Frage von unternehmerin,

Kann man auch mit Aktien einen Dauerauftrag zum monatlichen Kauf geben wie bei Fonds?

Wenn man jeden Monat die gleiche Aktie kauft, dann hat man doch vielleicht auch hier den cost Average Effekt? Bei Fonds mach ich das schon, bieten Banken das auch für Aktien an, so eine Art Dauerauftrag? Ist das ratsam?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von gandalf94305,

Ja, das gibt es durchaus. Es nennt sich Aktiensparplan und wird z.B. von Cortal Consors, DAB Bank und anderen angeboten.

Allerdings haben Aktien nicht ein aktives Management und bei einer Vermögensanlage auf z.B. 20-30 Jahre stellt sich die Frage, ob das Unternehmen wirklich so lange eine sinnvolle Anlage sein wird. Hier sind Fonds doch eher das Mittel der Wahl, die über die Zeit hinweg ihre Zusammensetzung und Strategie auch ändern können.

Weiterhin besteht bei Aktien natürlich ein Einzelrisiko, d.h. um das herauszumitteln müsste man schon eine ganze Reihe solcher Sparpläne haben oder genügend Fonds, so daß die Aktie nur eine Beimischung ist.

Ich persönlich halte daher wenig davon.

Antwort
von SBerater,

den "Dauerauftrag" musst und kannst du selbst umsetzen. Nur sind bei kleinen Orderbeträgen die Kosten vermutlich prozentual sehr hoch. Das solltest du bedenken.

Bei Fondssparen ist der Ansatz ein anderer, denn hier werden in dem genannten Modell die Kosten reduziert, weil alle Beteiligten ein Interesse an dem Verkauf haben.


Ich las gerade die Antwort von gandalf und verweise auf diese!

Antwort
von althaus,

Nein das ist nicht ratsam. Die Schwankungen bei den Einzelaktien sind enorm und jede Nachricht kann dazu führen daß sich der Kurs enorm verändert. Im Grunde genommen hast Du Recht, wenn Du von einer Aktie überzeugt bist auch zu verbilligen. Jedoch musst Du den Auftrag immer selbst geben. Die wenigsten haben einen Anlageberater, der das mit Abstimmung mit den Kunden in die Hand nimmt. Meist sind das Anlageberater für Vermögende Kunden die eine Aktie in Auftrag des Kunden stetig verfolgen und wenn sie eine Kaufgelegenheit sehen den Kunden anrufen und den Kauf oder Verkauf mit ihm abstimmen. Diese Vorgehensweise ist viel effizienter als immer zum 1. des Monats eine Anzahl von Aktien blind zu kaufen.

Kommentar von GAFIB ,

..."die Schwankungen bei Einzelaktien sind enorm"... : Gerade bei Titeln, die stark schwanken (und am besten noch seitwärts laufen) wirkt sich der cost-average-Effekt besonders gut aus.

Generell wird der cost-average-Effekt aber überschätzt: Wenn die Märkte längerfristig nach oben laufen (also günstig bis fair bewertet sind so wie jetzt), dann ist es am effizientesten, möglichst rasch zu kaufen (-> je später, desto teurer).

Ich persönlich favorisiere starke Kursrückgänge für nicht-automatisierte Nachkäufe.

Kommentar von gandalf94305 ,

Der Punkt ist hier weniger Cost-Averaging, sondern die Frage nach dem langfristigen Trend einer Aktie. Bei Fonds kann man durch die Diversifikation und das ggf. erfolgende Umschichten (aktiv per Stockpicking oder passiv per Index) von einem langfristigen Trend nach oben ausgehen. Bei Einzelaktien ist das nicht gegeben.

Kommentar von GAFIB ,

@gandalf: Sorry, das stimmt so nicht: Viele Einzelaktien sind weit erfolgreicher als Fonds (und nur ca. 20% der Fonds sind erfolgreich, weil besser als ihr Index).

Eine Risikostreuung kann man sehr wohl auch über einen Korb von Einzelaktien erreichen - zumal dann, wenn man wie die Fragestellerin bereits eine Portfolio-Basis über Fonds hat.

Und nochmals: Cost Average funktioniert logischerweise dann am besten, wenn bei Seitwärts-Märkten starke Schwankungen vorhanden sind, die durch C.A. ausgenutzt werden. Schwankungen sind aber bei Einzelaktien stärker gegeben als bei Fonds, deshalb funktioniert es dort auch am besten.

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