Frage von paninitour 09.12.2010

Keine Gewinne für Vereine?

  • Antwort von wfwbinder 10.12.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Vereine können Gewinn erwirtschaften. Sie dürfen das auch, aber:

    • Die Gewinne sind dann steuerpflichtig.

    • Die Gewinne müssen dem Vereinszweck zugeführt werden, wenn der Verein gemeinnützig ist.

    Es gibt auch wirtschaftliche Vereine, deren Sinn nur die Erzielung von Gewinnen ist.

  • Antwort von billy 09.12.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Umsatzsteuerpflicht kann nur für den unternehmerischen Teil der Vereinstätigkeit entstehen. Dieser wird nicht als unternehmerisch gesehen, wenn auf Dauer keine Gewinne erzielt werden (sogenannte "Liebhaberei”).

    Wirtschaftliche Tätigkeit von Vereinen

    Bei der Tätigkeit von Vereinen wird unterschieden zwischen der reinen Vereinsebene und der Ebene wirtschaftlicher Tätigkeit.

    Auf der reinen Vereinsebene erfolgt keine Tätigkeit mit der Absicht, Einnahmen zu erwirtschaften. Es handelt sich um die reinen Vereinstätigkeiten wie Sitzungen etc. Es kommt zu keinem Leistungsaustausch, daher kann in diesem Bereich auch keine Umsatzsteuerpflicht entstehen. So sind z.B. echte Mitgliedsbeiträge und projektbezogene Subventionen nicht umsatzsteuerpflichtig, weil der Verein für diese Einnahmen keine unmittelbare Gegenleistung erbringt. Dies gilt unabhängig davon, ob der Verein für andere Leistungen der Umsatzsteuerpflicht unterliegt.

    Auf der Ebene der wirtschaftlichen Tätigkeit hingegen werden Tätigkeiten mit der Absicht durchgeführt, Einnahmen zu erwirtschaften. Es kommt zu einem Leistungstausch: Mitglieder oder andere Personen bezahlen für angebotene Leistungen des Vereines. In diesem Bereich kann es bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen zur Umsatzsteuerpflicht des gemeinnützigen Vereines kommen.

    Die Liebhaberei als wichtiger Ausschließungsgrund von der Umsatzsteuer Als Liebhaberei gilt eine Tätigkeit, die dauerhaft zu keinen Gewinnen führt. Die Einstufung als Liebhaberei hat zur Folge, daß die getätigten Einnahmen nicht der Umsatzsteuerpflicht unterliegen. Gleichzeitig steht aber auch für die Ausgaben kein Vorsteuerabzug zu.

  • Antwort von qtbasket 09.12.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Die Beantwortung dieser Frage ist ziemlich komplex, denn unter dem label Verein gibt es sehr viele verschiedene Strukuren, die auch wirtschaftlich tätig sein können.

    Link:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Verein#Rechtsf.C3.A4higewirtschaftlicheVereine

  • Antwort von Meandor 09.12.2010

    Es gibt den ideelen Verein, der auf einen Vereinszwecke ausgerichtet ist und den wirtschaftlichen Verein, der auf Gewinn aus ist.

    Der ideele Verein versucht meist vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt zu werden. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Mitgliedsbeiträge, Spenden und sonstigen Einnahmen für den Vereinszweck draufgehen. Ein bisschen Rücklagenbildung ist erlaubt, wenn damit auf ein Ziel hingearbeitet werden soll.

    Sollte sich aber rausstellen, dass der Vereinszweck nur vorgeschoben ist, fällt die Gemeinnützigkeit weg und damit auch diese Sonderregelungen und der dann wirtschaftliche Verein wird wie jede andere Körperschaft (z.B. GmbH) behandelt.

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