Kapitalerhöhung bei Petrobras gut oder schlecht für Aktionäre?
Der Spiegel schreibt, dass der brasilianische Konzern Petrobras die größte Kapitalerhöhung in der Geschichte des Kapitalismus plant. Was hat das für Konsequenzen für Aktionäre? Macht das die Aktie attraktiver oder eher unattraktiver? Kann ein Investment lohnen? Wie denkt ihr darüber?
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Eine weitere Quelle: http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:kapitalerhoehung-im-detail-wie-petrobra...
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eine Kapitalerhöhung ist selten attraktiv für Aktionäre, weil bei einer Kapitalerhöhung die Aktien verwässert werden. Entscheidend bei der Verwässerung ist die Quote von Altaktien zu Neuaktien. Je höher letzterer Anteil, desto stärker wird der Kurs fallen.
Wenn es um die Sicht nach der Kapitalerhöhung geht, so kann es sich sicherlich lohnen, weil die Finanzierungsstruktur mglw. besser wird und mehr Kapital zur Ausschüttung für die Aktionäre bleibt. Man muss also genau hinsehen.
Bei Sky sind die Kapitalerhöhungen meist dafür da, die Firma vor der Pleite zu retten. Bei der dt. Bank geht es um die Stärkung des Kernkapitals und um den Deal mit der Postbank.
Bei Petrobras sollte man also die Passiva ansehen und die Gründe für die Kapitalerhöhung nachlesen. Dann sollte die Frage leichter beantwortbar sein.
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Wie bei allen Kapitalerhöhungen. Erstmal leidet der Kurs.
Aber dann sollte Petrobras sehr schlagkräftig werden.
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Antwort von Knightley 08.10.2010
Petrobrás hat Kapital nötig, um die Ölfelder vor der brasilianischen Küste ausnützen zu können. Da hier das Öl sehr tief unter deiner Salzschicht zu finden ist, sind Kosten sowohl für Bohrung wie für Produktion sehr hoch. Brasilien könnte aber dann zu einer der führenden Erdölproduzenten werden, was sich wiederum positiv auf die Aktienpreise bewirken sollte.
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Wie hier schon erwähnt, kommt es darauf an, wozu die Kapitalerhöhung dienen soll. Grundsätzlich ist eine Kapitalerhöhung weder schlecht noch gut. Vielleicht braucht Petrobas das Geld, um ein lohnendes Projekt zu finanzieren. Das wiederum würde den indirekt den Aktionären zu Gute kommen, würde eine Kapitalerhöhung also rechtfertigen.