Frage von Hartmuth7, 42

Kann ich rechtlich darauf bestehen, das Beratungsprotokoll bzw. eine Kopie für meine Rentenversicherung ausgehändigt zu bekommen?

Die Versicherung (Rürup) habe ich Ende 2007 abgeschlossen, das Protokoll wurde mir nicht ausgehängigt. Heute wollte ich das Protokoll anfordern, bzw. eine Kopie. Der Finanzberater verweigert mir dies aber. Er verweigert mir auch jegliches weitere persönliche Gespräch und hat mir sozusagen die Zusammenarbeit aufgekündigt.

Antwort
von casybeny, 11

Hallo

Die anderen haben ja schon alles gesagt . Aber ich möchte noch dazu bemerken , das dieser Berater leider wieder ein Beispiel ist was unseren Beruf schlecht macht . Wir als ehrliche loyale unabhänige Berater müssen uns wegen solchen Leuten immer wieder verteigen .

Ich würde auch raten diese Person zu melden und eine beschwerde einzureichen bem Vermittlerregister registrierte Versicherungsvermittler.

LG

casybeny

Antwort
von Hanseat, 40

Selbstverständlich hast Du ein Recht darauf. Seit dem 22.05.2007 gelten die entsprechenden Vorschriften und Gesetze.

Kommentar von Hartmuth7 ,

... würde es Sinn machen bzw. wäre es empfehlenswert, das Protokoll direkt über die Versicherungsgesellschaft anzufordern?

Kommentar von frodo1405 ,

aus meiner Sicht wäre das der nächste logische Schritt

Kommentar von betriebssparen ,

Na auf jeden Fall mit freundlicher Bitte für die Vollständigkeit Deiner Unterlagen, weil Du ja nicht ganz sicher bist, wo Deines abgeblieben ist . . .  ;-)

Antwort
von betriebssparen, 25

Hallo Hartmuth7,

Ein Gesprächs- bzw. Beratungs-Protokoll ist grundsätzlich von beiden Parteien zu erarbeiten und zu unerschreiben. Solltest Derst gar kein Exemplar erhalten haben, kann notfalls das ganze Protokoll und somit auch die gesamte Beratung angezweifelt werden, denn afür ist ein solches Protokoll ja da.

Soweit mir bekannt, bestätigst Du sogar mit Deiner Unterschrift einen solchen Erhalt.

Kleiner Tipp um für Dich sicherzustellen, dass Du kein Protokoll erhalten hast und auch keines bekommst:

Schreib Deinen Berater als Fax, Email oder 'Einwurfeinschreiben' an und gib - sehr freundlich! - Dein letztes Telefonat wieder, also u.a. dass Du bedauerst, dass es keine Betreuung mehr gibt und dass er Dir leider sowohl bei der Beratung damals als auch heute das Beratungsprotokoll nicht zur Verfügung stellen kann usw.

Wenn er darauf nicht in angemessener Zeit (so ca. 2-4 Wochen) nicht antwortet, gilt dieser Inhalt als von ihm angenommen und ist nun Dein schriftliches Protokoll!! Könnte mal als Beweis helfen. Man weiß ja nie ...  ;-)

Viel Erfolg damit!

LG von Betriebssparen

Kommentar von hildefeuer ,

Vermutlich gibt es gar kein Protokoll, bzw. der Berater hat es nachträglich erstellt. Das war ja ein bekannter Trick, man lässt es dann einfach mit unterschreiben bei Vertragsabschluss. Es wurde ja nicht ausgehändigt. Warum wohl?

Kommentar von betriebssparen ,

Hallo hildefeuer,

zunächst vielen Dank für Deinen Hinweis. Soweit "um die Ecke" hab ich gar nicht gedacht. Allerdings sehe ich das eher als Bestätigung für die Antwort, denn dann wäre ja jemand da draussen, der im Nachgang alles mögliche in ein solches "Blanko"-Protokoll schreiben könnte und die Bestätiging für die rechtzeitige Übergabe hätte er dann schon. Manchmal reicht es mit o. g. Aktion ein wenig Unklarheit hineinzubringen, sodass der Berater im worst case als nicht ganz "glaubwürdig" erscheint. Einen Versuch wäre es auf jeden Fall wert.

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