Frage von Eva0505, 39

Kindergeld/Kinderfreibetrag

Meine 25 jährige 80% schwerbehinderte Tochter wohnt nicht mehr bei mir. Sie hat eine gesetzlich bestellte Betreuerin, die unter anderem auch die Vermögensfürsorge für sie hat. Da meine Tochter als nicht erwerbsfähig eingestuft ist, und ihre Behinderung bereits seit Ihrem 15. Lebensjahr besteht, erhalte ich Kindergeld. Das Kindergeld geht jedoch seit Ihrem Auszug direkt weiter an meine Tochter/bzw. Ihre Betreuerin, da meine Tochter Grundsicherung erhält und ihr von der Grundsicherung das Kindergeld abgezogen wird. Nun hat man mir beim Steuerbescheid 2013 zwar den Kinderfreibetrag angerechnet, aber das Kindergeld als volles Einkommen angerechnet; obwohl ich von diesem Kindergeld nie einen Cent habe! Frage; Ist das so rechtens?

Antwort
von EnnoBecker, 28

Ach, jetzt gehen diese Art Fragen wieder los, es muss Juni sein.

Natürlich ist das "rechtens". Die Steuerersparnis aus dem Freibetrag ist größer als das Kindergeld, also wird zu deine Gunsten lieber der Freibetrag angesetzt statt des Kindergeldes.

Kommentar von Eva0505 ,

Das verstehe ich, nur ich erhalte das Kindergeld nicht; dass erhält nachweislich meine Tochter/bzw. Ihre Betreuerin, da das Kindergeld an deren Grundsicherung abgezogen wird. So erhält der Staat ja bereits den Vorteil nicht die volle Grundsicherung zahlen zu müssen und bei mir wird es dann nochmal durch den Staat voll versteuert. Und diese doppelte Ausschöpfung des Kindergeldes durch den Staat ist also rechtens.

Kommentar von EnnoBecker ,
doppelte Ausschöpfung des Kindergeldes

Verstehe ich nicht. Du hast doch durch diese Berechnungsweise einen Vorteil erhalten, nämlich eine zusätzliche Steuererstattung in Höhe des Differenzbetrages zwischen Kindergeld und Steuerersparnis durch die kindbezogenen Freibeträge.

Und selbstverständlich bekommt das Kindergeld der Träger, wer denn sonst? Anspruchsberechtigt bist du, aber du bist im Rahmen deiner Unterhaltspflicht verpflichtet, zumindest einen Betrag in Höhe des Kindergeldes weiterzugeben. Eine Einkommensbefragung hast du doch sicherlich auch schon ausgefüllt.

Kommentar von Eva0505 ,

Ich bin nicht mehr unterhaltspflichtig für meine Tochter. Wie gesagt sie ist über 25 und erhält nun Grundsicherung vom Staat, da sie vom Amtsarzt als nicht erwerbsfähig eingestuft ist. Das Kindergeld dient einzig und alleine dazu, die Grundsicherung um den Betrag von 184 Euro aufzustocken, den der Staat von der Grundsicherung abzieht. Das Kindergeld erhält sie auf Grund Ihrer Schwerbehinderung ihr Leben lang. Also wie gesagt, ich erhalte gar nichts von dem Kindergeld. Wie ich nachgelesen habe, würde es in so einem Fall bei Hartz 4 Empfängern nicht als Einkommen angerechnet werden.

Erhalten habe ich eine Steuerrückzahlung, da mir auf meine zu zahlenden Steuern 2204€ voll draufgeschlagen wurden. So dass es zu einer Steuerrückzahlung kommt, obwohl ich , wie geschilder, nur Durchläufer für das Kindergeld bin.

Kommentar von Eva0505 ,

Habe mich falsch ausgedrückt, ich muss deswegen Steuern nachzahlen.

Kommentar von EnnoBecker ,
Ich bin nicht mehr unterhaltspflichtig für meine Tochter.

Dann stünde dir kein Kindergeld zu.

ich erhalte gar nichts von dem Kindergeld

Passt doch. Keine Unterhaltspflicht - kein Kindergeld.

(Abgesehen davon, dass wir uns im Kreise drehen und uns vom Status quo immer weiter entfernen.)

Kommentar von Eva0505 ,

Habe mir die Zahlen aus dem Bescheid mal rausgeholt: zu versteuern nach dem Grundtarif 6108 € dazu Kindergeld 2208 € = festzusetzende Einkommenstseuer: 8316 €

was unterm Strich bedeuted: anstatt 6108 - Steuerabzug 7971 wird bei mir berechnet: 8316 - Steuerabzug 7971

Obwohl dieses Kindergeld nicht mein, sondern einzig und alleine das Einkommen meiner Tochter ist.

Kommentar von Eva0505 ,

Kindergeld steht einem schwerbehinderten Kind lebenslang zu. Allerdings zahlt die Familienkasse nicht an das schwerbehinderte Kind; sonder an die Eltern, Da dies gesetzlich geregelt ist, das Kindergeld immer an die Eltern geht.

Kommentar von EnnoBecker ,
Kindergeld steht einem schwerbehinderten Kind lebenslang zu. Allerdings zahlt die Familienkasse nicht an das schwerbehinderte Kind; sonder an die Eltern, Da dies gesetzlich geregelt ist, das Kindergeld immer an die Eltern geht.

Jetzt bring hier nicht noch mehr Usninn rein.

Das Kindergeld steht demjenigen zu, der dem Kind gegenüber unterhaltspflichtig ist. Das sind normalerweise die Eltern.

An wen es ausgezahlt wird, hängt von verschiedenen Umständen ab, aber es wird nicht immer an die Eltebn ausgezahlt.

Das hier ist so ein Fall.

Kommentar von EnnoBecker ,

Kindergeld ist überhaupt kein Einkommen.

Rechne mal aus, wieviel Steuern es wären, wenn das Kindergeld nicht draufgerechnet würden und die Kinderfreibeträge nicht abgezogen worden wären. Vielleicht verstehst du es dann.

Kommentar von Eva0505 ,

Sorry, ich denke wir reden/bzw, schreiben aneinander vorbei. Meine Tochter hat eine Rechtsanwältin als gerichtlich bestellte Betreuerin. Sie hat sich hilfesuchend an mich gewandt und gebeten, das Kindergeld zu beantragen, obwohl ich es nicht wollte; aber die Familenkasse war nicht bereit es direkt an meine Tochter zu bezahlen. Wie gesagt, einem schwerbehinderten Kind steht lebenslang Kindergeld zu; dies ist ganz sicher! In diesem Fall hat dies nichts mit der unterhaltspflicht - sondern nur mit der Schwerbehinderung zu tun!

Ich werde mich Montag mit meinen Unterlagen an einen Steuerberater wenden.

Kommentar von EnnoBecker ,
Ich werde mich Montag mit meinen Unterlagen an einen Steuerberater wenden.

Wenn du wüsstest ... :-))

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