Frage von SimonKn, 30

Kleinunternehmer - wann muss man in die Regelbesteuerung?

Guten Tag,

ich arbeite Vollzeit seit Mai 2016 bin ich als Gewerbetreibender mit Kleinunternehmerregelung beim Finanzamt geführt, mein online Geschäft habe ich nun im September eröffnet.

Seit September & Oktober wurden 4000€ Umsatz erzielt In diesem Monat ist meine Umsatzprognose bei 7500€ Im nächsten bei zirka 10000€...

Die offenen Forderungen liegen bei zirka 2500€

Eigentlich dürfte ich im Dezember ja nur noch 6000€ Umsatz erzielen, wie melde ich das nun sauber bei dem Finanzamt an?

Ich müsste ja nun auf Regelbesteuerung wechseln? Meine Prognose/Ziel für 2017 liegt bei 100.000 oder mehr (bis 250.000 ist wohl erlaubt)...

Wenn ich mehr als Gewerbetreibender verdiene als in meinem Vollzeitjob was passiert dann?

Wär dankbar für jeglichen Rat :)

Antwort
von wfwbinder, 20

  Eigentlich dürfte ich im Dezember ja nur noch 6000€ Umsatz erzielen,

Warum? Die 17.500,- Euro Grenze hast Du ohnehin schon überschritten: Ab Mai tätig, also 8 Monate. 17.500,- /12 * 8 = 11.667,-.

  (bis 250.000 ist wohl erlaubt)

Auch Menschen die über 1 Mio. Umsatz machen kommen deshalb nicht ins Gefängnis.

 Ich müsste ja nun auf Regelbesteuerung wechseln?

Richtig. Ab Januar berechnest Du auf Deine Waren 19 % Umsatzsteuer. Dafür kannst Du aus den Einkäufen und Kosten die bezahlte Umsatzsteuer als Vorsteuer abziehen. Mtl. eine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben.

 Wenn ich mehr als Gewerbetreibender verdiene als in meinem Vollzeitjob was passiert dann?

Dann kannst Du Dich freuen. Dein Finanzamt freud sich auch, weil sie Steuern von Dir bekommen. 

Kommentar von SimonKn ,

 Wenn ich mehr als Gewerbetreibender verdiene als in meinem Vollzeitjob was passiert dann?

Gibt es dafür noch ein Fachwort für Recherechezwecke ?

Kommentar von wfwbinder ,

Was willst Du recherchieren?

Natürlich musst Du Krakenkassenbeiträge zahlen, wenndie Selbständigkeit mehr Umfang hat als die Tätigkeit als Angestellter.

Alles andere ist freiwillig.

Kommentar von SimonKn ,

"Liegt der Schwerpunkt der Beschäftigung sowohl
nach zeitlichem Aufwand als auch nach den erzielten Einnahmen bei dem
Angestelltenverhältnis, bleibt der/die Angestellte/r in der gesetzlichen Krankenversicherung
pflichtversichert. Die Beiträge erhöhen sich nicht"

Die Tätigkeit beansprucht evtl. 5 Stunden pro Woche der Gewinn wird halt höher sein als durch meinen jetzigen Job.. hatte mal gelesen, sofern es Zeitlich unter 20 Stunden bleibt passiert nichts bei der Krankenkasse...

Kommentar von wfwbinder ,

Stimmt, wenn es unter 20 Stunden bleibt ist alles OK.

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