Frage von xyloto,

Kann man als Selbständiger auch Aufträge erteilen anstatt jemanden anzustellen?

Kann man als Selbständiger auch beispielsweise eine selbständige Buchhalterin beauftragen, die einem dann die ganz Verwaltung macht? Käme man damit billiger als jemanden fest einzustellen?

Antwort
von klapperstorch78,

Ich denke es kommt zunächst darauf an, wie du die "ganze Verwaltung" definierst. Brauchst du dafür Fahpersonal oder reicht eine geschulte Kraft bzw. Sekräterin aus?

Bei manchen Aufgaben ist eine kompetente Kraft nötig und die kostet dann auch entsprechend, wenn man diese vollzeit einstellt. In diesem Fall ist es wirklich besser jemanden zu beauftragen. Wichtig ist auch der Umfang der Aufgaben. Wenn der Zeitaufwand überschaubar ist, dann kann man outsourcen. Wenn jedoch ein großer Bedarf besteht, kann ein Unternehmer teuerer werden als ein Angestellter.

Sollte es sich bei der "Verwaltung" um einfachere Aufgaben handeln, lohnt es sich oft eine Halbtagskraft mit Erfahrung auf diesem Gebiet einzustellen. Einfachere Aufgaben kann man auch von Stundenten auf Stundenbasis erledigen lassen.

Antwort
von gandalf94305,

Wenn eine Dienstleistung nach Bedarf eingekauft wird, dann ist das natürlich flexibler. Andererseits wird diese Flexibilität unter Umständen mit höheren Kosten als bei einer Anstellung zu bezahlen sein. Vielleicht möchtest Du ja auch jemanden mit einem Vertrag der Abrechnung nach Stundensatz einstellen, d.h. es wird ein Kontingent von z.B. 40 Stunden im Monat fest vereinbart, zusätzlich wären weitere 40-120 Stunden nach Absprache zu leisten, die nach Aufwand vergütet werden.

Du wirst also planen und vergleichen müssen und auch die steuerlichen Aspekte mit Deinem Steuerberater durchsprechen.

Antwort
von gammoncrack,

Gute Frage!

Natürlich gibt es so etwas. Nennt man Outsourcing. Das muss man allerdings wohl selbst ausrechnen oder sich ausrechnen lassen.

Vorteile und Nachteile hat beides. Wir z. B. Deine eigene Angestellte krank, zahlst Du erst einmal Lohn weiter, ohne das Dir die Arbeitskraft zur Verfügung steht, wird die externe Buchhalterin krank, musst Du nicht mehr zahlen und könntest jemand anders suchen.

Die Auslastung einer eigenen Kraft spielt auch eine Rolle. Hat sie einmal nichts zu tun, zahlst Du auch weiter, während die externe Kraft nach tatsächlichem Aufwand berechnet.

Es gibt noch etliche andere Punkte, wie Steuer, Sozialabgaben, usw.

Antwort
von SBerater,

klar geht das, wieso auch nicht!?

Probleme sind die üblichen: Scheinselbständigkeit. Der Beauftragte sollte mehrere Kunden haben.

Ob das billiger käme? Das musst du schon selbst ausrechnen, wenn du Angebote hast. Brauchst du nur jemanden tageweise, dann sollte es günstiger sein. Brauchst du jemanden fulltime, dann ist es ein Angestellter. Nimmst du eine Firma als Auftragnehmer, so wird es teurer sein.

Antwort
von EnnoBecker,

die einem dann die ganz Verwaltung macht

Ich weiß jetzt, was du unter "ganz Verwaltung" verstehst, aber ich kann verstehen, wenn ein Bäcker backen und nicht buchen will. Und weil das viele verstehen, und weil es viele gibt, die lieber buchen als backen, haben sich Buchhaltungsbüros etabliert, die zumindest diesen Teil der Verwaltungsarbeit übernehmen.

Und da ist es sicherlich nur eine Frage des Preises, wenn diese Leute auch die Ablage, das Mahn- und Zahlungswesen und die Korrespondenz übernehmen.

Ich arbeite seit Jahren mit einer selbständigen Buchhalterin zusammen, deshalb weiß ich das.

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