Frage von Xxxhn, 52

Kann ich mit 18 Jahren als Schülerin ausziehen?

Hallo,

ich bin 18 Jahre alt und wohne in Bayern. Seit meinem 12 Lebensjahr ist meine alleinerziehende Mutter alkoholabhängig. Langsam aber sicher halte ich das Zuhause nicht mehr aus. Ich bin Schülerin der Fachoberschule und mache kommendes Jahr mein Fachabitur. So wie es aber Zuhause zugeht, kann ich mich sehr häufig nicht mal mehr auf das lernen konzentrieren. Nun möchte ich wissen, ob es denn irgendeine Chance gäbe, von Zuhause auszuziehen und Hilfe vom Staat zu beantragen, wo meine Mutter doch selbst seit kurzem von Sozialhilfe lebt.

Vielen Dank im Voraus.

Antwort
von achim44DA, 52

Hallo ich möchte dir gerne helfen mit einem Dach über den Kopf erstmal (seriös und ohne hintergedanekn ) schreib mir mal an achim44-darmstadt@online.de

Antwort
von Privatier59,

Anspruch auf Schüler-Bafög besteht leider nicht:

http://www.bafoeg-rechner.de/FAQ/schueler-bafoeg.php#p2

Es bleibt der Anspruch auf Sozialhilfe. Erkundige Dich beim Sozialamt nach den Hilfsmöglichkeiten. Allerdings wird man Dir -von Notunterkünften einmal abgesehen- keine Wohnung zur Verfügung stellen können. Den Auszug dann wirklich realisieren zu können wird wohl ein schwieriges Unterfangen.

Antwort
von blnsteglitz,

lass dich mal von der Althaus Antwort nicht verunsichern, die ist sehr unsensibel.

P59 hat dir schon einen Tipp gegeben- mach beim zuständigen Amt einen Termin und schildere dort eindringlich deine Situation. Vielleicht gibt es ja doch einen Weg. Ich drücke dir beide Daumen - ganz doll.

Kommentar von EnnoBecker ,

Wie gesagt: Erst mal ab nach Conradshöhe.

Kommentar von blnsteglitz ,

wohnt doch aber in Bayern........

ich wünsche ihr, dass es so etwas dort auch gibt.

Kommentar von EnnoBecker ,

Ja, das ist schon klar. Aber warum solte es dort keine Einrichtuntgen geben?

Kommentar von Xxxhn ,

Vielen Dank ich werde michdie Woche erkundigen. :)

Antwort
von EnnoBecker,

Ich habe eine andere Ansicht als die beiden Antworter althaus und P59, weil ich die Situation kenne.

Du gehst zum Jugendamt und schilderst dort die Situation. Wenn man dir hilft, kannst du sofort in Inobhutnahme gehen. In Berlin beispielsweise ins Haus Conradshöhe in Tegel.

Etwas problematisch ist dein Alter. Das JA wird bestrebt sein, dich sobald wie möglich aus ihren Fittichen zu entlassen. Ab da bist du "Kundin" beim "JobCenter".

Kommentar von Privatier59 ,

Ist denn für eine Volljährige noch das Jugendamt zuständig?

Kommentar von EnnoBecker ,

Jein.

Es ist eine "Heranwachsende", da wird im Einzelfall entschieden.

Kommentar von Xxxhn ,

Dankeschön, ich werde mich nächste Woche erkundigen. :)

Antwort
von althaus,

Solange Du in der Ausbildung bist brauchts Du keine Hilfe vom Staat zu erwarten. Dafür sind die Eltern zuständig. Ich finde es ein unding, solange man kein eigenes Einkommen hat von zu Hause ausziehen zu wollen. Wer soll denn das bezahlen?

Kommentar von blnsteglitz ,

hallo? Hast du die Frage richtig gelesen? Das ist so eine beklo..te Antwort...... Grrrrrrrrr

Kommentar von EnnoBecker ,

Ja, althaus sollte sich lieber weiter mit der Vermietung seiner Wohnung befassen.

Kommentar von blnsteglitz ,

und seine Schimmel striegeln....

Kommentar von EnnoBecker ,

Schimmel in der Wohnung?

Weia.

Kommentar von blnsteglitz ,

;-)))))))

Kommentar von Fragfreund ,

Ja, althaus sollte sich lieber weiter mit der Vermietung seiner Wohnung befassen.

Allerdings erst, nachdem der Vormieter entsorgt ist.

Kommentar von Fragfreund ,

hallo? Hast du die Frage richtig gelesen? Das ist so eine beklo..te Antwort...... Grrrrrrrrr

Obwohl mich "Hausmeister Krauses" Ansichten von Zucht und Ordnung, was Mieter angeht, auch nicht grad vom Hocker hauen, kann ich nicht umhin,doch etwas Sinnhaftigkeit in seiner Anwort zu sehen. Natürlich kann der Staat sich nicht um jeden Erwachsenen kümmern, der gesund ist und von zu Hause ausziehen will,obwohl die Eltern oder das Elternteil dafür noch Leistungen kassieren. Ganz davon abgesehen, dass auch Kinder gegenüber ihren Eltern bei Krankheit (und wie sonst soll man den Alkohohlismus der Mutter bezeichnen) eine Verpflichtung haben. Und es gibt auch genügend Eltern, die ihre alkohlkranken und drogensüchtigen kinder ertragen müssen und dies auch tun, auch über 18 Jahren. Ein Fachabitur dürfte auch bei gelegentlichen Ausrastern der Mutter zu bewältigen sein. Gemeinsames Lernen mit Freundinnen oder bei einem Freund oder einfach während des Unterrichts reinhauen könnte auch helfen, soweit nicht sogar vorübergehend eine Wohnmöglichkeit angeboten wird. Nebenbei jobben könnte man auch überlegen. Die Azubi-Bäckereifachverkäuferin steht sich auch schon ab 16 Jahren frühmorgends die beine Platt.

Kommentar von EnnoBecker ,

Natürlich kann der Staat sich nicht um jeden Erwachsenen kümmern, der gesund ist und von zu Hause ausziehen will

Tut er aber. Er gestattet es beispielsweise nicht grundsätzlich, dass ein 18jähriger Mensch eine eigene Wohnung bezieht und auf diese Weise der Bedarfsgemeinschaft entflieht und eigene Transferleistungen bezieht.

Auch im Strafrecht wird bei 18jährigen stets das JA mitbemüht, um festzustellen, ob Erwachsenenstrafrecht anzuwenden ist.

Und ebenso muss der Staat in Gestalt des JA sich auch um Heranwachsende kümmern. Sonst kämen wir ämlich in die Situation, dass der Fragesteller vom JobCenter das Umzugs-Verbot ausgeprochen wird, sie sich gleichwohl aber den Verhältnissen nicht erwehren kann. Und das kann es ja wohl nicht sein.

Außerdem würden Jugendlich am Tag ihres 18. Geburtstags aus dem Heim entlassen, aus der betreuten WG rausgeschmissen werden.

Solche Methoden sind in unserer Zivilisation längst aus der Mode gekommen.

Kommentar von Fragfreund ,

Solche Methoden sind in unserer Zivilisation längst aus der Mode gekommen.

Wenn du das sagst ! Wenn ich grundsätzliche Zweifel daran hege,wie es mit unserer Zivilisation bestellt ist, schaue ich ganz einfach nach Guantanamo.

Kommentar von EnnoBecker ,

schaue ich ganz einfach nach Guantanamo.

Falsch. Du musst einen Vergleich mit den Nazis oder Hitler machen: http://de.wikipedia.org/wiki/Godwin%E2%80%99s_law

Kommentar von Fragfreund ,

Warum in die Vergangehheit schweifen, sieh das Schlechte liegt so nah (frei nach Goethe)

Kommentar von Xxxhn ,

Ich bin schon der Meinung, dass es da eine Chance geben könnte mich zu unterstützen. Klar ist sowas nicht einfach. Ich möchte ja nicht grundlos ausziehen. Schon 6 Jahre halte ich das Ganze aus und es wird immer schlimmer. Irgendwann hat man es einfach satt und solange Sie nicht in meiner Haut stecken, werden Sie wohl schwer begreifen können, wie ätzend eine solche Situation ist. Wenn Eltern ihre Kinder nicht unter Kontrolle haben ist das ja wohl eine ganz andere Sache. Ich verlang ja auch nicht, dass mich der Staat durchfüttert! Schließlich strebe ich auch einen höheren Schulabschluss an um später mehr verdienen zu können und da werde ich ja auch mit meinen Steuern anderen Leuten "Sozialhilfe ermöglichen". Und ja ich arbeite auch nebenbei! Aber das Geld reicht nicht aus um eine eigene Wohnung zu bezahlen. Jedenfalls werde ich mich die Woche informieren. Aber solche Antworten wie Ihre Althaus, kann man sich ja wohl sparen,

Kommentar von EnnoBecker ,

Aber solche Antworten wie Ihre Althaus, kann man sich ja wohl sparen,

Aber nicht doch. Wärme entsteht durch Reibung.

Wenn man sich einer Sache inhaltlich nähern will, muss man sie von möglichst vielen Seiten beleuchten. Ohne die Antwort von Althaus hätte es die Diskussion zwischen FF und EB nicht gegeben.

Kommentar von blnsteglitz ,

Wärme entsteht durch Reibung

Dann verzichte ich aber in einigen Fällen auf Wärme.......

G

Kommentar von Fragfreund ,

Dann verzichte ich aber in einigen Fällen auf Wärme.......

Dann pass mal bloß auf, dass dir nicht der Ar... abfriert.

Kommentar von althaus ,

Kaum wird man 18 schreit man gleich nach einer eigenen Wohnung und Staatshilfe, statt sich mit den Problemen in der Familie zu befassen. Könnte ja jeder machen.

Kommentar von EnnoBecker ,

In diesem Punkt muss ich dir recht geben: Die Fragestellerin wäre besser schon vor fünf Jahren zum Jugendamt gegangen.

Im Übrigen spricht grundsätzlich nichts gegen eine eigene Wohnung, wenn man 18 ist. Hatte ich auch so und drei Viertel meiner Kinderschar auch.

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