Frage von salahedine2,

Kind auf Steuerkarte nachtragen, ohne Sorgerecht, was wird benötigt?

Hallo,

der Vater meines Sohnes möchte unser Kind (22 Monate alt) gerne auf seine Steuerkarte hinzufügen, er hat Klasse 1.

Nun sieht es so aus, dass das Kind seinen Lebensmittelpunkt bei mir, seiner Mutter, hat. Ich habe auch das alleinige Sorgerecht und ich erhalte das Kindergeld i.H.v. 184€ für unseren Sohn.

Barunterhaltspflicht besteht keine, da wir eine Einigung haben vor der Unterhaltsvorschusskasse, dass er sich 3 ganze Tage die Woche um das Kind kümmert.

Demnach hat er auch einen finanziellen Mehraufwand, muss ihn ja versorgen, herumfahren, vergnügen etc.

Also hat mein Ex doch auch einen Anspruch auf den halben Kinderfreibetrag, oder?

Wie sieht das jetzt aus, was braucht er zur Beantragung?

  • Kopie der Geburtsurkunde unseres Sohnes

Und was noch?

Er sagte er müsse angeben, dass wir das gemeinsame Sorgerecht hätten, damit er den halben Freibetrag gewährt kriegt, aber das Finanzamt juckt es doch nicht wer die Sorge trägt, sondern was er an Ausgaben hat in Form von Unterhalt, sei es nun durch Geld oder durch Naturalien. Außerdem müsste er dann ja auch einen entsprechenden Nachweis erbringen, den es nicht gibt.

-Also was wird nun benötigt und wie muss vorgegangen werden?

Wäre über Tipps dankbar

Antwort
von nero070,

Eine Bescheinigung über das GSR wird in der Tat nicht benötigt. Der KV kann den halben Kinderfreibetrag für sich beanspruchen, wenn er mindestens 75% des Mindestunterhalts leistet. Das dürfte duch die (fast) hälftige Betreuung gegeben sein.

Zum Eintragung des hälftigen Kinderfreibetrages wird die Geburtsurkunde des Kindes benötigt. Früher auch mal eine steuerliche Lebensbescheinigung des Kindes. Das aber heute, so glaube ich, nicht mehr.

Barunterhaltspflicht besteht keine, da wir eine Einigung haben vor der Unterhaltsvorschusskasse, dass er sich 3 ganze Tage die Woche um das Kind kümmert.

Das ist nicht richtig. Nur bei einer hälftigen Betreuung kann die Barunterhaltspflicht aufgehoben sein. Dafür müssten aber die Einkommensverhältnisse von KM und KV gleich sein. Wenn nicht, besteht immer noch ein Restanspruch., Die hälftige Betreuung ist hier aber nicht gegeben, da KV 3 Tage betreut und KM 4 Tage.

Was die Eintragung des hälftigen Kinderfreibetrages angeht, würde ich mal beim Bürgerbüro nachfragen (so heißt es in NRW, im Süden des Landes kann es auch das Landratsamt sein)

Kommentar von salahedine2 ,

Danke erstmal für die schnelle Antwort.

Wir haben ein Schreiben von der Unterhaltsvorschusskasse in dem steht, dass ich zumindest vor dem UVG nicht mehr alleinerziehend sei und die Barunterhaltapflicht des KVs entfällt.

Dies erfolgte, nachdem wir sagten, dass er sich 3 volle Tage die Woche kümmere. Das haben wir getan, weil sein Unterhalt sonst (so befürchtete ich es zumindest) ins Leere gegangen wäre, da dieser mit sozialen Leistungen wie Bafög etc teilweise oder ganz verrechnet werden könnte.

Aber das ist hier irrelevant.

Also ist es ausreichend, wenn er die Kopie die Geburtsurkunde, sowie den Nachweis der Unterhaltsvorschusskasse vorlegt, in dem quasi bestätigt wird, dass er den Unterhalt in Form von Naturalien erbringt?

Außerdem habe ich gehört, dass der Kinderfreibetrag etwas mit dem Kindergeld zu tun hat, was hat es damit auf sich?

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