Frage von blumenstrauss, 104

Kann man aus jedem Riester-Vertrag ab 2014 Geld entnehmen und Baudarlehen zurückzahlen?

Stimmt es, dass man ab 2014 aus jedem Riester-Vertrag Geld entnehmen kann und dafür ein Baudarlehen zurückzahlen kann. Muss man etwas beachten, wenn man das macht? Sind irgendwelche Nachteile damit verbunden?

Antwort
von MadRampage, 104

Ja, Zitat "[...] .. werden die förderunschädlichen Entnahmemöglichkeiten erweitert. So kann das Altersvorsorgevermögen dann jederzeit für die Umschuldung eines für die Anschaffung oder Herstellung der Wohnimmobilie aufgenommenen Darlehens entnommen werden. Dies war bisher nur zu Beginn der Auszahlungsphase des Riester-Vertrags zulässig. Eine Entnahme ist ab 2014 ebenso förderunschädlich für die Finanzierung eines barrierereduzierenden Umbaus der eigenen Wohnung möglich. Dies ermöglicht es dem Anleger, seine selbst genutzte Wohnimmobilie altersgerecht umzubauen."

quelle http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Monatsberichte/2013/07/Inhalte/...

Die "Nachteile" sind wie beim Wohnriester bisher auch:

  • "nur" für selbstgenutzes Wohneigentum (Anschaffung, Entschuldung, Umbau)
  • "Wohnförderkonto": Die entnahme wird auf dem Wohnförderkonto verzinst und ist beim Renteneintritt zu versteuern. Die sogenannte nachgelagerte Besteuerung, wie bei jedem Riester
  • "Rentenverlust": Der Wohnriester bringt keine Rentenzahlung
Kommentar von Maxieu ,

Man könnte allerdings das Wohnförderkonto durch Einzahlung genau jenes Betrages, den das Wohnförderkonto zum jeweils gegebenen Zeitpunkt aufweist, auf den Altvertrag (und bei entsprechender Mitteilung an den Anbieter und die Zulagenstelle) das Wohnförderkonto vor Renteneintritt löschen.

Vorteil: Der auf dem WFK aufgelaufene Betrag würde nicht mehr um 2% jährlich anwachsen - was wohl vor allem bei einem vermuteten eigenen Einkommensanstieg von unter 2% jährlich interessant wäre oder aber auch dann, wenn man nach Abzahlung des Kredits den Riester-Vertrag ruhen lassen möchte.

Kommentar von MadRampage ,

Richtig, wenn man kann und will darf man "sich selbst" einen Wohn-Kredit geben:

  • Riestervertrag vorhanden und bespart => Entnahme des Guthabens zum Hauskauf oder Entschuldung
  • später sich selbst das Darlehen zurückzahlen durch extra-Einzahlungen in den alten Riestervertrag

Auch das kann sich rechnen insbesondere wenn die Bauzinsen höher sind als 2% und/oder man durch dieses EK eine bessere Beleihungsquote und damit bessere Bauzinsen bekommt

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