuerberatung ohne als Steuerberater zugelassen zu sein und das ist eine Ordnungswidrigkeit. Da er obendrein naturgemäß keine Berufshaftpflichtversicherung hat, müßte er für alle Dir verursachten Schäden selber und in voller Höhe haften. Wenn er das mangels Masse nicht kann, bleibt alles an Dir hängen.

Auf solche "Hilfen" sollte man besser verzichten. Man sollte auch auf ungewöhnliche Kommunikationswege mit dem Finanzamt verzichten. Was soll denn ein Anruf in dieser Sache bringen? Wenn Du die Kleinunternehmerregelung in 2013 nicht mehr in Anspruch nehmen kannst, bist Du verpflichtet, Umsatzsteuer auf Deinen Rechnungen auszuweisen und dem FA mit der Umsatzsteuervoranmeldung zu melden und dann abzuführen. Da das für Dich ein Buch mit 7 Siegeln zu sein scheint, brauchst Du fachmännische Hilfe. Welche Steuerangelegenheiten ansonsten noch auf Dich zukommen kann Dir ohne weitere Detailkenntnisse hier niemand sagen.

Kommentar von EnnoBecker ,

Der betreibt Steuerberatung ohne als Steuerberater zugelassen zu sein

Woher weißt du das denn?

Kommentar von Privatier59 ,

oder muss ich ein Steuerberater beauftragen. Der Bekannte verlangte diesmal von mir 400€ womit ich aber nicht einverstanden war.

So etwas nennt man Textanalyse!

Kommentar von EnnoBecker ,

Kann ich diesen Papierkram selber zusammensetzen oder muss ich ein Steuerberater beauftragen.

Sowas nennt man Zitat :-)

Aber ich stimme dir dennoch zu: Bei dem bekannten wird es sich ganz sicher nicht um einen Vertreter der steuerberatenden Berufe handeln.

Wenn das die Kammer mitkriegt, gibt es ein Abmahnverfahren mehr.

Antwort
von EnnoBecker,

Meine Frage nun ist welche Unterlagen muss ich jetzt beim Finanzamt einreichen?

Umsatzsteuervoranmeldungen.

Muss ich beim Finanzamt anrufen und bescheid geben dass ich die Grenze überschritten habe?

Erstens weiß das Finanzamt das ohnehin, wenn du deine Umsatzsteuererklärung abgegeben hast. Und zweitens musst du auch sonst nicht das Finanzamt von jedem verwirklichten Lebenssachverhalt sofort unterrichten.

Du rufst ja auch nicht bei der Führerscheinstelle an, nur weil du jetzt ein größeres Auto fährst, oder?

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