Frage von suedlaender, 12

Kann man den Fondsberichten glauben schenken, oder wird da auch betrogen?

Hat es das schon einmal gegeben, daß ein Fonds gar nicht nach dessen Berichterstattung angelegt hat und die Zahlen einfach nur vorgegaukelt worden ist? Was passiert dann eigendlich mit dem angelegten Geld? Ist es dann verloren, wenn Berichte und Analge gefälscht worden sind? Mir geht es zum Beispiel um die Fonds, die sich stetig gut entwickeln, auch wenn nicht mit der höchsten Performance aber stetig nach oben, unabhänig von der Börsenlage. Wie der A0M8HD. Gut in 2009 ging der auch in die Knie, aber sonst weniger als andere.

Antwort
von Finanzschlumpf, 5

Also an Betrug im großen Stil glaube ich auch nicht. Ausnahmsweise würde ich hier sogar sagen, dass der Name schon auch was Wert ist, sprich, für eine Union, DWS , Deko usw. usw. würde ich eher meine Hand ins Lagerfeuer legen als für eine Fondgesellschaft, die ich noch nie gehört hab, und die ihren Sitz auf den Cayman Islands hat......

Was natürlich stattfindet - systematisch - ist eine Selbstbelügung.

Der Fonds x der Gesellschaft y rechent seine z Daimleraktien zur Berechnung des Fondsvermögens mit dem Schlusskurs um. Der Fonds a der Gesellschaft b und der Fonds c der Gesellschaft d machen mit ihren Daimleraktien das Gleiche. Die impliziert, dass alle Fonds ihre Bestände zum letzten Kurs - der ja Angebot und Nachfrage ausglich - problemlos hätten verkaufen können. Das ist natürlich eine Illusion......

Möchte jetzt aber niemand Angst machen.....

Antwort
von gandalf94305, 4

Die Geschäftsberichte der Fonds sind von Wirtschaftsprüfern geprüft und attestiert. Daher sind die Bestandspositionen etc. durchaus zum Aufnahmezeitpunkt korrekt widergegeben.

Allerdings kann man zu Stichtagen auch beliebig tricksen, indem beispielsweise kurzfristige Positionen über Repos ausgelagert werden oder kurzfristig Zusatzerträge erreicht werden, die jedoch nach ein paar Tagen wieder verschwinden. Lange kann man das nicht aufrechterhalten. UCITS und die deutsche Steuergesetzgebung legen zahlreiche Berichtsauflagen für Fonds fest.

Eine hohe Diskrepanz zwischen realen und berichteten Zahlen findet man eher im Bereich geschlossener Anlagen. Madoff, Ponzi, Rothstein und ein paar andere Namen fallen mir da ein :-)

Antwort
von wfwbinder, 4

Theoretisch ist Betrug möglich.

aber bei den großen Fondsgesellschaften wird so etwas bestimmt nicht passieren.

Die Berichte werden schon korrekt sein. Die Fondsmanager haben bestimmt keine Lust ein Strafverfahren an den Hals zu bekommen.

bei kleinen geschlossenen Fonds muss man eventuell vorsichtiger sein.

Antwort
von Niklaus, 1

Die Fondsgesellschaften müssen ihre Jahresabschlüsse testieren lassen. Die Depotbanken schauen auch ob nach Prospekt angelegt wird. Außerdem gehören Investmentfonds zum geregelten Markt und sind gesetzlich geregelt und überwacht. Betrug kommt hier nicht vor.

Antwort
von billy,

Es kann jedenfalls nicht schaden nicht alles zu glauben was Werbeprospekte versprechen.

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