Frage von ninaathome, 695

Kapitalanlage komplett mit Eigenkapital bezahlen?

Hallo liebe Experten, wir würden gerne eine Wohnung als Kapitalanlage kaufen. Der Kaufpreis und die Nebenkosten (150.000€) könnten ohne Finanzierung durch Eigenkapital beglichen werden. Ist das sinnvoll, auch im Hinblick auf das Finanzamt (Kapitalertragssteuer oder so). Was wäre Euer Rat? Vielen Dank

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Antwort
von JoachimWalter, 695

die Antwort von Mig 12 ist zwar sehr kurz aber richtig. Aber: 3 verschiedene Objekte an drei verschiedenen Standorten. Das Finanzamt beteiligt sich an dem Vermögenszuwachs. Die Finanzierung von 3 Immo-Objekten bei 150.000.-- Eigenkapital ist bei der Hausbank kein Problem. Bei 3 Objekten dürfte das Finanzamt auch noch nicht die Frage nach gewerblichen Grundstückshandel stellen. Aber: Steuerberater fragen und beraten lassen. Evtl. beim Eigenkapital einen Teil behalten, so dass die Zinsen für die Geldanlage unter dem Freibetrag von 1602,00 p.a. bleiben und lieber dafür etwas höher finanzieren. Zinsen bei der Bank für 15-20 Jahre festschreiben und mindestens 4 % Tilgung vereinbaren, dann sind die Objekte nach Ablauf der Zinsbindung bezahlt und können steuerfrei verkauft werden, oder: inzwischen Rentner und damit für die Mieteinkünfte geringere Steuerlast.

Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Finanzamt, 578

Das ist aus meiner Sicht ganz einfach.

Nur soviel Kapitalanlage in Geld halten, bis der Freibetrag für kapitaleinküfte ausgeschöpft ist, der Rest ist rausgeschmissenes Geld. Ausnähme man dealt an der Börse.

Kalkulation: 200.000,- angelegt zu 2% = 4.000,- ertrag. Nach Steuer wenigerals 3.000,-

200.000,- immokredit zu ca. 3,5% 7.000,-, Verlust 4.000,-. Falls steuerlich abzugsfähig vermindert sich der Verlust auf mindestens 850,-.

Es bleibt aber immer ein Verlustgeschäft. Also an besten voll bezahlen und nur ca. 20-50.000 als Notgroschen halten.

Antwort
von Rat2010, 604

Wenn ihr ein Darlehen zu ordentlichen Konditionen bekommt (das hängt vom Einkommen ab), ist es wahrscheinlich nicht sinnvoll. Das schöne, Sicherheit gebende und weil ja nicht wirklich nötig auch bestens anlegbare Geld wäre weg. Dafür hab ihr eine Wohnung, von der man nicht runterbeissen kann.

Also 50 TEU Einsetzen und 100 TEU auf 10 Jahre finanzieren. Die vielleicht 2,5 % Zins sind in voller Höhe Werbungskosten aus Vermietung. Wenn ihr ordentliche Konditionen bekommt, habt ihr genügend Einkommen, dass die Steuerersparnis dazu führt, dass nach Steuer höchstens 1,5 % übrig bleiben. Dann einfach die 100.000 € für 5 - 8% anlegen und jedes Jahr mit den durch das Darlehen nach Steuer dazuverdienten 2.000 bis 4.500 € nett in Urlaub fahren.

Wir machen das jedenfalls so ;)

Antwort
von SBerater, 473
Ist das sinnvoll, auch im Hinblick auf das Finanzamt (Kapitalertragssteuer )

die Kapitalertragsteuer bringe ich damit nicht in Verbindung, ausser du legst freies Kapital an. Der Freibetrag ist nicht hoch. Selbst wenn die Hypothekenzinsen gering sind, so wirst du mit konservativen Anlagen diesen Zinssatz nicht erwirtschaften.

Wenn die Wohnung als Kapitalanlage dient im Sinne, dass du diese vermietest, dann kannst du die Zinsen als Werbungskosten ansetzen. Wenn du ohne EK arbeitest, dann sind die Zinsen quantitativ höher. Damit hast du mehr Kosten.

Ob es nun sinnvoll ist, ohne EK eine Wohnung zu finanzieren, ist eine andere Frage. Ich sehe diese Variante nur, wenn man eine sehr hohe Bonität hat und genügend Vermögen aufbauen kann als Puffer oder zur Tilgung.

Antwort
von Privatier59, 417
auch im Hinblick auf das Finanzamt

Die Sache hat 2 Aspekte: Ist die Herkunft des Geldes unzweifelhaft nachweisbar? Dann ist Eigenkapital kein Problem. Wenn man da in der Vergangenheit -und das sind 10 Jahre- mal was verschwiegen hat, muß man Nachfragen fürchten.

Desweiteren: Kreditzinsen lassen sich bei den Werbungskosten absetzen und mindern daher die zu versteuernden Einkünfte. Die Situation ist also anders als bei einer selbstgenutzten Immobilie. Da muß man sich überlegen, ob man bei anderweitiger Anlage des Eigenkapitals eventuell mehr an Rendite erzielen als man für den Kreditzins aufwendet.

Antwort
von Helga88, 418

Eine Wohnung komplett mit einmal zu bezahlen ist sicherlich sinnvoll. Denn die zinsliche Belastung von den Banken fällt hier schon mal weg. Wenn das Geld einwandfrei nachweisbar ist, wird auch das Finanzamt hier keine Probleme machen. Laut [...] vom Support gelöscht
wird eine Immobilie nicht so viel Gewinn abgegeben, wie es der Investor gerne hätte. Denn es müssen Reparaturen und Mietminderungen mit eingeplant werden.

Kommentar von Primus ,

So.... den Link bist Du nun los - auch wenn die Frage schon älter ist und Deine Werbung wohl niemanden interessiert!

Kommentar von ffsupport ,

Liebe Helga88,

Antworten dürfen auf finanzfrage.net nicht dazu genutzt werden, Werbung zu machen.

Bitte schau diesbezüglich noch einmal in unsere Richtlinien unter http://www.finanzfrage.net/policy. Die Beiträge werden sonst gelöscht.

Vielen Dank für Dein Verständnis. Und viele Grüße

Ria vom finanzfrage.net-Support

Antwort
von mig112, 385

Der Rat kann nur sein, gleich drei Wohnungen mit je einem Drittel Eigenkapital zu erwerben... denk' mal darüber nach...!

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