Frage von trops,

Kann ich nach 6 oder 7 Jahren klagen?

Hallo,

ich hab mal in einer Firma als Lagerist gearbeitet. So ca 11 Monate hab ich dort gearbeitet, wurde von einer Leihfirma hingeschickt. Dort im Lager wird mit einem Überbrückungskran gearbeitet. Jetzt kommen wir zu meinem Arbeitsunfall. An dem Tag sollte ich an dem Kran alleine arbeiten, wobei ich später also nach meinem unfall erfaqhren hab, dass dort mindestens 2 seien müssen. Auf jeden fall, hatte ich mit einer Hand die Fernbedienung vom Kran und mit der anderen Hand habe ich versucht die ketten zusammenzuhalten, da waren 2 Stähle a ca 200 kg, darauf hin ist ein auf das andere gekippt und mein Daum war da zwischen. Zum Glück hab ich es noch rausbekommen und meine daum war auch noch dran, aber zertrümmert. Dann war ich ca 3 Monate Krankgeschrieben und dannn hab ich ganz normal weiter gearbeitet, aber jetzt merke ich das ich schäden vom trage. Also kann ich die Firma jetzt noch nach 7 Jahren klagen?

Ich hoffe, ihr konntet mich verstehen, kann nicht so gut schreiben.

mfg

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Antwort
von cocoB,

Wenn es damals ein Arbeitsunfall war, sollte es eigentlich der Berufsgenossenschaft gemeldet worden sein. Oft kommt bei einem Arbeitsunfall auch die Polizei und nimmt die Sachlage auf,war das beiDir auch der fall? Hast Du ein Aktenzeichen?

Auf alle Fälle kannst Du versuchen etwas geltend zu machen, da es sich anscheinend um Spätfolgen deines damaligen Unfalls handelt.

Weißt Du denn in was für einer Berufsgenossenschaft der Betrieb geführt wird? Gehe zu deinem damals behandelnden Arzt erkläre im die Sachlage, und lasse Dir vieleicht deine momentanen Beschwerden/Einschränkungen Attestieren. Der Arzt kann Dir sicherlich auch dabei behilflich sein welcher BG der Betrieb angehört. Melde Dich bei der BG, (Unfallort und Unfallzeitpunkt mußt Du angeben, am besten wäre natürlich wenn Du ein Aktenzeichen hast) sag das Du nun Folgebeschwerden hast, und schicke denen dein Attest.

Deine alte Firma zuverklagen, ist denke ich Quatsch. VIEL ERFOLG!

Kommentar von trops ,

ok, dankeschön, ich werde es mal versuchen....

Antwort
von Snooopy155,

Auch vor 7 Jahren wurde man bei Arbeitsaufnahme in einer neuen Firma am neuen Arbeitsplatz eingewiesen und hat eine Sicherheitsbelehrung erhalten, die auch in den Personalakten abgelegt worden sein sollten. Ich kan mir kaum vorstellen, dass man Dich damals nicht entsprechend eingewiesen hat. Und damit hast Du selbst grob fahrlässig gehandelt. Das wird bei der Anerkennung von Ansprüchen gegenüber dem Arbeitgeber sicherlich Berücksichtigung finden.

Kommentar von trops ,

also, ich wurde echt nicht eingewiesen, ich wurde öfter von einer Halle zu der anderen geschickt, mit Helm tragen wusste ich rein garnichts. Aber ich denke da kann jetzt auch nicht mehr viel machen oder?

Antwort
von imager761,

Ich gehe davon aus, dass du in der Kranführung unterwiesen worden bist. Demnach wäre der AG von Haftung befreit, wenn du die UVV ignorierst.

Sofern du den Vorfall beim Durchgangsarzt (Notaufnahme) nicht als Arbeitsunfall gemeldet hast, ist es auch keiner gewesen. Andernfalls hättets du längst von der BG seitenlang Papiere ausfüllen müssen.

Im Ergebnis ist da nichts mehr zu machen :-(

G imager761

Antwort
von barmer,

Hallo,

bevor man klagt, würde ich den Fall der Berufsgenossenschaft melden.

Das hat vielleicht der Arbeitgeber damals auch getan. Dann können jetzt Ansprüche gestellt werden. Natürlich wird die BG überprüfen, ob es wirklich Folgen des Unfalls sind.

Aber das wäre der korrekte Weg. Eine direkte Klage ist wenig sinnvoll.

Viel Glück

Barmer

Kommentar von trops ,

danke, das hat mir echt weiter geholfen

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