Frage von Dexter,

Kauf von teils privat genutzten Firmenwagen - welchen steuerlichen Nutzen habe ich?

Ich möchte mir nächstes Jahr auf "Geschäftskosten" meines Gewerbes/Unternehmen einen Gebrauchtwagen zulegen - bin also selbstständig. In meiner Steuererklärung vom letzten Jahr hat mein Steuerberater auch ein Auto als Rücklage notiert.

Welchen Nutzen kann ich daraus ziehen? Ich dachte ich kann zumindest die bezahlte Mwst als Vorsteuer abziehen, habe jedoch was von einer Änderung im Gesetz gelesen, dass dies nur noch zu 50% der Vorsteuer ab 2009 möglich sein soll. Dagegen spricht aber: http://www.focus.de/finanzen/steuern/koalitionsbeschluss-keine-hoeheren-steuern-...

Also kann ich die komplette Mwst als Vorsteuer angeben für 2010 oder?

Muss ich dann ein Fahrtenbuch führen? Die laufenden Kosten würde ich selbst übernehmen und nicht irgendwie mit der Steuer vermischen wollen ;) Das Ding ist eben dass ich wahrscheinlich mehr als 50% der Fahrten privat sein werden

Also beim Kauf den Steuervorteil genießen mit der Vorsteuer, den Unterhalt (Versicherung, Steuer, Sprit) zahle ich aber privat. Ist das möglich?

Von der 1% Regel habe ich noch gehört, aber leider nicht so recht verstanden ;) Werde heut mal meinen Steuerberater anrufen, würde mich aber auch über Meinungen und Antworten hier freuen!

Antwort von wfwbinder,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Die Vermischung begnnst Du mit dem Wunsch "diedie laufenden Kosten trage ich privat."

Für betriebliche Fahrzeuge udn deren private Nutzung, oder die betriebliche Nutzung von privaten Fahrzeugen gbt es klare Regeln. Man sollte sich daran halten, weil Abweichungen eher zu Nachteilen führen.

  • Der Wagen wird eindeutig mehr Privat als betrieblich genutzt. Dann ist eine Aufnahme in das Betriebsvermögen nciht möglich. Man führt fahrtenbuch und zieht 30 ct. pro gefahrenem Kilometer in der Buchführung als Kfz-Kosten ab.

  • Der Wagen wird eindeutig mehr als zu 50 % betrieblich genutzt. Der Wagen ist notwendiges Betriebsvermögen (deshlab hat Dein Berater ja auch schon die Rücklage eingestellt). Alle Kosten werden betrieblich verbucht. Für den privaten Anteil wird entweder 1 % des Listenneupreises pro Monat auf Privat gebcuht udn versteuert, oder die Alternative, nach Fahrtenbuch werden die Kosten genau aufgeteilt.

  • Man kann den Wagen wen er nur zu wenig mehr als 50 % privat genutzt wird auch als gewillkürtes Betriebsvermögen aktivieren. Regelung dann wie bei der betrieblichen Lösung.

Ich rate Dir dringend dem Plan Deines Berates zu folgen, denn sonst müsste ja auch die Rücklage auch noch gewinnerhöhend aufgelöst werden.

Antwort von Dexter,

Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Leider wird das Auto bestimmt einiges mehr privat als gewerblich genützt (BMW Z4 ;)

Also kommt wohl nur der Privatkauf in Frage und die Auflösung der Rücklage + Steuernachzahlung.

Die 1% Regel wäre für mich auch weniger vorteilhaft, da der Listenpreis des Autos auch bei rund 45.000€ liegt.

Leider erreiche ich gerade meinen Berater nicht, falls sich was ergibt werde ich meine Lösung hier noch weitergeben.

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