Frage von madmaxxx10,

Kleingewerbe Minjobber einstellen

Glückauf, Ich habe ein Kleingewerbe im Bereich Alltagshilfe und komme aufgrund der aktuellen Auftragslage nicht herum, eine Hilfskraft einzustellen.

Ich selbst bin Hauptberuflich Student, verdiene knapp 300 € monatlich durch meinen Nebenjob und bin gesetzlich Familienversichert.

Jetzt zu meinen Fragen..

Stelle ich einen Minijobber auf 400 euro Basis ein, muss ich knapp 30% seines Lohns abtreten... Darf ich diese 30% von seinem Lohn abziehen? Sprich er nimmt wie üblich z.B 11 € p. stunde für eine Dienstleistung vom Kunden, bekommt von mir aber nur 7 € ausgezahlt, da 4€ tritt er an mich ab zur Begleichung der Abgaben?

Gibt es für mich als Arbeitgeber andere Optionen eine Aushilfskraft einzustellen? Evtl. Eine zeitbegrenzte Beschäftigung über einen Rahmen von 40 stunden pro Jahr? Oder eine Studentische Aushilfskraft? Komme ich bei anderen Alternativen bei den Abgaben besser weg?

Und die wichtigste Frage Ich selbst verdiene knapp 300€ monatlich, kommt meine Aushilfe auf ca 200€ im Monat, wird mir der Betrag angerechnet? Ich Frage da ich monatlich unter 355€ bleiben muss um weiterhin Familienversichert zu bleiben.

Danke im Vorraus

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Antwort
von ellaluise,

Hat ja bisher noch keiner geantwortet, vielleicht kann ich dir weiter helfen. Du bist Unternehmer und wirst für z.B. 15€ die Stunde mit einer Dienstleistung beauftragt. Du stellt 15€ die Stunde in Rechnung. Dein Mitarbeiter hat mit dir 9€ Stundenlohn vereinbart, als Minijob. Er bekommt von dir pro geleistete Stunde 9€ ausgezahlt. Du hast noch ca. 30% Abgaben an die Minijob-Zentrale zu leisten (Berechnungsgrundlage ist der Lohnbetrag 9*XStd.), von deinem Geld. Evtl. noch Abgabe an eine Berufsgenossenschaft aber nur Mindestbetrag? Dein Einkommen setzt sich aus dem Einkommen deiner Arbeit u. dem Überschuß aus der Arbeit deines Angestellten zusammen. Kurz gesagt, der Lohn u. die Abgaben für den Angestellten verringern dein Einkommen, es sind Kosten.

Kommentar von madmaxxx10 ,

So habe ich mir das bereits gedacht.. Der punkt ist nur.. Der Minijobber arbeitet für mich und erhält 15 € für eine dienstleistung über eine stunde ( wir rechnen nur auf stundenbasis ab) Tritt diese 15 € an mich ab und ich zahle ich die vereinbarten 9€ stundenlohn und ca 5€ gehen ab an Steuern.. Bleibt mir also 1€ reingewinn pro stunde.. Bewege ich mich da im rechtswidrigen Bereich oder ist dies legitim?

Die Hauptfrage ist nur ob sein monatlicher Verdienst von sagen wir 390€ auf mich angerechnet wird, da ich noch Familienversichert bin und dies wahren möchte. So möchte ich unbedingt vermeiden das ich aufgrund eines 2ten Angestellten aus der Familienversicherung ausschiede, da ich vermutlich weiterhin ca. 330€ Gewinn pro Monat erzielen werde und nicht den Beitragssatz von 360€ überschreiten will...

Die 2te Alternative ist eine Bekannte Studentin einzustellen ( Studentin ohne weitere Einkünfte z.Zt.). Dies allerdings nicht auf 450€ Basis, sondern als eine art Studentische Aushilfe(geringfügig Beschäftigt bis 20h pro woche). Ich möchte mir hierbei alle Abgaben an Steuern ersparen um einen vernünftigen Stundenlohn zahlen zu können. Ist das möglich? Falls Ja wie würde sich diese Einstellungsform nennen? Studentenjob? Vielen dank

Kommentar von ellaluise ,

Deine 1. Möglichkeit ist durchaus legitim nur es ist tatsächlich das Problem mit der Krankenversicherung. By the way, du zahlst keine 5€ Steuern, Steuern fallen erst bei Einkommen >8000€ an, sondern Sozialabgaben, hier an die Bundesknappschaft für den Minijober. Ich weiß nicht ob es einen Unterschied macht das du Student bist aber bei einem anderen Fall mit 2 Minijobbern wurde für den Unternehmer eine Hauptberufliche Selbstständigkeit angenommen ohne das auch nicht der große Gewinn da war. Du willst deinen Gewinn ja nicht grundsätzlich erhöhen sondern nur deine Arbeit schaffen. Eine Möglichkeit wäre das du einen Partner suchst, der ebenfalls selbstständig ist und ihr arbeitet zusammen. Jeder der Partner schreibt eine Rg. und wird vom Auftraggeber bezahlt.

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