Frage von sasa0310,

Kinder bei Weiterbildungsmaßnahme

Guten Tag,

meine Frage bezieht sich auf den Anspruch von Kindergeld. Derzeit mache ich eine Fortbildung zur Handelsassistentin. Um dieses Berufsziel zu erreichen, habe ich die Prüfung zur Kauffrau im Einzelhandel erfolgreich absolviert. Nun ist mir bewusst, dass ich nach einer abgeschlossenen Erstausbildung keinen Anspruch mehr auf Kindergeld habe. Allerdings kann ich den Handelsassistenten ohne diese Ausbildung nicht erreichen, wobei Mitschüler, die den selben Weg wie ich gehen mussten, ihr Kindergeld weiterhin bekommen. Außerdem hat der Bundesfinanzhof in einem ähnlichen Fall entschieden, dass hierbei weiterhin der Anspruch auf Kindergeld gilt (BFH-Urteil vom 24.2.2010, III R 3/08). Ich habe jetzt vor einigen Tagen eine Absage nach meinem Widerspruch erhalten. Was soll ich nun tun?

Antwort
von Sommerurlauber,

Du sagst du bist 24, richtig? Ich dachte immer dass man bis zu seinem 25 Geburtstag Kindergeld bekommt und dann noch den Monat in dem man 25 geworden ist. Wenn du kein Kindergeld mehr bekommst, dann wirst du wohl oder übel eine andere Quelle auftreiben müssen. Bafög oder andere Ausbildungskredite wären eine Möglichkeit.

Kommentar von sasa0310 ,

Das ist nett gemeint mit dem Bafög oder Kredit, aber das finanzielle ist in dem Sinne nicht das Problem, in dem Fall geht's mir tatsächlich um's Prinzip. Es handelt sich ja immerhin um insgesamt über 2.000 Euro die man hat bzw. nicht hat.

Antwort
von ellaluise,

Wie alt bist du? Hast du eine kindergeldschädliche Beschäftigung d.h. mehr wie 20 Std. Wochestunden, Arbeit nicht Ausbildung? Meine Tochter besucht jetzt nach der Ausbildung die Meisterschule und bekommt Kindergeld ohne wenn und aber. Was ist die Begründung der Ablehnung und Achtung, Antragsteller müssen die Eltern sein, das Geld kann aber trotzdem auf dein Konto gehen.

Kommentar von sasa0310 ,

Ich bin 24. Meine Weiterbildung beträgt 37,5 Wochenstunden, somit wurde von der Familienkasse eine kindergeldschädliche Beschäftigung festgestellt. Habe aber keinen Arbeitsvertrag, sondern einen Fortbildungsvertrag. Meine Hoffnung ist jetzt bloß, dass meine Weiterbildung trotzdem als Ausbildung gilt, weil ich in dem Sinne ja noch für einen Beruf ausgebildet werde. Vielleicht ist meine Ansicht etwas verständlicher, wenn du dir den Artikel durchliest: http://www.steuernsparen.de/tipps-zur-steuererklaerung/familien/322-kindergeldan...

Ich schätze mal, bei deiner Tochter ist es wahrscheinlich weniger kompliziert, weil sie unter 20 Wochenstunden arbeitet, oder?! Mit meinen Eltern hab ich das auch so geregelt.. sie setzten ihre Unterschrift, ich kümmere mich um den Rest und das Geld wird von der Familienkasse direkt auf mein Konto überwiesen.

Ich würd gern wissen, ob es sich in dem Fall lohnt vor Gericht zu gehen?

Kommentar von ellaluise ,

Habe mir den Link angesehen und bin durchaus der Meinung das du bzw. die Eltern Kindergeld bekommen sollten.

Ja, bei meiner Tochter ist es weniger kompliziert. Ich habe das Formular "Veränderungsmitteilung" ausgefüllt, das sie eine Ausbildung aufgenommen hat und eine Schulbescheinigung des Bildungsträgers beigefügt. Ist Vollzeit. Weitere Einkünfte sind im Minijob-Bereich also unschädlich.

Unter gutefrage.net ist jemand (nennt sich zufaelliger), beantwortet Kindergeld usw., der/die scheint vom Fach zu sein, zitiert Dienstanweisungen. Vielleicht stellst du die Frage dort auch noch mal. Nimm dann aber die Erläuterungen ,die du mir gegeben hast, mit in den Text. Oder hier antwortet noch jemand mit Fachwissen. LG

Kommentar von sasa0310 ,

Das ist doch ein klasse Tip! Jemanden vom Fach hab ich nötig. Vielen Dank für die Hilfe!

Antwort
von jowaku,

Den Anspruch auf das Kindergeld haben zunächst immer die Eltern.

Nun ist mir bewusst, dass ich nach einer abgeschlossenen Erstausbildung keinen Anspruch mehr auf Kindergeld habe.

Unter 25 besteht bei egal der wievielten Ausbildung ein Anspruch. Man darf nur nicht neben der 2. oder X-ten Ausbildung über 20 h arbeiten.

Ich habe jetzt vor einigen Tagen eine Absage nach meinem Widerspruch erhalten. Was soll ich nun tun?

An Steuerberater oder Anwalt wenden.

Meine Weiterbildung beträgt 37,5 Wochenstunden, somit wurde von der Familienkasse eine kindergeldschädliche Beschäftigung festgestellt.

Die Weiterbildung, z. B. dieTätigkeit beim Lehrbetrieb kann so lange sein wie sie will. Bei der 20h-Grenze geht es um eine Tätigkeit, die neben einem Ausbildungsdienstverhältnis ausgeführt wird.

Die Frage ist also, wie dei Familienkasse dieAblehnung begründet und ob dieetwas missverstanden haben.

Antwort
von Zitterbacke,

Entschuldigung . Du hast keinen Anspruch!! Vielleicht deine Eltern ?? Gruß Z... .

Kommentar von sasa0310 ,

Das ist mir schon klar, dass der Antrag von meinen Eltern ausgehen muss. Trotzdem spreche ich hier für mich.

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