Frage von lotteschaefer, 312

Kann man innerhalb der Familie Schadenfreiheitsklassen tauschen?

Kann man innerhalb der Familie Schadensfreiheitsklassen bei der Autoversicherung tauschen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von gammoncrack, 312

Wenn Du differenzierst zwischen "Eheleuten" und "sonstige Familie": Ja und Nein!

Grundsätzlich gibt es den "SFR-Tausch" nur bei gleichem Versicherungsnehmer und unterschiedlichen Fahrzeugen, respektive Verträgen. Hier könnte man hin und her tauschen.

Will man den SFR mit jemandem anderem tauschen, geht es nur im Wege einer Übertragung des Schadenfreiheitsrabattes. Das wäre zwar auch ein Tausch, aber der kann nicht rückabgewickelt, bzw. später wieder getauscht werden. Hier müsste dann aber auch ein "überzeugender" Nachweis der jeweiligen Nutzung beider Fahrzeuge geführt werden. Siehe hierzu:

Übernahme aus Verträgen Dritter:

https://de.wikipedia.org/wiki/Schadenfreiheitsrabatt

Allerdings gibt es eine Ausnahme. Bei Eheleuten führen die (meisten) Versicherer auch später eine Rückübertragung durch. In einem solchen Fall könnte man also tauschen. Da das aber ein ziemlicher Formularkrieg ist, werden die meisten Versicherer das wohl auch formlos durchführen.

Ein Tausch, z. B. Sohn oder Tochter geht also nur über eine Übertragung, wobei in jedem Fall der jeweilige SFR durch die Dauer der Fahrerlaubnis hätte selbst erfahren werden können. Ist das nicht der Fall, gehen möglicherweise etliche SF-Klassen verloren.

Antwort
von SBerater, 220

kurz und knapp: jein. Man könnte die Verträge übertragen auf den jeweils anderen Partner. Ob die SF-Klassen so bleiben wie sie sind, ist eine andere Frage.

Etwas genauer betrachtet und ohne deine Motivation dahinter zu kennen, sehe ich jedoch Probleme, denn ein Tausch ginge in dem Falle nur durch Übertragung von Partner 1 auf 2 und 2 auf 1. Und diese Übertragung unterliegt Regelungen. Und die könnten dazu führen, dass die SF-Klassen angepasst, sprich verschlechtert werden.

Bei meiner Versicherung gäbe es jedoch Gestaltungsspielraum, weil Versicherter und Halter bei Ehepartnern nicht übereinstimmen müssen. Damit würde man die Halter so lassen wie es ist, die Versicherungsnehmer austauschen - über Kreuz.

Oder ihr tauscht Halter und Versicherungsnehmer gegen den jeweils anderen Partner. Dann habt ihr auch das Ergebnis, aber einen weiteren Halter in den Papieren.

Tip: sprich mit der Versicherung den Fall durch.

Antwort
von billy, 170

So ohne weiteres nicht, da hat der Versicherer das letzte Wort.

Antwort
von mig112, 143

Ist es eigentlich so schwer, eine einigermassen präzise Frage zu stellen, die der geneigte Fachmann m/w auch ohne "Nebelstocherei" beantworten kann!??

Googele mal die AKB TB28 und lies nach, ob die Voraussetzungen in deinem Fall gegeben sind. Über Kreuz tauschen kann interessant sein - die Alternative des "Rabattinhabers" (vergleichbar dem eingebrachten SFR des Mitarbeiters beim Dienstwagen) könnte aber ebenfalls wirtschaftlich sinnvoll sein.

Kommentar von gammoncrack ,

Googele mal die AKB TB28

Dann landet er aber fast im letzten Jahrhundert. Eine TB 28 gibt es in den Versicherungsbedingungen schon seit anno Schnee nicht mehr.

Kommentar von LittleArrow ,

Läßt das nun auf das Wissen oder Alter des Users schließen?

Kommentar von gammoncrack ,

Ich finde das garnicht so verwerflich. Der Begriff TB 28.1 hat sich ja über Jahrzehnte eingebürgert. Wenn ich mit einem Spezialisten über eine SFR-Übertragung spreche, reden wir immer über die TB 28, auch heute noch.

Ruft man heute einen Versicherungssachbearbeiter (Kfz) an und fragt nach der TB28, weiß der sofort, worum es geht.

Ich hatte das nur deswegen erwähnt, weil der Fragesteller heute in den Versicherungsbedingungen der Versicherer diesen Paragrafen nicht mehr finden würde. Er müsste sich also in den vorne stehenden Überschriften das Thema "Übertragung des Schadenfreiheitsrabattes" raussuchen und dann, gem. Seitenangabe, den entsprechenden Passus durchlesen.

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