Frage von ReusGoetze, 854

Kann Monatsraten bei OTTO momentan nicht mehr zahlen - brauche Rat wegen Brief

Hallo ich müsste seit 15.6. monatlich 244 euro an OTTO zahlen, aber diese und auch die nächsten beiden raten kann ich nicht zahlen. habe gesamtschulden dort von 2187 euro. ich könnte ab 1.9.2013 monatlich 150 Euro abzahlen. Jetzt wird bald ein Brief kommen mit folgendem Wortlaut, wozu ich dann noch ein paar fragen habe (weiter unten).

"Antrag zur Abzahlung meiner Schulden - bitte ausfüllen und an uns zurücksenden!

Für Kontonummer *****,

Ich erkenne an, der Firma OTTO den Betrag von 2186,96€ zzgl. Stundungszinsen pro Monat bei 2 MR 0,70%, bei 3 MR 0,62, bei 4 MR 0,59%, bei 5 MR 0,57%, bei 6 MR 0,55% bei 7-8 MR 0,54%, bei 9-10 MR 0,53%, bei 11-15 MR 0,52%, bei 16-37 MR 0,51%, bei 38-48 MR 0,52% zu schulden. Der Effektivzins wird bei Stundungsaufnahme mitgeteilt, er beträgt höchstens 12,12%. Ich bitte, meinen folgenden Abzahlungsvorschlag zu genehmigen. Ich tilge duesen Gesamtbetrag wie folgt: Ab.......überweise ich pünktlich zum 1. oder 15. eines jeden Monats.......Euro, Ansonsten wird die gesamte Restschuld auf einmal zur Zahlung fällig. (MR = Monatsrate)"

was ist hier der unterschied zwischen "stundungszinsen" und "effektifzins bei stundungsaufnahme"? liege ich richtig, dass wenn ich ab 1.9. meine neuen kleineren raten zahle, bis dahin folgende verzugszinsen angefallen sind?: 2186,96 * 0,0062 = 13,55 euro pro monat ... und das dann also mal 2,5 da ich 2,5 monate im rückstand bin bis dahin und diese summe dann auf die gesamtschuld addieren?

Antwort
von ottoSch, 854

Die Stundungszinsen kommen zu den normalen Sollzinsen noch oben drauf. Wenn Du das Angebot annimmst, dann teilen die Dir, je nach Stundensmonatsrate, die höhe des effektiven Zinssatzes mit.

Antwort
von DKR3000, 797

Was für Nachteile bis auf die Stundungszinsen hat es wenn man diese Vereinbarung eingeht? Geht es in die Schufa???

Gruß,

Antwort
von TOPWISSENinfo, 737

Es handelt sich wie ich sehe um so etwas wie eine Zahlungsvereinbarung. Du könntest die Zinsangaben nach unten verändern, jedoch bezweifele, dass Otto es so akzeptiert. Möglich wäre es. Die Zinsen halte ich für relativ hoch. Sollte Otto die Forderung titulieren, würden Verzugszinsen nach Gesetz unter 5% p.a. anfallen. Also weniger als die hälfte von den geforderten Zinsen. Kläre mit Otto wegen Schufa, wie es sich auswirkt. Wenn da kein negativer Eintrag droht, müsstest du überlegen, was dir wichtiger ist, negativer Eintrag und an Zinsen sparen oder kein negativer Eintrag, dafür mehr Zinsen zahlen.

Kommentar von gammoncrack ,
Sollte Otto die Forderung titulieren, würden Verzugszinsen nach Gesetz unter 5% p.a. anfallen. Also weniger als die hälfte von den geforderten Zinsen.

Soll das ein Scherz sein?

Kommentar von TOPWISSENinfo ,

Nein, aber möglich ist, dass ich mich nicht deutlich genug ausgedrückt habe oder Sie mich nicht verstanden haben wie so oft ;)

Wenn man es genau nimmt, erlischt bei Fälligstellung der Forderung auch der vereinbarte Zinssatz, weil der Vertrag ja gekündigt wird. Dann gilt bei Nichtzahlung ein Verzug und hier sind Zinsen m.E. etwa bis auf 5% p.a. über dem Basiszins (nicht mit dem EZB Leitzins zu verwechseln ;) ) begrenzt. Da derzeit der Basiszins im Minusbereich liegt, werden die Gesamtzinsen 5% p.a. wohl nicht überschreiten.

Natürlich gibt es Richter, die anders urteilen, aber es ist dann nicht die Regel.

Aber anstatt einer Kritik würde ich auch Ihre Meinung dazu hören, ohne klar zu stellen ob es nun eine Scherzfrage ist oder nicht. ^^

Kommentar von gammoncrack ,

Dann müsste ja jeder blöd sein, der höhere Zinsen als die 5%-Punkte über dem Basiszins zahlt. Der sollte doch sofort die Zahlungen einstellen, da dann der Kredit günstiger wird.

Und wie kann ein Richter anders urteilen, wenn es hier doch gesetzliche Vorgaben zur Berechnung für diese Fällen gibt?

Kommentar von TOPWISSENinfo ,

Es geht nicht um den Zinssatz an sich, es geht um den Vertrag :) Solange dieser nicht gekündigt ist und weiter läuft, sind die vertraglichen Regelungen ausschlaggebend. (solange diese nicht sittenwidrig sind). Nach Kündigung des Vertrages, erlöschen auch die Regelungen und es gelten die gesetzlichen Regelungen. Diese besagen meines Wissens, dass Verzugsschulden bis auf max. 5% p.a. über dem Basiszins nach Verbraucherrecht zu verzinsen sind.

Und was man lieber hat, ist ein anderes Thema. Da kommt auch Schufa und Zwangsvollstreckungsmaßnahmen ins Spiel. Das ist der Unterschied zwischen Titel und "freiwillige" Vereinbarung.

Was die Richter angeht, ist auch eigenes Thema. Manche Richter würden sagen, vertraglich vereinbart = Pflicht. Andere würden eher nach Vorgaben schauen. Das ist der Grund weshalb weitere Instanzen auch überhaupt anders entscheiden können.

Wie immer gilt; ich spreche entweder aus Erfahrung oder habe fachkundige Quellen. In diesem Sinne wie auch bei anderen Beiträgen höre ich hier auf, weil die Admins zu lange Threads hier offensichtlich nicht mögen und schnell löschen können. ^^

Mit Ihnen kann man wohl gute Diskussionen führen, aber hier sind die Möglichkeiten leider eingeschränkt. ^^

Kommentar von gammoncrack ,

Das geht hier nicht um Diskussionen, sondern darum, dass durch eine solche Antwort dem Fragesteller suggeriert wird, dass er durch die Nichtzahlung besser bedient wird, als wenn er den Kredit weiterbedient. Und das ist in einem solchen Forum mehr als schrecklich.

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