Larissa am 21.04.2009 um 22:35 Uhr
Im Freundeskreis gabe es zur oben gestellten Frage unterschiedliche Meinungen und mehrere Antworten. Was ist denn jetzt richtig? Kann ich mein Konto über den Dispositionskredit hinaus überziehen? Und was passiert, wenn man es macht?

Das ist unterschiedlich von Bank zu Bank und auch von Kunde zu Kunde. Ich kenne Einstellungen bei Kunden, die eine Überziehung über den Dispositionskredit hinaus erlauben (aber auch nur bis zu einer bestimmten Höhe) und andererseits weiß ich, dass es Einstellungen gibt, die gar keine Überziehung (auch nicht 0,01 Euro) erlauben. Wenn du einen höheren Übrziehungsrahmen brauchst, dann frag` am besten mal bei deiner Bank nach, denn auch wenn du zu den Kunden gehörst, denen es erlaubt ist ihr Konto über den Dispositionskredit hinaus zu überziehen, zahlst du dafür mehr Zinsen, als für die Inanspruchnahme des Dispositionskredites.

Also bei mir kommt es schon mal vor, daß ich in finanziellen Engpässen mal über der Dispolinie im Minus bin. Wenn man für Bank ein sicherer Kunde ist, dann wird sie das auch hinnehmen, allerdings muß man für den Betrag über dem Dispo noch höhere Zinsen sogenannte Überziehungszinsen zahlen - und wenn man länger so in den Miesen ist, wird das schon teuer!
Das ist auch Bonität`s (SCHUFA) abhängig! Laufen weitere Kredite, wird die Dispo Überziehung kaum genehmigt werden, es werden auch höhere Zinsen fällig!
Nein, das ist nicht richtig. Bei sowas wird die Schufa gar nicht mehr abgefragt. Der Berater genehmigt das oder nicht (er disponiert), entweder er kennt den Kunden oder er schaut wieviel auf Sparbüchern ist, wie hoch das regelmäßige Einkommen ist usw. letztendlich wird entschieden ob die Überziehung auch zurück gezahlt werden kann
Und Bonität ist nicht gleich Schufa, das ist nur ein Bestandteil davon
Es gibt Filialen da muss auch der Filialleiter sein Ok geben, dann wird meist die SCHUFA Abfrage durch den F.-Leiter über den PC erforderlich.
Es gibt ja auch Kunden ohne Vermögen(Sparbücher etc.)dann wird über den BASISSCORE: ... % bis von Möglichen 100% , Berechnungsdatum etc.der SCHUFA" entschieden.
Finger weg, sonst zahlst du noch mehr und zwar Strafzinsen. Laß den Dispo höher setzen. Billiger wird es eh wenn ein normaler Kredit in Anspruch genommen wird.

Grundsätzlich ist das Möglich, wenn die Bank dir das voreinstellt. Aber die Zinsen sind hierbei nochmals 5% - 10% in der Regel höher, also eine nicht zu Empfehlende Art der Geldbeschaffung. Aber die Möglichkeiten sind von Bank zu Bank und erst recht von Kunde zu Kunde verschieden. Es gibt ja auch Kunden, die können noch nicht mal um 1Cent überziehen und bekommen also noch nicht mal Dispokredit. Da muss jeder selbst nachfragen und mit der Bank verhandeln, eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Auch der Gesetzgeber hat keine Mindestüberziehung z.B. vorgesehen. Also individuell schlau machen, allgemeingültigen Rat gibts hierbei nicht
Das wird von Bank zu Bank unterschiedlich gehandhabt und kommt mit Sicherheit auch auf die bonität des Kunden und die bisherige Zahlungsmoral an. man sollte allerdings bedenken, dass eine Überziehung des Kontos über den Dispo hinaus enorm teuer wird. Sollte ein solcher Fall vorher absehbar sein, sollte man sich lieber für einen Kredit entscheiden, dieser ist in der Regel günstig zu bekommen. XXXXX
Das wird individuell von deinem Berater entschieden, die Zinsen für so eine nicht genehmigte Überziehung sind aber immens.
grds. ja, ist aber von bank zu bank unterschiedlich und für die zusätzliche überziehung werden noch höhere zinsen als bisher fällig. also besser bei der bank nachfragen ob eine erhöhung drin ist, die spart in jedem fall wieder etwas geld.
Das mag im Einzelfall durchaus möglich sein, wie oben beschrieben.
Ich würde dies jedoch nach Möglichkeit vorher abklären, da es im Extremfall dazu führen könnte, dass die Bank vorübergehend den Zugriff auf das Konto sperrt. Auch wenn dies normalerweise relativ zügig wieder freigeschaltet wird, ist der Ärger dann richtig groß, wenn z.B. Lastschriften platzen, etc.
Kredite und Überziehungen müssen grundsätzlich vereinbart werden.
Aus eigener Erfahrung (Studentenzeit ;-) ) weiss ich, das man auch den Dispo überziehen kann, allerdings nur in kleinem Rahmen. Und der Zins für quasi die Überziehung der Überziehung lag bei 16.5% (!), wenn ich mich recht erinnere. Versuch den Dispo zu meiden, wenn es geht. Und die Überziehung erst recht! Mehr zum Dispo: http://www.girokonto-finanzen.de/info-dispositionskredit-girokonto

Vielfältige Antworten!
Ein Dispo wird gewährt ("Bonität vorbehalten" heißt es) zu vielleicht 10 - 12 % p.a. und natürlich betraglich limitiert (gelegentlich auch nicht € 1).
Manchmal kann die Bank darüberhinaus (natürlich "Bonität vorbehalten") einen "geduldeten Überziehungskredit" gewähren, der dann 18 % + kostet. Der ist richtig teuer.
Beide Kreditinanspruchnahmen sollten kein mehrmonatiger Zustand sein! Besser ist es mit der Bank zu reden und evtl. einen Ratenkredit abzuschließen oder einen höheren Dispokreditrahmen zu vereinbaren. Das spart richtig Geld.
Auch sollte man nochmals nach etwaigen Tages-, Festgeld- oder Sparkonten gucken und hier sich das Geld holen. Etwaige "Vorschußzinsen" sind erheblich niedriger als die Dispozinsen!