Frage von Jlagreen,

Kenn jemand das DepotFlexx der Gecas?

Hallo,

mir wurde vor kurzem folgendes Produkt präsentiert:

http://www.gecas-gmbh.de/index.php?id=40

"Angeblich" soll hier eine aktive Vermögensverwaltung für Privatkunden ermöglicht werden. D.h. es wird in Investmentfonds investiert, je nach Marktlage jedoch auch angepasst, ein aktives Management also.

Allerdings erscheinen mir die Kosten sehr hoch, so muss man vorab 7,5% der Zielsparsumme (Sparplan) zahlen.

Die erwartete Rendite bei hoher Risikoklasse (100% Aktion) liegt bei 4-7% p.a. auf 10J. Bei den Kosten irgendwie mager, vor allem da in Krisenzeiten auch Vermögensverwalter ins Straucheln kommen können.

Was ist also von dem Produkt zu halten? Gibt es ähnliche Konstrukte für Privatkunden?

Ich sehe das Produkt als mögliche Alternative zu Fondssparplänen als langfristige Anlage. Oder ist es einfach ein "überteuerter" Fonds?

Antwort
von gandalf94305,

Von diesem Angebot halte ich wenig, insbesondere da es sich um eine vorab festgelegte Zielsparsumme handelt. Die GECAM-Fonds, in die hier primär investiert wird, weisen eine unterdurchschnittliche Performance bei anscheinend hohem Risiko auf. GECAM Global Defensiv B liegt auf 5 Jahre bei -5%, GECAM Global Defensiv O bei -11% (die Variante ohne Ausgabeaufschlag). Hier mindern Ausgabeaufschlag, Managementgebühr und Performancefee die Rendite.

Einschlägige Angebote der Union Investment und Deka bieten das als Laufzeitfonds ebenso an, die mit einem gewissen Anteil in Aktien investieren und bei Bedarf in Renten umschichten. Allerdings erfolgt dort das Rückumschichten nicht mehr, so daß man bei einer schlechten Aktienmarktentwicklung zu Beginn der Ansparung in den Rentenfonds dann bereits "gefangen" ist.

Interessanter finde ich da SAM von www.fidelity.de, einem großen Vermögensmanager und Fondshaus aus USA, die in ihrem Portfolio natürlich auch die eigenen Fonds berücksichtigen, aber letztendlich aus dem ganzen deutschen Fondsuniversum transparent Kandidaten für ein Investment bestimmen.

Im Grunde ist das jedoch auch genau die Aufgabe eines Vermögensberaters, der eben nicht - wie man das von den Banken her kennt - nur eine Verkaufs-"Beratung" durchführt, um Dir letztendlich die Produkte der eigenen Gesellschaft anzudrehen, sondern vor allem auch Umschichtungen und Verkäufe von Positionen empfiehlt bzw. vornimmt. Dies darf natürlich nicht zu hektisch und häufig erfolgen, um nicht steuerliche Nachteile und Performanceminderungen zu erhalten.

Kommentar von Jlagreen ,

Die Sache ist die, das Produkt wurde mir eben von einem unabhängigen Vermögensberater empfohlen!

So sehe ich mal wieder, wie "unabhängig" solche Berater doch sind, denn er war/ist offensichtlich Partner der GECAS.

Ich hatte mir schon gedacht, dass das Produkt nichts taugt. Der Berater hat ständig was von aktiver Vermögensverwaltung für Kleinanleger geredet, aber wenn das auch einfach nur ein Fondsinvestment in hauseigene Fonds ist, dann sehe ich keinen Grund darin eine so hohe Gebühr zu zahlen.

Er hatte auch so eine schöne Präsentation, auf der verschiedene Assetklassen dargestellt wurden. Unter anderem auch Gold, Rohstoffe und Immobilien. Was mich dann sofort stutzig machte, ist die Tatsache, dass eben nicht physisch investiert wird, sondern doch nur wieder in Fonds.

Naja, es hörte sich auch zu gut an, als dass ein aktiver Vermögensverwalter sich tatsächlich auf Kleinanlegergeschäfte einlässt. Bleibe ich lieber bei meinen bisherigen Fonds, da zahle ich wenigstens keinen AA und nur 1-2% Managementgebühren :)

Antwort
von Privatier59,

Ich habe mir mal die Entwicklung des -im übrigen wohl gerade erst aufgelegten- Gecas-Dachfonds angesehen. Der geht schon in Richtung Südpol, hinkt dem Index also schwer hinterher:

http://www.onvista.de/fonds/snapshot.html?ISIN=LU0154398746

Und für so etwas soll man auch noch 7,5% Eintrittsgebühr bezahlen? Geldanlage hat das Ziel, Vermögen zu mehren und es nicht zu vermindern. Daher: Finger weg.

Fondssparpläne bietet jede Bank und jede Fondsgesellschaft. Ich weiß nicht, wieso da ein solches Angebot interssieren sollte.

Kommentar von Jlagreen ,

Ja, das ist mir auch bereits aufgefallen.

Der Berater war schon überzeugend, dem sind schon viele wohl auf den Leim gegangen.

Er hat das Ganze nämlich so erklärt:

Man hat ein Depot, das wie ein Guthabenkonto geführt wird und das von einem Vermögensverwalter genutzt wird, um Rendite zu erwirtschaften. Das hörte sich insofern gut an, weil er dabei immer und immer wieder erwähnte, dass der Verwalter dann ähnlich wie bei Institutionellen Anlegern agieren würde. Also vollkommen frei, das Depot auslegen kann und so auch aktiv Wechsel ausführt, um Verluste in Krisenzeiten abzufedern.

Nun sehe ich aber auch, dass man einfach nur in einen Fonds investiert, nicht mehr und nicht weniger. Und dafür deutlich mehr Gebühr zahlen darf.

Antwort
von SBerater,

was auch immer die Firma anbietet. Schau dir lieber im bei bundesanzeiger.de die Finanzzahlen von German Capital Service GmbH an. Hast du immer noch Vertrauen?

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