Frage von BuenaVista,

Kann es sich lohnen mehr als den Pflichtbetrag an das Versorgungswerk zu zahlen?

Kann es sich steuerlich lohnen mehr als den Pflichtbetrag an das Versorgungswerk zu zahlen um die Altersrente zu verbessern oder wird sich hieraus kein Vorteil ergeben und man solle das Geld besser anders anlegen?

Antwort
von jsch1964,

Der grundsätzliche Zweck einer Spar-Rate in irgendeine Art von Altersvorsorge ist, bis zum Ziel-Zeitpunkt in der Zukunft eine möglichst große Summe angespart zu haben.

Das geht mit dem Versorgungswerk nicht. Du unterstützt damit in aller Regel nur die heutigen Rentenbezieher. Spar also lieber anders - aber spare auf jeden Fall, denn es ist auf jeden Fall richtig und wichtig, sich finanziell auf das Alter vorzubereiten.

Antwort
von Niklaus,

Ja das geht bis zur Höchstgrenze wie GAFIB schon ausführt. Es stellt sich nur die Frage ob das sinnvoll ist. Es gibt sicherlich Alternativen, die auch mit der steuerlichen Förderung funktionieren und in Sachwerte anlegen.

Antwort
von GeorgeAvard,

Um die Altersvorsorge auzubessern kann es durchaus sinn machen mehr als den pflichtbetrag an das berufsständische Versorgungswerk zu überweisen. Ein steuerlicher Vorteil ergibt sich hierheraus auf jeden Fall, da die Beiträge als Sonderausgaben beim Finanzamt geltend gemacht werden können.

Antwort
von GAFIB,

Eine steuerliche Berücksichtigung von Altersvorsorgeaufwendungen findet statt bis zu den Höchstbeträgen von 20 T€ bei Ledigen und 40 T€ bei Verheirateten, wovon in 2013 dann 76% abzugsfähig sind. Allerdings steht dagegen eine gestaffelt zunehmende Besteuerung. Steuerlich lohnt sich eine Zuzahlung deshalb um so eher, je näher sich jemand schon am Rentenbezug befindet.

Der andere Aspekt ist, dass Versorgungswerke nach dem sog. offenen Deckungsplan-Verfahren gestaltet sind, also aufbauen auf einer teilweisen Kapitaldeckung (oft ca. 70-80%) und einer teilweisen Deckung nach dem Umlageverfahren (der Rest).

Meist liegen ca. 75% des Kapitaldeckungsstocks in Rentenpapieren, nur ca. 25% sind Aktien-/Sachwert-basiert. Insofern "leiden" auch Versorgungswerke zunehmend unter 1) der - vermutlich noch sehr lange dauernden - Niedrigzinsphase und 2) unter der ungünstigen demografischen Entwicklung.

Meine Empfehlung wäre deshalb, nicht alles auf die Karte "Versorgungswerk" zu setzen, sondern sehr wohl stärker Sachwert-basierte Anlagen zu ergänzen. Was am besten passt, ergibt sich aus einer qualifizierten Beratung.

Kommentar von leuschner44577 ,

DH; fast nichts hinzu zu fügen. Nur das noch: Versorgungswerke können per einfacher Satzungsänderung die Leistungen reduzieren. Ist auch schon passiert.

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