Frage von wunschmama, 5

Kann man grundsätzlich sagen, für Alleinerziehende ist Riester besser als Betriebsrente?

Ist es tatsächlich so, daß Alleinerziehende grundsätzlich mit Riester besser fahren als mit einer Betriebsrente-wenn ja weshalb genau?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von alfalfa, 5

Ich versuche mal einen unkomplizierten Ansatz:

  1. Viele junge Kinder plus geringer Verdienst= Riester Super!
  2. Sehr hoher Verdienst = Riester Super!

Achtung: Es gibt mehrere Formen von Riester!

Sicherheit was vorteilhafter ist geht nur über einen Schichtenvergleich. Siehe Niklaus Posting.

Man lerne: Riester soll nur das Delta ausgleichen, was im Rahmen der Rentenreform weg genommen wurde.

Antwort
von Kevin1905, 4

Tendenziell ist das oft so, jedoch kann man dies nicht kategorisch sagen. Hier spielt auch die weitere Lebensplanung eine Rolle.

Riester schränkt die Möglichkeiten im Falle eines Auswanderns oder einer Selbständigkeit natürlich ein wenig ein.


Die beiden Angebote werden unterschiedlich gefördert.

  • Bei Riester erfolgt die Förderung über Grundzulagen für den Antragssteller (maximal 154,- € p.a.) sowie evtl. Kinderzulagen für kindergeldberechtigte Kinder (185,- € wenn vor dem 01.01.2008 geboren, 300,- € für nach dem 31.12.2007 geborene). In manchen Kostellationen entsteht ein "über die Altersvorsorgezulage hinausgehender Steuervorteil".
  • eine bAV wird dadurch gefördert, dass die Beiträge steuer- und sozialabgabenbefreit vom brutto bespart werden und dadurch der Arbeitnehmer nur einen Teil des Beitragsaufwandes durch Nettoeinbußen aufbringt, der Rest durch die weniger zu zahlenden Abgaben entsteht. Wenn hier noch VL einfließen oder sich der Arbeitgeber beteiligt kann man u.U. sogar eine bAV zum Nulltarif bekommen (Nulltarif bezogen auf die Höhe des ausgezahlten Nettoeinkommens).

Dann sollte man im Bezug auf die Leistungsphase sich erneut mit der Abgabenthematik auseinandersetzen.

Beide werden nachgelagert besteuert, heißt die Rente bzw. Kapitalleistung sind zu 100% dem steuerpflichtigen Einkommen zuzurechnen. Auch fällt für die bAV ein Beitrag zur Krankenversicherung an, sofern man im Alter nicht privat krankenversichert ist. Bei Riester wäre dies nur der Fall, wenn man im Alter "freiwillig gesetzlich versichert ist". Bei Pflichtversicherung in der KVdR fällt kein KV-Beitrag für die Leistung aus der Riester an.

Antwort
von Niklaus, 3

Nein das kann man pauschal nicht sagen.

Die wirklich wichtige Frage zur Altersvorsorge sollte lauten: „Welche Altersvorsorge ist für mich optimal“? Die Altersvorsorge ist seit 2005 in 3 Schichten aufgeteilt. Schicht 1 Basisversorgung: gesetzliche Rentenversicherung und Basisrente (Rürup-Rente). Schicht 2 Zusatzversorgung: betriebliche Altersvorsorge und Riester-Rente. Schicht 3 Kapitalanlagen: Private Renten- bzw. Kapitallebensversicherungen und Aktienfondssparpläne etc. Weder die optimale Schicht noch die Art der Altersvorsorge kann man pauschal festlegen. Jede Form der Altersversorgung hat unterschiedlich hohe Aufwendungen zum Ansparen einer gleichen Nettorente. Deshalb ist es wichtig, dass vor Abschluss jeglicher Altersvorsorge ein qualitativer und quantitativer Schichtenvergleich durchgeführt wird. Denn es ist ein großer Unterschied, ob man von der ausgezahlten Rente noch Steuern und ggf. Krankenversicherung zahlen muss oder nicht.

Beispiel:

Mann, ledig, 34 Jahre alt, Versorgungslücke ab dem 67. Lebensjahr 540 € monatlich (=erforderliche Nettorente)

Um die Versorgungslücke von 540 €/Monat netto abzudecken, werden folgende Bruttorenten je Schicht benötigt:

Basisrente: 779 € Direktversicherung, Pensionsfonds, Pensionskasse: 1.050 € Unterstützungskasse, Pensionszusage: 1.050 € Riesterrente: 779 € Private Leibrente: 568 € Investmentfonds-Auszahlungsplan: 690 €

Der erforderliche Beitragsaufwand monatlich, um die Versorgungslücke abzudecken, beträgt:

Basisrente: 210 € Direktversicherung, Pensionsfonds, Pensionskasse: 302 € Unterstützungskasse, Pensionszusage: 302 € Riesterrente: 210 € (damit wird aber nicht die komplette Versorgungslücke gedeckt) Private Leibrente: 110 € Investmentfonds-Auszahlungsplan: 116 €

Die Differenz zwischen Bruttorente und Nettorente sind Steuern und Beiträge für die Krankenversicherung. Ausgehend von den unterschiedlichen Bruttorenten, ist die Höhe des monatlichen Aufwands natürlich auch unterschiedlich. Bei der Ermittlung des Nettoaufwandes müssen nämlich noch die unterschiedlichen staatlichen Förderungen und die unterschiedlichen Renditen der Vorsorgeformen eingerechnet werden.

Antwort
von Embachers, 3

würde ich schon so sagen, bedenkt man dass es für Riester die Kinderzulage gibt!

Antwort
von billy, 3

Nein das kann man grundsätzlich nicht sagen.

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