Frage von mephisto 20.03.2009

Kann man Unterhaltszahlungen Steuerlich absetzen. wenn Ja, Wie?

  • Antwort von Lissa 20.03.2009
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Kindesunterhalt kann grundsätzlich nicht steuerrechtlich berücksichtigt werden. Eine Ausnahme von diesem Grundsatz gibt es für solche Kinder, denen zwar Unterhalt geschuldet wird, für die aber kein Kindergeld gezahlt wird.

    Es handelt sich vor allem um folgende Fälle:

    (1) Kinder, die im Ausland leben. Kindesunterhalt an Kinder, die im Ausland leben, kann bis zu einem Betrag von 7.188,- Euro jährlich als außergewöhnliche Belastung (§ 33 a Absatz 1 EStG) abgezogen werden.

    (2) Kinder, die Wehr- oder Zivildienst leisten, denn auch für diese Zeit gibt es kein Kindergeld. Auch hier kann Unterhalt bis zur Höchstgrenze von 7.188,- Euro als außergewöhnliche Belastung abgezogen werden.

    Im übrigen gilt: Dem Ausgleich der Kosten für die Kinder dient das Kindergeld bzw. der Kinderfreibetrag. Das Verhältnis von Kindergeld zum Kinderfreibetrag ist folgendes: Man bekommt entweder Kindergeld oder einen Kinderfreibetrag. Das Finanzamt rechnet aus, was günstiger ist. Über das Jahr bekommt man erstmal Kindergeld, und zwar derzeit 154,- Euro pro Kind. Das ergibt im Jahr 1.848,- Euro. Das Finanzamt rechnet bei der Steuererklärung dann aus, ob der Steuerpflichtige mehr als diese 1.848,- Euro pro Kind sparen würde, wenn ihm der Kinderfreibetrag gewährt wird. Dies ist insbesondere bei hohen Einkünften der Fall. Falls der Steuerpflichtige sich mit dem Kinderfreibetrag besser steht als mit dem Kindergeld, erhält er den Kinderfreibetrag. Das bereits gezahlte Kindergeld muss er dann natürlich zurückzahlen, was dadurch geschieht, dass sich die zu zahlende Steuer um den Betrag des erhaltenen Kindergeldes erhöht.

    Dem unterhaltspflichtigen Elternteil steht für jedes Kind, an das er Unterhalt zahlt, ein halber Kinderfreibetrag zu. Zahlt der Unterhaltspflichtige den Kindesunterhalt nicht, so kann der andere Elternteil dessen Hälfte des Kinderfreibetrags auf sich übertragen lassen (§ 32 EStG).

    Derjenige Elternteil, der mindestens einen halben Kinderfreibetrag hat und bei dem die Kinder gemeldet sind, erhält ausserdem den Haushaltsfreibetrag. Sind die Kinder bei beiden Eltern gemeldet, so steht der Haushaltsfreibetrag der Mutter zu, die ihn aber auf den Vater übertragen kann. Bei mehreren gemeinsamen Kindern kann dieses Wahlrecht allerdings nur für alle Kinder gemeinsam ausgeübt werden.

    http://www.scheidung-online.de/scheidung_steuern.html

  • Antwort von Bizili 21.03.2009
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Falls man nachweislich Unterhalt zahlst kann man sich 0,5 Kinderfreibetrag auf der Lohnsteuerkarte eintragen lassen! Wenn die neue Lohnsterkarte kommt, nimmst Du die Nachweise über lfd. Zahlung für 2009 und den Bescheid über Unterhaltspflicht etc. mit. Formulare für 2010 liegen im Finanzamt aus, wenn alles klappt, dann steht auf deiner Lohnsteuerkarte unter II.Änderung der Eintragung im Abschnitt I. "Steuerklasse I, Zahl der Kinderfreibeträge 0,5". Mein Bekannter hat drei uneheliche Kinder und hat Steuerklasse I und 1,5 Kinderfreibetrag! Viel Glück!

  • Antwort von wfwbinder 21.03.2009
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Der Jenige, der seine Kinder innerhalb einer Ehe unterhält hat auch keine Anderen Vorteile Davon ie Du, nämlich auch nur das Kindergeld, respektive den Kinderfreibetrag, der Dir und der Mutter des Kindes (ggf. andere Verteilung möglich) zusteht.

    Von der Gesetzeslogik her, ist daher eine andere Regelung nicht möglich.

  • Antwort von Bizili 21.03.2009
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Wenn ich richtig Informiert bin, macht sich das auch beim Arbeitsamt bemerkbar?!

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